Fußball: Direktes Duell um die Meisterschaft in der Kreisliga B
Vizetitel ist für ASK und Aramäer Ahlen wie Zweiter auf dem Mond

Ahlen -

Wer feiert an diesem Wochenende den Aufstieg in die Kreisliga A? Aramäer Ahlen oder ASK Ahlen? Beide? Oder etwa keiner? Das hängt sehr davon ab, was der einzige verbliebene Verfolger Germania Lette vorher macht. Der Aufstieg scheint aber für beide Ahlener Teams ohnehin nur noch Formsache zu sein. Im direkten Duell fechten sie stattdessen den Meister aus.

Samstag, 12.05.2018, 05:00 Uhr

Beim letzten Treffen war noch Winter. Trotzdem ging es im Hinspiel zwischen Aramäer Ahlen und ASK hoch her. Aramäer gewann damals tatsächlich mit 6:0 – und dennoch stehen nun beide Teams punktgleich und mit derselben Tordifferenz an der Spitze.
Beim letzten Treffen war noch Winter. Trotzdem ging es im Hinspiel zwischen Aramäer Ahlen und ASK hoch her. Aramäer gewann damals tatsächlich mit 6:0 – und dennoch stehen nun beide Teams punktgleich und mit derselben Tordifferenz an der Spitze. Foto: Lars Gummich

Der Aufstieg in die Kreisliga A scheint sowohl für die Aramäer als auch für ASK nur noch reine Formsache zu sein. Beide haben derzeit je 63 Punkte, der Dritte – VfB Germania Lette – folgt erst weit dahinter mit 55 Zählern. „Es wäre schon ein Wunder, wenn wir die acht Punkte Vorsprung in drei Partien noch verspielen sollten“, sagt ASK-Sportdirektor Taner Bayraktar . Er ergänzt aber auch: „Ich bin ein Hundertprozent-Typ und daher immer ein wenig skeptisch, wenn mathematisch noch etwas möglich ist.“

Wenn Lette verliert, stehen beide Ahlener Teams als Aufsteiger fest

Für Sonntag gibt es unterdessen verschiedene Szenarien, wie sich die Situation vor und nach dem Spitzenspiel der Kreisliga B darstellen könnte: Falls Germania Lette gestern am späten Abend bei Rot-Weiß Vellern nicht gewonnen hat (Partie fand nach Redaktionsschluss statt), stehen beide Mannschaften bereits vor der Begegnung als Aufsteiger in die Kreisliga A fest. Falls Lette gewinnt, kann am Sonntag maximal ein Team, nämlich mit einem Sieg, den Aufstieg perfekt machen. Bei einem Sieg Lettes und einem Unentschieden im Ahlener Duell wäre die Entscheidung sowohl für die Aramäer als auch für ASK vertagt.

Unterdessen wollten sich die Verantwortlichen beider Vereine gar nicht so viel mit dem Spiel vom Freitagabend beschäftigen. „Der ein oder andere Spieler fährt dorthin zum Gucken. Ich werde das aber nicht machen“, sagte Aramäer-Coach Christian Maschinski . Taner Bayraktar glaubte derweil sowieso, dass Lette gewinne.

Kampf um die Meisterschaft wird wohl am Sonntag entschieden

Am Sonntag wollen aber beide Vereine nicht nur mögliche Glückwünsche zum Aufstieg entgegennehmen, sondern auch den Grundstein für Tabellenplatz eins legen: „Es ist etwas anderes, wenn du als Meister und nicht als Zweiter aufsteigst. Wenn du nach dem zweiten Menschen auf dem Mond fragst, kennt auch keiner den Namen“, so Bayraktar schmunzelnd.

Auf der anderen Seite hat Christian Maschinski seine Zurückhaltung vom Saisonanfang, als er kein festes Ziel ausgeben wollte, inzwischen abgelegt und hofft ebenfalls auf die Spitzenposition: „Wenn du drei Spieltage vor Saisonende so weit oben stehst, willst du natürlich auch Meister werden“, gesteht er.

