Handball: 3. Liga West
Wahnsinn hoch zwei - Ahlener SG gewinnt auch gegen SG Menden mit einem Tor

Ahlen -

Der Last-Minute-Siegtreffer von Dimitry Stukalin gegen TuS Spenge ist nicht zu toppen? Denkste! In einer verrückten Schlussphase wurde es zwischen der Ahlener SG und der SG Menden noch einmal richtig spannend. In einem Krimi mit Überlänge (bis 21.45 Uhr) hatte die Mannschaft von Sascha Bertow erneut das bessere Ende für sich. 27:26 (13:12) gewann sie die Partie.

Montag, 24.09.2018, 15:32 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 21.09.2018, 22:04 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 24.09.2018, 15:32 Uhr
Richtig zur Sache ging es zwischen der Ahlener SG und der SG Menden. Ahlens Dimitry Stukalin (Mitte) wird hier von Milan Weißbach (l.) und Matthias Zimny in die Mangel genommen.
Richtig zur Sache ging es zwischen der Ahlener SG und der SG Menden. Ahlens Dimitry Stukalin (Mitte) wird hier von Milan Weißbach (l.) und Matthias Zimny in die Mangel genommen. Foto: Rene Penno

Dass es am Ende so spannend werden würde, war am Anfang noch nicht abzusehen. Packend war die Drittliga-Begegnung aber von Beginn an. Die Ahlener SG schien gleich gut reinzukommen, führte mit 2:0 (6.) und 3:1 (8.). Menden aber glich wenig später erstmals durch Joshua Krechel (10.) aus und ging nur eine Minute darauf durch Sebastian Loss auch in Führung (3:4). Es entwickelte sich ein unheimlich schnelles und mitreißendes Handball-Spiel mit zwei Teams, die – so schien es – mit offenem Visier kämpften und das Gaspedal in den ersten 20 gleich voll durchdrückten.

Ständig wechselnde Führungen in Hälfte eins

Klar, dass die Zuschauer auf beiden Seiten in einer ziemlich vollen und lautstarken Friedrich-Ebert-Halle das goutierten, durften sie doch fast im Zwei-Minuten-Takt über wechselnde Führungen jubeln. 6:6 (16), 6:7 (18.), 8:7 (21.), 11:9 (26.) – da war richtig Pfeffer drin. Und auch wenn sich das vor der Pause noch nicht mal durch übermäßig viele Tore bemerkbar machte, war es doch eine extrem kurzweilige erste Hälfte.

In der schienen sich die Ahlener gegen Ende erstmals ein bisschen absetzen können, begünstigt auch durch deutlich mehr zugesprochene Siebenmeter. Doch dem 12:9 (26.) ließ die SG Menden Sekunden kurz vor der Pause den Anschlusstreffer zum 13:12 folgen. So leicht war den Sauerländer Wölfen doch nicht die Zähne zu ziehen.

Handball 3. Liga: Ahlener SG - SG Menden Sauerland Wölfe

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Blitzstart der ASG nach dem Seitenwechsel

Blitzstart der Ahlener dann in Hälfte zwei: Philipp Lemke und Thies Hülsbusch schraubten die Führung auf 15:12 hoch. Da war noch nicht mal eine Minute wieder gespielt worden. Dem bis dahin wohl schönsten Treffer der Begegnung stand allerdings der Pfosten im Weg: Nach feinem Kempa-Trick setzte der eingewechselte Nick Steffen den Ball an das Aluminium. Es wäre das 16:12 und damit zumindest ein Fingerzeig gewesen. Steffen machte kurz drauf aber das 17:13 nach erneutem Ballverlust der Gäste.

Die Ahlener profitierten nun von leichten und erzwungenen Fehlern, die sie effektiv auszunutzen wusste. 18:14 (36.) und 20:16 (42.) hießen die nächsten Zwischenstände. Doch immer noch war die Mannschaft von Trainer Micky Reiners nicht kleinzubekommen. Die arbeitete sich wieder bis auf zwei Tore (22:20) heran und zwang ASG-Coach Sascha Bertow zu einer Auszeit. Bis in die Schlussphase der Partie blieb es hochspannend. Angeführt von einem starken Kapitän Mattes Rogowoski, der zehn Minuten vor dem Ende alle seiner sieben Siebenmeter verwandelt und noch vier Tore aus dem Feld geworfen hatte (am Ende waren es ganze zwölf Treffer!), hielten die Hausherren eine knappe Führung, die zwischen zwei und vier Treffern pendelte.

Zwei Minuten wie ein Thriller

Zweieinhalb Minuten vor dem Ende der Höhepunkt der Spannung: Mendens Dominik Spannekrebs gelingt der Anschluss zum 27:26 und die SG holt sich gleich wieder den Ball. Erst hält Tesch gegen Sebastian Loos, dann kassiert Ferdi Hümmecke zwei Minuten und schließlich hält Tesch noch einmal gegen Spannekrebs!

30 Sekunden noch zu spielen. Die ASG im Angriff, Björn Wiegers holt einen Siebenmeter. Die Entscheidung? Nein! Denn der achte Versuch von Rogowski landet doch tatsächlich am Fuß von Keeper Johann Reitz und dann an der Decke. Die ASG ist zwar weiter in Ballbesitz, verliert das Spielgerät aber zehn Sekunden vor Schluss.

Das dicke Ende also? Auch nicht. Beim letzten Angriff rauschen Björn Wiegers und Spannekrebs heftig zusammen, Wiegers bekommt zwei Minuten und muss offenbar schwerer verletzt runter. Doch der Ausgleich gelingt den Gästen nicht mehr.

ASG: Tesch, Frochte - K. Wiegers, Stukalin, Bekston, Hümmecke, B. Wiegers, Hülsbusch - Rogowski, Lemke, Steffen, Fauteck

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