Fußball-Kreisliga A Beckum: Vorschau auf den 10. Spieltag
Westfalia Vorhelm und SuS Enniger sind einander nah wie selten

Ahlen -

Zuletzt ging es immer nur um die Höhe des Sieges. SuS Enniger war in den vergangenen Spielzeiten einfach kein ebenbürtiger Gegner für A-Ligist Westfalia Vorhelm. Nun aber sind die Ennigeraner wiedererstarkt. Das Derby der beiden Orts- und Tabellennachbarn an diesem Wochenende dürfte deshalb so heiß geführt werden wie lange nicht.

Samstag, 13.10.2018, 11:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 11:00 Uhr
Erkennbar gute Laune haben Westfalia Vorhelm Julian Müller (l.) und Philipp Woestmann. Die TuS ist seit vier Partien ungeschlagen. Ob das auch im Derby gegen SuS Enniger so bleibt? Die Gäste sind deutlich stärker als in den Vorjahren.
Erkennbar gute Laune haben Westfalia Vorhelm Julian Müller (l.) und Philipp Woestmann. Die TuS ist seit vier Partien ungeschlagen. Ob das auch im Derby gegen SuS Enniger so bleibt? Die Gäste sind deutlich stärker als in den Vorjahren. Foto: Lars Gummich

Keine fünf Minuten benötigt man mit dem Auto, um von Vorhelm nach Enniger zu gelangen. Das ist wenig verwunderlich: Schließlich beträgt die Distanz zwischen den beiden benachbarten Dörfern nicht einmal vier Kilometer. Noch näher sind sich beide Mannschaften derzeit in der Tabelle der Kreisliga A. Dort trennt lediglich ein mickriger Punkt die beiden Erzrivalen, die nun am Sonntag im Derby aufeinandertreffen.

„Das wird wie immer ein heißes Spiel“, freut sich Peter Rosendahl, Trainer bei den Gästen aus Enniger, auf die Partie der beiden doppelten Nachbarn. „Die Mannschaft hat Bock und wir reisen zum ersten Mal seit einigen Jahren ohne den Druck an, unbedingt gewinnen zu müssen, um Punkte im Abstiegskampf zu sammeln“, ergänzt der Übungsleiter.

Denn die Ennigeraner sind nach zuletzt zwei sehr schwachen Spielzeiten (15. Platz in 2017/18 und 14. Platz in 16/17) hervorragend in diese Saison gestartet, haben bereits 14 Punkte gesammelt und rangieren mehr als verdient auf dem siebten Platz.

Auch ein überraschender 2:1-Erfolg über Fortuna Walstedde vor einigen Wochen unterstreicht das Wiedererstarken des SuS, der zuletzt Vorwärts Ahlen mit 2:1 besiegte und davor mit 3:2 über die SpVg Oelde triumphierte. „Wir haben uns fußballerisch gut verstärkt und bilden endlich wieder eine Einheit“, benennt Rosendahl die Gründe für den derzeitigen Erfolg. Dennoch sieht er die gastgebenden Vorhelmer immer noch als Favoriten.

Dem würde sein Gegenüber, Oliver Glöden, nur bedingt zustimmen. „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“, ist sich der Trainer des Tabellensechsten sicher. „In den letzten zwei Jahren musste man sich oft nur die Frage stellen, wie hoch wir gewinnen. Diese Saison hat sich Enniger bis jetzt sehr positiv präsentiert“, weiß der TuS-Coach. Zudem schwächelt momentan die Vorhelmer Offensivabteilung, die zu viele gute Chancen liegen lässt. „Wir arbeiten daran“, lässt Glöden wissen.

Gut habe ihm dagegen gefallen, dass seine seit vier Partien ungeschlagene Truppe zuletzt beim 0:0 in Wadersloh und beim 5:0-Erfolg über Aramäer Ahlen jeweils zu Null gespielt habe. Außerdem hebt der Übungsleiter die gute Trainingsbeteiligung hervor. „Ich würde ja sagen, das liegt am Derby, aber das ist bereits seit zwei Wochen so“, freut sich Glöden.

Sein kompletter Kader steht ihm am Sonntag trotzdem nicht zur Verfügung. Christian Gerdhenrich weilt im Urlaub. Zudem sind Johannes Kraskes und Dominik Bergedieck angeschlagen. Bei Enniger sind dagegen voraussichtlich alle Mann an Bord.

