Jahreshauptversammlung: Ahlener SG
ASG-Urgestein geht von Bord: Heinz Quante tritt nach 25 Jahren ab

Ahlen -

Mit Heinz Quante zieht sich der langjährige 2. Vorsitzende der Ahlener SG zurück. Seinen Nachfolger hat Quante gleich selbst besorgt. Derweil warnt Handball-Chef Ronald Zent vor einer nahenden Geldstrafe.

Dienstag, 11.09.2018, 16:56 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 11.09.2018, 16:30 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Dienstag, 11.09.2018, 16:56 Uhr
Der neue Vorstand der ASG: (v.l.) Ingo Rütten, Sebastian Sanders, Heinz Quante, Doris Toppmöller, Christoph Rauf, Ludger Niermann und Markus Hallermann.
Der neue Vorstand der ASG: (v.l.) Ingo Rütten, Sebastian Sanders, Heinz Quante, Doris Toppmöller, Christoph Rauf, Ludger Niermann und Markus Hallermann. Foto: yam

Nach 25 Jahren als 2. Vorsitzender bei der Ahlener SG dankte der 77-jährige Heinz Quante bei der Jahreshauptversammlung am vergangenen Sonntag ab und macht damit Platz für Ingo Rütten, bei dem Quante – wie könnte es anders sein? – selber nachfragte, ob er sich vorstellen könne, ihm nachzufolgen.

Offenbar hat Heinz Quante ein Händchen dafür, denn er hatte seinerzeit auch den aktuellen ASG-Vorsitzenden Dr. Sebastian Sanders ins Boot geholt. „Wir kannten uns damals schon aus der Kommunalpolitik“, erklärt Sanders.

Probemitgliedschaft angedacht

Seinem Nachfolger wünscht Quante, der im nächsten Jahr 60 Jahre im Verein ist, alles Gute. „Ich hoffe für Ingo, dass er auch bald Vorsitzender wird“, sagt Heinz Quante, der von der Clubheim-Eröffnung über den Hallenbau bis zur Fusion der ASV mit der HSG viel im Verein mitorganisiert hat und schon selbst ein Stück Handball-Geschichte ist.

Doch es gibt nicht nur einen neuen zweiten Mann, sondern auch gleich zwei neue Kassenprüfer. Detlef Siehoff und Kai Moneck legten ihr Amt nieder – Christoph Rauf und Markus Hallermann übernahmen.

„Ich wünsche mir, dass die ASG in den nächsten Jahren die 2000er-Mitgliedermarke knackt“, so Quante, der von Sanders Unterstützung erhält: „Damit das gelingt, können wir ja eine Art Probemitgliedschaft einführen“, will Sanders neue ASG-Freunde anlocken.

Es drohen Strafen für zu wenige Schiedsrichter

Ein Aufgabe, die die Ahlener SG nun anpacken will und muss: den Jugendlichen wieder Vereinsnähe nahebringen. „Wir müssen ein enges Verhältnis zu den Jugendlichen aufbauen“, erklärte Sanders. Zwar sind von den aktuell 1702 Mitgliedern immerhin 994 unter 18 Jahre alt, aber viele Jugendliche zieht es irgendwann zu Liga-Konkurrenten.

Nach den Bilanzen aus den Abteilungen erhob Handball-Abteilungsleiter Ronald Zent nochmals seine warnende Stimme: Wenn die ASG bis Ende September keine 21 Handball-Schiedsrichter stellen könne (aktuell: 15), müsse sie für jeden fehlenden Unparteiischen noch in diesem Jahr 150 Euro Strafe zahlen und der höchstspielenden Mannschaft droht nach einer Karenzzeit von drei Jahren sogar ein Abzug in Höhe von sechs bis acht Punkten. Ausgenommen hiervon ist die 3. Liga.

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