Handball: 3. Liga West
Das Siegen-oder-Fliegen-Prinzip: Ahlener SG gastiert zum Endspiel bei HSG Krefeld

Ahlen -

Das Heimspiel gegen Lemgo war nicht die erhoffte Ausfahrt Richtung Klassenerhalt. Die letzte Chance bietet sich der Ahlener SG nun am Samstag bei der HSG Krefeld. Die Anspannung ist groß – die Entschlossenheit aber auch.

Donnerstag, 04.05.2017, 15:05 Uhr

Noch einmal richtig strecken für den Klassenerhalt müssen sich Ferdi Hümmecke (li.), Kai Bekston (re.) und die ASG. Die residiert am Samstag am Krefelder Königshof und darf die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten.
Noch einmal richtig strecken für den Klassenerhalt müssen sich Ferdi Hümmecke (li.), Kai Bekston (re.) und die ASG. Die residiert am Samstag am Krefelder Königshof und darf die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten. Foto: René Penno

Vor dem letzten Heimspiel der Saison, das für die Ahlener SG bekanntlich mit einer 33:36-Niederlage gegen die HSG Lemgo 2 endete, richtete Andreas Bartscher einige Worte an das Publikum. „Wir sind in unserem Jahr in der 3. Liga viel rumgekommen und haben die tollsten Spielstände gesehen, aber eines haben wir nirgendwo anders erlebt – Fans wie die der ASG“, sprach der Geschäftsführer und die Zuschauer quittierten dessen warme Worte mit donnerndem Beifall.

Die Anhängerschaft der ASG hat ihre Drittliga-Tauglichkeit also bereits nachgewiesen, über die Mannschaft lässt sich das (noch) nicht endgültig sagen. Die Antwort muss sie am Samstag über 60 Minuten bei der HSG Krefeld liefern. Dabei unterliegt sie dem Prinzip siegen oder fliegen.

Druck auf den Schultern

Mattes Rogowski geht schon mal in Vorleistung, wenn er behauptet: „Wir haben gezeigt, dass wir in der 3. Liga gut aufgehoben sind und das auch auf die Platte bekommen.“ Nun müssen der Kapitän und seine Mitstreiter diesen Worten Taten folgen lassen. „Der Druck ist nach dem Spiel gegen Lemgo nicht wie erhofft von unseren Schultern gefallen. Das ist unsere letzte Chance“, unterstreicht Marvin Michalczik .

Das Personal weiß um die Bedeutung der Begegnung. Mit einem Zähler Vorsprung gegenüber den Verfolgern geht die Ahlener SG in das große Finale um den Klassenerhalt. „Dass wir es noch immer selbst in der Hand haben, ist ein kleiner Lichtblick. Dennoch führt an einem Sieg kein Weg vorbei“, sagt Marvin Michalczik in aller Deutlichkeit.

Kein Schwächeln der Verfolger

Das glaubt auch sein Trainer. „Eins ist Fakt: Volmetal wird gegen Gummersbach gewinnen, genauso wie Langenfeld gegen Minden gewinnen wird“, prophezeit Sascha Bertow . Er rechnet demnach nicht damit, dass die Konkurrenz schwächeln wird. Daher gibt es nur eins: Selbst gewinnen – koste es, was es wolle.

Routinier Thomas Lammers , der zuletzt gegen Lemgo mit aushalf und auch von der Bank viel kommunizierte, glaubt an das Team: „Alle sind fokussiert, alle wollen auch weiterhin in der 3. Liga spielen. Im Hinspiel gegen Krefeld haben wir gesehen, dass wir mithalten können.“ Rückraum-Shooter Lammers wird allerdings nach Auskunft von Sascha Bertow nicht mit zum Endspiel reisen. Auf der Kippe steht zudem der Einsatz von Ferdi Hümmecke, der in den vergangenen Tagen wegen eines grippalen Infekts mit Fieber das Bett hütete. Luca Werner, den gegenwärtig Schulterprobleme plagen, wird dagegen wohl einsatzbereit sein.

Sicherheit statt Reizpunkte

Die ASG tritt damit nicht in bester Verfassung, dafür aber umso entschlossener an. „Wir wollen gewinnen und werden unser Spiel spielen“, kündigt Sascha Bertow an. Im Übungsbetrieb setzte er zuletzt ganz bewusst keine zusätzlichen Reizpunkte, sondern legte Priorität darauf, vertraute Abläufe zu festigen und dadurch an Sicherheit zu gewinnen. „Die Anspannung ist da, das merkt man im Training. Deshalb muss ich nicht noch übermäßig zusätzlich Spannung aufbauen“, so der ASG-Coach.

Der Druck ist ohnehin groß genug. Unterstützt wird die Mannschaft auch in Krefeld von ihren Fans. Zwei Busse machen sich morgen auf den Weg Richtung Niederrhein. Alle eint dabei die Hoffnung, dass sie die Heimreise mit der Zulassung für eine weitere Drittliga-Saison im Gepäck antreten. Thies Hülsbusch bringt es auf den Punkt: „Das wird ein 50:50-Spiel – mit dem hoffentlich besseren Ende für uns.“

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