Triathlon in Roth
Janin Knospe: „Wer hat eigentlich behauptet, dass das Spaß macht?“

Ahlen -

Sie hat es geschafft. Erstmals hat Janin Knospe vom ASC Ahlen beim Triathlon in Roth erfolgreich die Langdistanz absolviert. Dennoch stellte sie sich hinterher aus gutem Grund eine ganz bestimmte Frage.

Donnerstag, 20.07.2017, 05:07 Uhr

Kleine Erfrischung gefällig? Auf der Marathonstrecke, die sie zum Abschluss des Triathlons richtig fordert, gönnt sich Janin Knospe eine kalte Dusche.
Kleine Erfrischung gefällig? Auf der Marathonstrecke, die sie zum Abschluss des Triathlons richtig fordert, gönnt sich Janin Knospe eine kalte Dusche. Foto: ASC Ahlen

Monatelang hatte sich Janin Knospe auf diesen Tag vorbereitet. In Roth, einer der legendärsten Triathlonveranstaltungen in Deutschland, wollte die Athletin des ASC Ahlen ihr Debüt auf der Langdistanz feiern.

Bis zu 20 Stunden in der Woche hatte sie dafür trainiert – kein Wunder, warteten in Roth doch eine 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke, 180 Kilometer auf dem Rad und ein ganzer zu laufender Marathon auf die Teilnehmer. Da ist eine gute Vorbereitung zwingend notwendig.

Toller Start im Main-Donau-Kanal

Doch so gut diese auch ist, die Stimmung vor dem Start überwältigt auch die Nervenstärksten. Aufregung mischt sich mit Atmosphäre, die mit stimmungsgeladener Musik noch weiter angeheizt wird. Wohl dem, der früh per donnerndem Kanonenschuss auf die Strecke geschickt wird. Ab diesem Zeitpunkt war auch die Nervosität bei Janin Knospe verflogen. „Ich bin die Schwimmstrecke ganz locker durchgeschwommen“, erzählte sie von ihrem kraftsparenden Start.

So konnte sie nach 1:13:57 Stunden den Main-Donau-Kanal wieder verlassen und sich auf den Weg zur Radstrecke machen. Mit dem Solarer Berg und der Biermeile in Eckersmühlen warteten hier nicht nur besonders stimmungsvolle Punkte, sondern auch ihre mitgereisten Fans auf sie. Eine Kusshand hier, ein Lächeln da – die Polizeibeamtin genoss ihre Fahrt durch das Frankenland, zumindest in der ersten Runde. Auf der zweiten machte ihr der auffrischende Wind zu schaffen. Doch dank ihrer exzellenten Vorbereitung verlor sie nur wenig Zeit. 5:56:03 Stunden saß sie schließlich auf dem Rad, fuhr damit einen Schnitt über 30 Stundenkilometer durch und blieb genau im Zeitplan.

Marathon erfordert Kampfgeist

Dass die Langdistanz für viele erst mit dem Marathon wirklich beginnt, das musste dann aber auch Janin Knospe feststellen. „Bei drei Kilometern wollte mein Kopf nicht mehr“, berichtete sie. Ihre Freunde, die an der Strecke auf sie warteten, begrüßte sie dann auch mit den Worten: „Wer hat eigentlich behauptet, dass das Spaß macht?“

Doch trotz mehrerer Gehpausen und immer wieder kehrenden Magenproblemen hielt die Ahlenerin durch und überwand ihr Tief. So fand sie auf der zweiten Marathonhälfte Kampfgeist und Laufschritt wieder und finishte schließlich nach 12:17:36 Stunden. Für diese Leistung wurde sie mit einem 38. Platz in der W35 und einem sicherlich unvergesslichen Zieleinlauf belohnt.

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