Handball: Herren-Landesliga
SVE Dolberg verliert Partie in Gladbeck im Angriff

Dolberg -

Die schöne Momentaufnahme mit der Tabellenführung ist genau das geblieben: eine Momentaufnahme, nicht mehr. Bei der Reserve des VfL Gladbeck 2 kassierten Dolberger Handballer die erste Saisonniederlage in der Landesliga. Und das auch noch völlig zurecht, denn die 22:27 (10:14)-Pleite hatte sich der SVE leider selbst zuzuschreiben, wie der Trainer fand.

Sonntag, 16.09.2018, 17:02 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 16.09.2018, 15:10 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 16.09.2018, 17:02 Uhr
Tobias Lodenkemper (r.) verkaufte sich bei den Dolbergern noch am besten. Gegen Gladbeck warf er neun Tore und zog etliche Fouls auf sich.
Tobias Lodenkemper (r.) verkaufte sich bei den Dolbergern noch am besten. Gegen Gladbeck warf er neun Tore und zog etliche Fouls auf sich. Foto: Gummich

Die schöne Momentaufnahme mit der Tabellenführung ist genau das geblieben: eine Momentaufnahme, nicht mehr. Bei der Reserve des VfL Gladbeck 2 kassierten Dolberger Handballer die erste Saisonniederlage in der Landesliga. Und das auch noch völlig zurecht, denn die 22:27 (10:14)-Pleite hatte sich der SVE leider selbst zuzuschreiben.

„Wir haben dieses Spiel im Angriff verloren, weil wir da viel zu viele Fehler gemacht haben. Passfehler, Fangfehler, Fußfehler, Schrittfehler und öfter mal falsches Timing beim Kreuzen“, zählte Coach Andreas Schwartz die vielen kleinen Unzulänglichkeiten auf. „Dadurch haben wir allein in der ersten Hälfte neun Tempogegenstöße kassiert. Der Gegner hat das gnadenlos ausgenutzt“, so Schwartz.

Schade, denn im Positionsspiel hatte er eigentliche eine gute Deckung gesehen. Sogar eine sehr gute, was zu einer 4:1-Führung (8.) führte. Selbst als Gladbeck zum 6:6 ausglich (17.), hatte Schwartz deshalb ein gutes Gefühl. „Ich dachte wirklich, das kriegen wir hin“, gestand er. Doch zu den vielen Fehlern gesellten auch noch zu komplizierte Passagen bis zum Abschluss. „Wir meinten zu oft, noch den nächsten und übernächsten Pass spielen zu müssen, um dann fünf statt zwei Meter Platz zu haben“, sagte der Trainer. Einzige Ausnahme: der starke Tobias Lodenkemper (9/7). „Er hat sehr viele Fouls gezogen und die Siebenmeter verwandelt.“

Den 10:14-Rückstand zur Pause konnte die Eintracht auch in Hälfte zwei nicht mehr wirklich korrigieren. Die Niederlage war besiegelt, als die Kräfte zusehends schwanden und bei Gladbeck Jan Schmiemann immer öfter traf.

Ein Beinbruch war das alles für die junge Dolberger Truppe nicht. Aber die bekam zumindest einen Vorgeschmack darauf, dass sie sich in der Landesliga manches mal cleverer verhalten muss. „Und wir müssen beim nächsten Mal wieder einfacher spielen“, sagte Schwartz.

Dieses nächste Mal ist allerdings erst in zwei Wochen, denn am kommenden Wochenende ist die Dolberger Halle wegen des Oktoberfestes belegt.

– SVE Dolberg: Muer, Mächling – M. Weghake (2), Heißt, Arndt, Jan. Heickmann (2), Jak. Heickmann, P. Weghake, Johannwiemann (1), Krabus (3), Glaubitz (2), Lodenkemper (9/7), Heising (1), Supenkamp (2).

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