Fußball: Weltmeisterschaft 2018 in Russland
„Der Fußball ist nicht berechenbar“

Ahlen -

Hat die Prognose Recht? Wird Brasilien wirklich Weltmeister? Die Ahlener Sportler haben da ganz unterschiedliche Ansichten – und triftige Argumente für ihre Thesen.

Mittwoch, 13.06.2018, 14:34 Uhr

Wer stemmt nach dem Endspiel den begehrten WM-Pokal in die Höhe? Dazu haben Ingo Zoppa, Lisa Schneider, Andreas Weber und Luise Dettki (von links) ganz unterschiedliche Meinungen.
Wer stemmt nach dem Endspiel den begehrten WM-Pokal in die Höhe? Dazu haben Ingo Zoppa, Lisa Schneider, Andreas Weber und Luise Dettki (von links) ganz unterschiedliche Meinungen.

Wer wird Weltmeister? Kann man sich der Beantwortung dieser Frage wirklich wissenschaftlich nähern, wie es die Prognose des Münsteraner Unternehmens Kick-Form tut? Oder sollte man sich lieber auf sein Bauchgefühl verlassen? Ahlener Sportler haben da ganz unterschiedliche Ansichten, wie unser Redaktionsmitglied Cedric Gebhardt im Gespräch mit ihnen herausgefunden hat.

RWA-Trainer Michael Schrank glaubt nicht an die Validität von Prognosen. Andernfalls würde er regelmäßig Lotto spielen.

RWA-Trainer Michael Schrank glaubt nicht an die Validität von Prognosen. Andernfalls würde er regelmäßig Lotto spielen. Foto: Marc Kreisel

Michael Schrank, Fußball-Trainer RW Ahlen: „Es wäre schön, wenn man alles immer wissenschaftlich zu 100 Prozent voraussagen könnte. Dann könnten wir alle einen Lottoschein ausfüllen und alles wäre gut. Aber der Fußball ist nicht berechenbar, das macht ihn gerade so interessant. Bei Turnieren sind wissenschaftliche Erkenntnisse sicherlich wichtig, um Tendenzen zu erkennen. Aber es kann unwahrscheinlich viel passieren, was nicht vorhersehbar ist. Daher kann die Prognose gar nicht verlässlich sagen, wer Weltmeister wird. Ich glaube allerdings, dass die Brasilianer tatsächlich ganz stark sind. Auch Frankreich und England darf man nicht außer Acht lassen. Und auch wir Deutschen haben eine riesige Qualität, nach den letzten beiden Auftritten gegen Saudi-Arabien und Österreich allerdings auch noch viel Steigerungspotenzial. Für mich gibt es demnach keinen klaren Favoriten.“

Für ASG-Coach Ingo Zoppa kann im Mannschaftssport zu viel Unvorhergesehenes passieren, als dass man den Turniersieger schon im Vorfeld vorhersagen könnte.

Für ASG-Coach Ingo Zoppa kann im Mannschaftssport zu viel Unvorhergesehenes passieren, als dass man den Turniersieger schon im Vorfeld vorhersagen könnte. Foto: Lars Gummich

Ingo Zoppa, Handball-Trainer ASG 3: „Ich halte wenig von den Simulationen der Statistiker. Dafür kann in einem Mannschaftssport einfach zu viel passieren. Man weiß nie, wer verletzt oder gesperrt ist oder wer seine gewohnte Form nicht abrufen kann. Aber natürlich gibt es auch für mich einen Favoritenkreis und zu dem zähle ich Brasilien, Deutschland, Spanien und Argentinien.“

Lisa Schneider ist der Ansicht, dass man Gewinner nicht voraussehen kann – es sei denn Bayern München spielt.

Lisa Schneider ist der Ansicht, dass man Gewinner nicht voraussehen kann – es sei denn Bayern München spielt. Foto: Ahlener SG

Lisa Schneider, Wassersport-Abteilungsleiterin ASG: „Ich halte nicht viel von Prognosen dieser Art, da ich oft genug selbst schon erlebt habe, dass Außenseiter plötzlich ganz vorne sind. Daher kann man nicht sagen, wer gewinnt. Das gilt eigentlich immer – außer wenn Bayern München spielt. Bei dieser WM habe ich persönlich Frankreich auf der Rechnung.“

Eintracht Dolbergs Tischtennisspieler Andreas Weber freut sich über jeden Außenseiter, der den Großen ein Bein stellt.

Eintracht Dolbergs Tischtennisspieler Andreas Weber freut sich über jeden Außenseiter, der den Großen ein Bein stellt. Foto: ms

Andreas Weber, Tischtennis-Abteilungsleiter Eintracht Dolberg: „Prognosen hin oder her – die Spiele müssen erst mal gespielt werden. Und jeder freut sich doch über einen Underdog, der einem Großen den Zahn zieht. Ich denke, dass mit Brasilien, Belgien und Frankreich zu rechnen ist – und nicht zuletzt auch mit Kroatien. Gespannt bin ich auch darauf, wie sich Russland als Gastgeber präsentieren wird.“

Für Luise Dettki ist die Frage nach dem Weltmeister vor allem ein Ritual. Sie glaubt an die deutsche Mannschaft.

Für Luise Dettki ist die Frage nach dem Weltmeister vor allem ein Ritual. Sie glaubt an die deutsche Mannschaft. Foto: nn

Luise Dettki, Turnerin vom TV Einigkeit: „Ich bin Prognosen gegenüber grundsätzlich eher skeptisch. Ich glaube aber an die deutsche Mannschaft, sie wird es schaffen.“

Werner Harenkamp, Boulespieler PC La Différence: „Die Tendenz der Prognose dürfte stimmen. Brasilien ist auch mein Favorit, aber auch die deutsche Elf wird weit kommen und anders als zuletzt ihr Potenzial abrufen.“

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