Handball: 3. Liga West
Leiser Abschied von der Ahlener SG für Nico Wunderlich

Ahlen -

Ein letzter großer Auftritt vor eigenem Publikum war ihm nicht vergönnt. Bei der Ahlener SG wurde Nico Wunderlich jüngst nach vier Jahren verabschiedet. Doch das Adieu verlief für den 33-Jährigen anders als erhofft.

Mittwoch, 03.05.2017, 11:05 Uhr

Abteilungsleiter Ronald Zent (vorne) verabschiedete Nico Wunderlich mit einem Strauß Blumen. Von den Teamkollegen gab es das eine oder andere Küsschen aufs Köpfchen.
Abteilungsleiter Ronald Zent (vorne) verabschiedete Nico Wunderlich mit einem Strauß Blumen. Von den Teamkollegen gab es das eine oder andere Küsschen aufs Köpfchen. Foto: Jörg Toppmöller

Enttäuschung war am Samstagabend das vorherrschende Gefühl in der Friedrich-Ebert-Halle. Ein Großteil der 795 Zuschauer hatte schließlich der Ahlener SG die Daumen gedrückt und war nach Abpfiff angesichts der 33:36-Niederlage gegen die HSG Lemgo 2 ernüchtert.

Einer aber war schon vor Spielbeginn niedergeschlagen: Nico Wunderlich .

Der Linksaußen wurde nach vier Jahren im ASG-Dress verabschiedet. Ein letzter Auftritt vor eigenem Publikum war ihm indes nicht vergönnt. Der 33-Jährige stand nicht mal im Kader. Kevin Wiegers und Nick Steffen erhielten stattdessen den Vorzug.

Trauriger Abschied

„Es ist schade, dass ich nicht zum Aufgebot gehört habe. Ich hätte mich gerne auf dem Spielfeld verabschiedet“, bekannte Wunderlich . Für ihn sei dieser Moment „einfach nur traurig“. In der Oberliga noch Stammkraft, kam Wunderlich nach dem Aufstieg in die 3. Liga in der laufenden Spielzeit nur noch sehr sporadisch zum Einsatz.

Der blieb ihm auch gegen Lemgo verwehrt, dafür gab es etliche Küsschen der Teamkameraden auf sein haarloses Haupt. Vielleicht kann er beim großen Finale am kommenden Samstag (19 Uhr) bei der HSG Krefeld seinen Teil zum angestrebten Klassenerhalt beitragen.

Reif für die Leinwand?

„In Krefeld wartet das Endspiel auf uns. Wir werden nun eine Woche lang extrem hart arbeiten“, kündigt jedenfalls schon mal Rechtsaußen Thies Hülsbusch an. Der erfahrene Kollege Thomas Lammers riet unmittelbar nach der Schlusssirene gegen Lemgo derweil dazu, „diese Niederlage erst mal sacken zu lassen“.

Danach gelte es, sich neu zu fokussieren. Auch Trainer Sascha Bertow konstatierte bereits wenige Minuten nach Spielende: „Wir gucken nach vorne.“ Gewinnt die ASG in Krefeld, hat sie den Ligaverbleib bei mindestens einem Zähler Vorsprung auf die Verfolger TuS Volmetal und SG Langenfeld sicher.

„Das wird ein Krimi wie im letzten Jahr. Man könnte eigentlich wieder eine Leinwand in der Friedrich-Ebert-Halle aufstellen“, sagt Thomas Lammers . Derlei ist zwar nicht geplant. Reif für die Leinwand soll die Leistung der ASG aber dennoch sein.

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