Handball: 3. Liga West
Klassenerhalt muss warten: ASG unterliegt HSG Lemgo 2

Ahlen -

Dieses Spiel war nichts für schwache Nerven. Zwischen der Ahlener SG und der HSG Lemgo 2 ging es hoch her. 69 Tore, zwei Platzverweise, eine rappelvolle Halle – und eine Niederlage für die ASG. Aber es gibt auch einen Lichtblick.

Samstag, 29.04.2017, 20:04 Uhr

Enttäuscht war Philipp Lemke nach der verdienten Heimpleite gegen die HSG Lemgo 2.
Enttäuscht war Philipp Lemke nach der verdienten Heimpleite gegen die HSG Lemgo 2. Foto: René Penno

Der Klassenerhalt muss warten. Die Ahlener SG hat am Samstagabend gegen die HSG Lemgo 2 eine verdiente 33:36 (16:18)-Heimniederlage hinnehmen müssen.

Zugleich verlor auch der TuS Volmetal mit 27:34 bei GWD Minden 2. Dafür aber gewann die SG Langenfeld beim VfL Gummersbach 2 mit 23:21. Am letzten Spieltag kommt es somit zu einem Dreikampf um den Klassenerhalt.

Den hätte die ASG gerne vermieden. Doch trotz eines kämpferisch starken Auftritts reichte es für sie nicht für Zählbares gegen die Gäste aus Ostwestfalen.

Zu viele Gegentreffer

„36 Gegentore zu Hause sind einfach zu viel“, befand Thomas Lammers und schlug damit in dieselbe Kerbe wie sein Trainer. Sascha Bertow monierte, dass sein Team „anfangs nicht gut in der Abwehr gestanden“ habe und sah „Abstimmungsprobleme mit dem Kreis“.

Das führte dazu, dass die ASG von Beginn an einem Rückstand hinterher lief – 2:4 (4.), 7:11 (16.). Nach einer guten Viertelstunde war der Arbeitseinsatz von Andreas Tesch unterdessen vorzeitig beendet. Der ASG-Torwart sah glatt Rot, als er aus seinem Kasten stürmte und Linksaußen Robin Hübscher auf dem Feld abräumte.

Handball 3. Liga West: Ahlener SG – HSG Lemgo II 33:36

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  • Foto: René Penno
  • Handball 3. Liga West: Ahlener SG – HSG Lemgo II 33:36 Foto: Jörg Toppmöller
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  • Handball 3. Liga West: Ahlener SG – HSG Lemgo II 33:36 Foto: René Penno
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Glück im Unglück: Pavol Niroda, der nun zwischen die Pfosten rückte, erwischte einen Sahnetag und parierte gleich mal einen Siebenmeter gegen Lukas Zerbe und parierte auch in der Folge mehrfach sehenswert. Dennoch blieben die Ahlener bis zum 9:13 (20.) im Hintertreffen. Das lag auch am gebürtigen Ahlener Philip Vorlicek, der seinem Ex-Verein gerade auf Halbrechts vor Probleme stellte.

Korrekturmaßnahmen

ASG-Trainer Sascha Bertow nahm daher Korrekturmaßnahmen vor, ließ Vorlicek fortan von Mattes Rogowski in Manndeckung nehmen. Obendrein zogen die Gastgeber nun per Vier-Tore-Lauf gleich. Besonders der Doppelpack von Thies Hülsbusch zum 13:13 (24.) brachte die Zuschauer in der rappelvollen Friedrich-Ebert-Halle gewaltig auf Touren. Doch Lemgo hatte weiterhin den längeren Atem, setzte sich erneut auf 14:16 (28.).

Erneut zum Beben brachte die Halle kurz vor der Halbzeit Pavol Niroda. Der slowakische Schlussmann entschärfte zunächst eine Großchance von Lukas Zerbe und schleuderte den Ball danach über das gesamte Feld gegen den zu weit aufgerückten HSG-Keeper Mark van der Beucken zum 16:17-Anschlusstreffer ins Netz.

Im zweiten Abschnitt blieb die ASG über 19:20 (34.), 21:22 (38.) zunächst dran, ehe sich die HSG wieder auf 21:25 (40.) absetzte. Kurz darauf sah Sönke Brass, der zuvor bereits einen Disput mit Björn Wiegers ausgetragen hatte, nach einem Foul an Thies Hülsbusch die dritte Zeitstrafe und flog ebenfalls vom Feld.

Erneuter Kraftakt

Dank eines erneuten Kraftakts egalisierten die Ahlener, bei denen nun auch Thomas Lammers auf der Platte stand, durch eben diesen nochmals auf 26:27 (48.). Danach aber hatten die Gastgeber nicht mehr genug entgegenzusetzen. Lemgo enteilte bis auf 27:32 (52.).

„Ich hatte in den letzten zehn Minuten dann auch nicht mehr das Gefühl, dass wir das noch drehen würden“, bekannte Thomas Lammers. Was die ASG auch probierte – Lemgo fand stets eine Antwort darauf. Sämtliche Umstellungen in der Deckung – von 6:0 auf 5:1 auf 4:2 und auf totale Manndeckung – zeigten allenfalls kurzzeitig Wirkung.

„Wir mussten uns jedes Tor hart erarbeiten und haben im Gegenzug zu viele einfache Gegentreffer bekommen. Damit reibst du dich auf, das bricht dir das Genick“, urteilte Marvin Michalczik. Ins selbe Horn stieß auch Thies Hülsbusch: „Das waren so viele Nackenschläge, dass du irgendwann nicht mehr weißt, wie du dagegen ankommen sollst.“

So verlor die Ahlener SG das letzte Heimspiel der Saison. Vor dem Showdown am kommenden Samstag (19 Uhr) bei der HSG Krefeld liegt die ASG mit einem Zähler vor den Verfolger aus Volmetal und Langenfeld. „Noch haben wir es selbst in der Hand – das ist ein kleiner Lichtblick“, sagt Marvin Michalczik.

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