Der Kampf um Platz eins erscheint also für Sonntag fast bedeutender als „nur“ der Aufstieg. Den haben beide Teams ohnehin so gut wie oder eben tatsächlich sicher.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr; Kunstrasen Sportpark Nord

Marvin Brüggemann

Marvin Brüggemann Foto: Marc Kreisel

SV Benteler – Westfalia Vorhelm 1:5

Mit seinen Saisontoren 26 bis 29 (18./64./89./90.+5) war Marvin Brüggemann Mann des Tages beim Auswärtssieg in Benteler. Außerdem traf noch Marc Jüttemeier für die Westfalia (90.+4). Mamadou Saliou Diallo hatte für die Gastgeber zwischenzeitlich auf 1:2 verkürzt (73.). Obwohl das Ergebnis am Ende passte, war TuS-Coach Oliver Glöden nicht wirklich zufrieden mit der Vorstellung seines Teams: „Wir sind gut angefangen, haben dann aber den Faden verloren. Nach dem 1:2 war es eine Zitterpartie, weil wir uns mehr mit dem Schiedsrichter als mit dem Spiel beschäftigt haben.“ In den Schlussminuten machten die Gästen dann aber alles klar.

Leo Maschke

Leo Maschke Foto: Marc Kreisel

SV Neubeckum 2 – Vorwärts Ahlen

Keine einfache Aufgabe erwartet DJK-Coach Wolfgang Holtz bei der Reserve des SVN: „Ich finde, das ist eine erstaunlich gute Mannschaft, wenn sie alle an Bord haben. Vor allem mit Christian Gurtsching und Michael Wiemann.“ Nichtsdestotrotz will er mit seiner Elf an die guten letzten Auftritte anknüpfen: „Wir müssen gewinnen, um noch unter die Top drei zu kommen“, weiß Holtz. Wieder mit dabei sein werden Leo Maschke, Christian Splett und Björn Weber. Im Urlaub weilen dagegen David Tilch und Christian Schramm. Kevin Ortmann ist zwar angeschlagen, steht aber dennoch voraussichtlich zur Verfügung.

Anstoß: Sonntag, 13 Uhr; Harbergstadion Rasen

Rene Grabowski

Rene Grabowski Foto: Marc Kreisel

SV Neubeckum – Rot-Weiß Ahlen 2

„Wir müssen wieder mit Leidenschaft und Herz Fußball spielen“, fordert RWA-Trainer André Kracker für das Gastspiel beim SVN. Zuletzt unterlag seine Truppe Neubeckums Reserve deutlich mit 1:6. „Wir müssen was wiedergutmachen“, fordert der Übungsleiter daher. Kracker hofft dabei, dass die Gastgeber die Partie möglicherweise nicht mehr so ernst nehmen: „Sie stehen irgendwo zwischen Gut und Böse in der Tabelle.“ Personell benötigen die Gäste wieder Unterstützung von anderen Teams im Verein. Zwei bis drei Spieler wird A-Juniorentrainer Marcel Stöppel voraussichtlich abstellen. Zudem könnten aus der Ersten Semih Daglar, Zoran Martinovic und René Grabowski aushelfen.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr; Harbergstadion Rasen

Mike von den Berg

Mike von den Berg Foto: Marc Kreisel

Liesborn-Diestedde – Ahlener SG

Mit einer durchaus eindrucksvollen Leistung hatte die ASG vergangene Woche beim 2:2-Unentschieden gegen Fortuna Walstedde ein Lebenszeichen gesendet: „Wir haben es dort noch ein klein wenig besser gemacht als in den beiden Spielen zuvor“, befand Trainer Peter Kriesche. Eine Platzwunde zugezogen hatte sich Florian Diwisch. Sein Einsatz für die Partie bei der SG Liesborn-Diestedde scheint daher fraglich. Neben dem Langzeitverletzten Mike von den Berg fehlt auch Co-Spielertrainer Ajdin Ajdini, der sich gegen Walstedde eine Gelb-Rote Karte eingehandelt hatte.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr; Rasen Diestedde

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