Fußball: Oberliga Westfalen
Christian Bitscho will bei RW Ahlen den Staubwedel schwingen

Ahlen -

Nur gut 48 Stunden nach seiner Amtseinführung wartet auf Christian Britscho bereits die erste Pflichtaufgabe. RW Ahlen empfängt am Freitagabend Westfalia Rhynern. Gerade mal zwei Trainingseinheiten blieben dem neuen Chefcoach, um seine Mannschaft auf die Aufgabe vorzubereiten.

Donnerstag, 18.10.2018, 15:26 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 11.10.2018, 16:28 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 15:26 Uhr
Was der wohl schon auf dem Zettel stehen hat? Christian Britscho ist seit Mittwoch neuer Coach von Rot-Weiß Ahlen. Noch am Abend leitete er sein erstes Training, am Freitag folgt das erste Spiel.
Was der wohl schon auf dem Zettel stehen hat? Christian Britscho ist seit Mittwoch neuer Coach von Rot-Weiß Ahlen. Noch am Abend leitete er sein erstes Training, am Freitag folgt das erste Spiel. Foto: Marc Kreisel

Unterstützung erhielt er dabei vom bisherigen Interimstrainer Angelo Daut. „Unser Hauptproblem ist ein defensives“, bringt Daut auf den Punkt, was Britscho schon anhand der Tabelle erkannt hat. Genau da möchte der neue Trainer als erstes ansetzen. Schon bei seiner Vorstellung kündigte er „offensiven und erfolgreichen Fußball“ an, um zu ergänzen, „aber das sagt ja jeder“.

Der Weg dahin ist entscheidend. Und den möchte der 48-Jährige auf seine Weise erreichen, einen Stil entwickeln. „Es wird harte Arbeit in den nächsten Wochen und Monaten, das kann ich den Jungs versprechen“, kündigt Britscho an. Zugleich werde er das Gespräch suchen. „Ich werde von jedem Spieler eine Meinung einholen.“

Fußball-Oberliga: 1. Einheit von RW Ahlens Trainer Christian Britscho

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  • Fußball-Oberliga: 1. Einheit von RW Ahlens Trainer Christian Britscho Foto: Marc Kreisel
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Bitscho beschreibt sich als detailversessen

Wichtig sei, das Personal und dessen Befindlichkeiten zu erspüren, sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, wo die Stärken liegen und an welcher Stelle der Schuh drückt. Bis auf Roman Zengin, den er bereits beim VfL Bochum betreute, kannte Britscho vorher keinen Spieler persönlich. Im Training wolle er eine gewisse Bereitschaft sehen, mit dem Ball zu arbeiten. „Ich bin teilweise total detailversessen. Denn Kleinigkeiten machen den Unterschied aus“, unterstreicht der RWA-Trainer. Seinen Ideen und Vorstellungen möchte er schon bald Konturen verleihen.

Verschüttetes Potenzial glaubt er jetzt schon zu erkennen. „Einiges müssen wir wieder entstauben“, kündigt Britscho an. Dann kommt es schon wieder zur Oberfläche und wird auch im Spiel sichtbar, so seine Hoffnung.

Causa Yilmaz wird intern besprochen

Eine seiner Aufgaben ist auch der Umgang mit dominanten Charakteren, insbesondere mit Cihan Yilmaz. Der Leitwolf hatte unlängst via Pressebericht in der Öffentlichkeit massiv gegen Michael Schrank nachgetreten. Er bezeichnete den Ex-Coach unter anderem als „Gurkentrainer“ und schloss in seine Kritik indirekt auch die Entscheidungen der Führungsebene mit ein, die er als „plan- und ratlos“ wahrnehme.

„Dieses Thema wird intern besprochen, wir werden das klären“, kündigte Vorsitzender Dirk Neuhaus an. Zu möglichen Konsequenzen für Yilmaz schwieg er sich aus. Eine Sanktion des Spielers – in welcher Form auch immer – ist wahrscheinlich.

Auch gegen Tabellendritten nicht nur mauern

Die Causa Yilmaz gehen die Rot-Weißen aber vermutlich sehr viel defensiver an als das Heimspiel gegen Rhynern. Obwohl mit der Westfalia der Tabellendritte anreist, verspricht Christian Britscho: „Wir werden nicht unseren Mannschaftsbus vors Tor stellen, um Gegentore zu verhindern.“

Er sei zwar unvoreingenommen, aber nicht unvorbereitet an der August-Kirchner-Straße aufgekreuzt. „Ich habe mir Informationen über mein Netzwerk eingeholt und die gleiche ich nun mit dem ab, was ich im Training sehe“, sagt Britscho. Sein erster Eindruck: „Das sind gute Zocker. Wenn man das künftig mit guter Absicherung verbindet, kann was entstehen.“

Anstoß: Freitag, 19.30 Uhr; Wersestadion

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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