Sonntag, 15 Uhr; Vorhelm

Emre Demir (r.) von Aramäer Ahlen

Emre Demir (r.) von Aramäer Ahlen Foto: Lars Gummich

Roland Beckum II – Aramäer Ahlen

Aramäer-Übungsleiter Christian Maschinski liegt die (O-Ton) „dämliche“ 2:3-Pleite gegen Germania Lette aus der Vorwoche noch quer im Magen: Sein Team verspielte in Überzahl eine Führung und verlor am Ende sogar noch. Jetzt gastieren die elftplatzierten Ahlener am Sonntag bei der Reserve des SC Roland – zugleich mit einem Punkt weniger ein direkter Tabellennachbar, der allerdings zuletzt drei Niederlagen in Folge eingefahren hat. „Da sind wir in der Pflicht, drei Zähler zu holen. Wir wollen uns mal wieder vernünftig präsentieren“, sagt Maschinski. Dennoch stehen die Aramäer-Kicker vor einer schwierigen Aufgabe, sieht die Personalsituation doch alles andere als rosig aus. Maschinski muss neben den gesperrten Michele Heitkötter und Jan Kleinickel auf Philip Erlei, Maik Fohrmann, Recep Tas, David Sari, Mathias Rumanes und Dennis Jeball verzichten.

Sonntag, 15 Uhr; Roland

Benjamin Türkoglu von Vorwärts Ahlen

Benjamin Türkoglu von Vorwärts Ahlen Foto: Marc Kreisel

Vorwärts Ahlen – SpVg Oelde

So richtig in Schwung gekommen sind die Ahlener in dieser Saison noch nicht: Zu unbeständig ist die Leistung des Vizemeisters, der immer noch mit einer eklatanten Abschlussschwäche vor dem gegnerischen Gehäuse zu kämpfen hat. In der Vorwoche musste sich die Mannschaft von Trainer Wolfgang Holtz mit 1:2 in Enniger geschlagen geben. Nur drei Tage vorher schied der Drittletzte gegen Walstedde aus dem Pokal aus. Nun wollen die Vorwärts-Kicker gegen den Tabellenzehnten eine Reaktion zeigen. Oelde ist dabei allerdings nicht zu unterschätzen, feierten die Gäste doch zuletzt einen 2:0-Erfolg über Stromberg. Zudem fügten die Oelder dem Spitzenreiter Liesborn vor wenigen Wochen die bisher einzige Niederlage zu. Die Holtz-Truppe sollte also gewarnt sein.

Sonntag, 15 Uhr; Lindensportplatz

Florian Diwisch von der Ahlener SG

Florian Diwisch von der Ahlener SG Foto: Marc Kreisel

Ahlener SG – SV Benteler

Mal wieder kamen die Fußballer der Ahlener SG in der Vorwoche unter die Räder: Bei Fortuna Walstedde verloren die Schützlinge von Trainer Peter Kriesche mit 0:9. Nun gastiert mit dem SV Benteler der Vorletzte beim immer noch punktlosen Schlusslicht. „Wir werden versuchen, das Spiel so gut wie möglich zu gestalten“, berichtet der ASG-Coach, der seine Spieler mit einer Vorgabe, unbedingt einen Punkt holen zu müssen, nicht unnötig unter Druck setzen möchte. „Der Spaß am Fußball steht im Vordergrund. Wenn wir dann noch punkten, wäre es umso besser“, so Kriesche weiter. Der Übungsleiter kann auf 13 Akteure zurückgreifen. Etwas Verstärkung kommt zudem wohl wie zuletzt von den Alten Herren. Verzichten muss der Trainer auf Kevin Kilian, Florian Diwisch und Emre Gülünoglu.

Sonntag, 15 Uhr; Sportpark Nord

Samet Maskar von ASK Ahlen

Samet Maskar von ASK Ahlen Foto: Marc Kreisel

SV Neubeckum – ASK Ahlen

Eine schwere Aufgabe haben die ASK-Kicker am Sonntag vor der Brust. Das Team von Coach Serkan Aldemir gastiert beim Tabellendritten SV Neubeckum, der erst eine Niederlage in dieser Spielzeit hinnehmen musste. „Die sind offensiv und defensiv sehr stark“, weiß auch der Übungsleiter. „Wir haben aber die Ambition, oben mitspielen zu wollen. Wir werden deswegen alles dafür tun, um zu gewinnen“, verspricht Aldemir. Dessen Elf startete zuletzt ebenfalls eine kleine Serie und holte in der Liga zwei Siege in Folge – 2:0 gegen Roland 2 und 4:0 gegen Lette. Fehlen werden am Sonntag Samet Maskar, Behcet Gemec und Ismail Colak. „Wir werden uns aber trotzdem nicht verstecken“, sagt der Coach.

Sonntag, 15 Uhr; Neubeckum

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