Fußball: 34. Ahlener Hallenstadtmeisterschaften
RWA-Ultras schildern nach Tumulten ihre Sicht der Dinge

Ahlen -

Zu den Ausschreitungen bei den Hallenstadtmeisterschaften äußern sich nun auch die Ultras von RW Ahlen, die in die Auseinandersetzungen mit Anhängern von ASK Ahlen verwickelt waren. Die Redaktion erreichte am Donnerstag per E-Mail eine anonyme Stellungnahme, unterzeichnet von der Fanszene Ahlen e.V..

Freitag, 05.01.2018, 18:01 Uhr

Ratlos stehen die Spieler von ASK und RW Ahlen während der Auseinandersetzungen ihrer Anhänger bei der Hallenstadtmeisterschaft auf dem Spielfeld.
Ratlos stehen die Spieler von ASK und RW Ahlen während der Auseinandersetzungen ihrer Anhänger bei der Hallenstadtmeisterschaft auf dem Spielfeld. Foto: Lars Gummich

Der genaue Verfasser wird darin nicht genannt. Auf Nachfrage der WN per E-Mail gab es nur die Antwort, die Fanszene bestehe aus den Gruppen „Compadres Ultras Ahlen“ und „Block G“. Ein gleichlautendes Schreiben wurde auch auf der Homepage compadres-ultras.de veröffentlicht, die allerdings kein Impressum enthält.

In der Stellungnahme wird unter anderem folgende Sicht der Dinge geschildert: Den Auslöser für die Auseinandersetzungen sehen die Ultras auf Seiten der ASK-Fans. Diese seien nach dem Foulspiel auf dem Feld zum Bandenrand gestürmt und hätten sich wild gestikulierend und lautstark eingemischt. Infolgedessen sei ein Plastikbecher – und keine Glasflasche – aus dem RWA-Block in Richtung Bande geworfen worden. „Diesen Becherwurf verurteilen wir auf das Schärfste“, schreiben die Ultras. Daraufhin seien aber ASK-Anhänger zu den RWA-Fans gestürmt und hätten diese mit Faustschlägen ins Gesicht angegriffen.

Weiter heißt es: „Die Aggressionen nach dem Becherwurf gingen einzig und allein vom Umfeld des ASK aus.“ Besonders enttäuscht seien die Verfasser obendrein von den Verantwortlichen des Vereins. „Neben der auf allen Ebenen nicht vorhandenen Kommunikation stellt die Vereinsführung ihre Fans und Mitglieder ohne vorheriges Gespräch oder nüchterne Analyse der Geschehnisse öffentlich ins Abseits“, heißt es in der Stellungnahme. Damit reagieren die Ultras offenbar auf die prompte Entschuldigung des Oberligisten via Facebook.

Das angedachte Freundschaftsspiel zwischen beiden Vereinen als Akt der Versöhnung begrüßt die Fanszene ausdrücklich. Aber: „Solange ASK Ahlen die Teilnahme am Benefizspiel von der Erfüllung von Forderungen durch RW Ahlen abhängig macht und versucht, auf die Fanpolitik von RWA Einfluss zu nehmen, ist aus unserer Sicht kein Versöhnungswille erkennbar.“ Darüber hinaus weisen die Ultras Rassismusvorwürfe zurück.

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