Handball: 3. Liga West
Ahlener SG kassiert in Lemgo siebte Niederlage in Folge

Ahlen -

Es ist langsam richtig ärgerlich: Erneut haben die Drittliga-Handballer der Ahlener SG eine Partie ganz knapp gestalten können. Erneut reichte das aber nur zu einem Achtungserfolg, für den sie sich nichts kaufen können. Gerade mal ein Tor machte gegen die HSG Lemgo 2 den Unterschied. Für die ASG war es die siebte Niederlage in Serie.

Sonntag, 11.12.2016, 19:12 Uhr

Gegen Dormagen noch Zuschauer war Ahlens Luca Werner nach einer Verletzung. Gegen die HSG Lemgo 2 war er zweitbester Schütze der ASG. Es half dennoch nichts.
Gegen Dormagen noch Zuschauer war Ahlens Luca Werner nach einer Verletzung. Gegen die HSG Lemgo 2 war er zweitbester Schütze der ASG. Es half dennoch nichts. Foto: René Penno

Wieder hat es nicht ganz gelangt für die Ahlener SG . So knapp wie bei der 32:33-Niederlage gegen die HSG Lemgo 2 sind die Drittliga-Handballer aber selbst in den schon engen Spielen zuletzt nur einmal dran gewesen. Auch gegen den VfL Hagen vor drei Wochen betrug der Unterschied lediglich ein Tor (30:31). Wie damals fehlten der Truppe von Sascha Bertow auch gegen Lemgos Zweite ein paar Sekunden mehr auf der Uhr. Und es waren „Kleinigkeiten, die nicht passten“, wie Coach Sascha Bertow befand.

Klar, auch bei dem Ahlener Trainer war nach der abermaligen Niederlage – der siebten in Folge – die Enttäuschung groß. „So ist das eben“, blieb er dennoch gelassen. Denn ein generelles Problem habe seine Mannschaft eben nicht. Im Gegenteil: „Wir kämpfen und machen und tun und sind nah dran am Ganzen“, stellte er fest. Nur eben dieser Tick, der fehlt offenbar noch. „Wir haben sehr gut gespielt, hatten aber heute wieder einige Phasen drin, in denen wir ein bisschen was verändert haben, was dann nicht klappte, haben ein paar unnötige Würfe genommen. Das war ein bisschen ärgerlich“, so Bertow.

Zur Pause schon 34 Treffer

In dem torreichen Duell zwischen dem Tabellenfünften (Lemgo) und dem Aufsteiger zeichneten sich auf Ahlener Seite Björn Wiegers (8) und Luca Werner (7) durch besondere Treffsicherheit aus. Besonders dem im Sommer gekommenen Luca Werner, der ja nicht andauernd so häufig trifft, sprach Bertow ein großes Lob aus: „Er hat ein riesen Spiel gemacht!“ Auch Marvin Michalczik (6), der fünf seiner sechs Siebenmeter verwertete, war wieder eine Bank. Von denen hatte – logischerweise – aber auch die HSG eine ganze Menge: Dominik Waldhof zuvorderst (7), Philip Vorlicek und Lukas Zerbe (je 6) waren die Dauerbrenner. Und die zündeten auf beiden Seiten schon von Beginn an kräftig, weshalb bis zur Pause bereits 34 Treffer (17:17) gefallen waren. Im Umkehrschluss bedeutet das natürlich auch, dass „unsere Abwehr heute nicht so gut war“, wie Bertow gestand.

Ahlen liegt lange vorne und läuft dann in Gegenstöße

Die ASG legte dennoch bei der HSG sogar den besseren Start hin, führte nach sieben Minuten mit 5:3. Danach aber ging es hin und her. 20 Sekunden vor Ende der ersten Hälfte glich Ahlens Thies Hülsbusch zum 17:17 aus, mit dem es auch in die Kabine ging. Aus der kamen die Gäste erneut frischer, erarbeiteten sich binnen fünf Minuten einen Zwei-Tore-Vorsprung zum 20:18 und lagen von da an durchgehend bis zur 46. Minute in Front. Als Sönke Brass für die HSG das 24:24 erzielt hatte, nahm Sascha Bertow eine Auszeit. Und tatsächlich ging seine Mannschaft abermals in Führung: Der starke Luca Werner war zur Stelle und markierte das 25:24 (47) für die Wersestädter.

Der Knackpunkt, der Ahlen dann abermals das Genick brach, folgte vier Minuten später. Zwar verwarf Lemgos Lukas Zerbe beim Stand von 27:27 tatsächlich mal einen Siebenmeter. Dafür aber war Robin Hübscher mit einem Doppelpack zur Stelle – das 29:27. „Wir laufen in dieser Phase zwei, drei Mal in Gegenstöße“, so Bertow. Bis zum Ende hin sollten die Ahlener diesen Rückstand nicht mehr einholen. Für den letzten Versuch dazu hatten sie nach Michalcziks Siebenmeter zum 32:33 noch 26 Sekunden. Die aber spielte Lemgo geschickt herunter.

Und so stand nach dieser siebten Niederlage in Folge erneut Bertows Erkenntnis, dass die Ansprüche nach dem Aufstieg gestiegen sind. „In der 3. Liga werden Fehler eben viel gnadenloser bestraft“, sagte er.

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