Fußball: Kreisliga A Beckum – Ergebnisse des 10. Spieltags
Westfalia Vorhelm verpasst SuS Enniger K.o. in der Nachspielzeit

Ahlen -

Was für ein Derby. Westfalia Vorhelm hat gegen SuS Enniger noch einen 0:2-Rückstand umgebogen. Der ewige Rivale aus dem Nachbardorf hatte zuvor allerdings auch unfassbar großes Pech gehabt.

Montag, 15.10.2018, 16:50 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 18:52 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 15.10.2018, 16:50 Uhr
Völlig losgelöst feierten Vorhelms Philipp Woestmann, Julian Müller, Dominik Bergedieck und Robin Strob (von links) den späten Siegtreffer ihrer Mannschaft gegen SuS Enniger.
Völlig losgelöst feierten Vorhelms Philipp Woestmann, Julian Müller, Dominik Bergedieck und Robin Strob (von links) den späten Siegtreffer ihrer Mannschaft gegen SuS Enniger. Foto: Marc Kreisel

Es gibt Siege, die schmecken besonders süß. Ein solcher war das 3:2 der Vorhelmer Westfalia gegen den ewigen Rivalen SuS Enniger. Dabei war es der Elf von Oliver Glöden nicht nur gelungen, einen zwischenzeitlichen 0:2-Rückstand auszugleichen.

Sie verpasste ihrem ungeliebten Kontrahenten auch noch in der Nachspielzeit den K.o., was den Vorsitzenden Peter Wiethaup dazu veranlasste, das Endergebnis gleich mehrfach über die Lautsprecheranlage durchzusagen.

Unfassbares Verletzungspech

Aber auch vor der Vorstellung der Gäste aus Enniger durfte man anerkennend den Hut ziehen, da das Team von Peter Rosendahl die Begegnung verletzungsbedingt nur mit neun Spielern beendete. „Wir hatten einfach Pech“, bilanzierte der Übungsleiter des SuS.

Fußball-Kreisliga A: Westfalia Vorhelm – SuS Enniger 3:2

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  • Fußball-Kreisliga A: Westfalia Vorhelm – SuS Enniger Foto: Marc Kreisel

„Donnerstag waren noch alle Mann an Bord. Vor dem Spiel fallen dann plötzlich Marc Jüttemeier und Dennis Rinke aus und während der 90 Minuten verletzen sich Jan Meier , Patrick Aden und Lars Muckermann“, erzählte Rosendahl geknickt. Der Coach, der das kämpferische Auftreten seiner Truppe hervorhob, war sich sicher: „Mit elf Mann hätten wir hier heute nicht verloren. Den Jungs kann man aber keinen Vorwurf machen.“

Unbedingter Siegeswille

Tristan Müller (7.) und Louis Joselin Diehl (9.) hatten die Gäste mit einem Doppelschlag schnell in Führung gebracht. Die Vorhelmer zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt und drehten danach richtig auf. „Die Gegentore waren ziemlich dämlich. Aber wir haben uns nach dem Rückstand kurz geschüttelt und dann unser Spiel durchgezogen“, berichtete Westfalia-Coach Oliver Glöden. Philipp Woestmann (23.) und Davin Wöstmann (45.+1) nutzten zwei der vielen Möglichkeiten und stellten den 2:2-Pausenstand her.

Danach plätscherte die Partie vor sich hin – vor allem auch, weil Enniger durch die personelle Situation defensiver agieren musste. „Wir haben 30 Minuten zu zehnt und zum Schluss zu neunt gespielt. Logisch, dass wir vorne kein Feuerwerk mehr abliefern konnten“, erklärte Rosendahl.

Der Lucky-Punch aus Vorhelmer Sicht gelang in der zweiten Minute der Nachspielzeit dann dem kurz zuvor eingewechselten Julian Müller per Kopf. „Wir wollten unbedingt gewinnen. Das rechne ich der Mannschaft hoch an“, lobte Oliver Glöden. „Im Derby werden Kräfte mobilisiert, die man sonst nicht hat oder von denen man noch nicht einmal weiß, dass man sie hat. Heute mit einem glücklicheren Ende für uns.“

Vorhelm: Schulze Wettendorf – Lökes (69. Strob), Lüning, Kraskes, Schmitz, Schmidt, Woestmann, Pörschke (85. Müller), Kaldewei (54. Braun), Wöstmann, Bergedieck

Enniger: Lohmann – Feld, Meier, Muckermann (71. Aden), Hanskötter, Hilgensloh, Baxheinrich, Steltig, Florio, Diehl (46. Reschetnik), Müller (69. Garbe)

Die weiteren Begegnungen im Überblick:

Westfalen Liesborn – Fortuna Walstedde 4:3

Drei Mal geführt, drei Mal den Ausgleich kassiert und dann sogar noch verloren: Die Walstedder lieferten beim Gipfeltreffen mit Spitzenreiter Liesborn zwar eine tolle Vorstellung ab, hatten am Ende durch einen ganz späten Gegentreffer durch Frederik Holtmann (90.+4) doch das Nachsehen. Zuvor hatten Nicolas Rosendahl (6.), Marcel Brillowski (23.) und Robin Lange (42.) den Tabellenzweiten jeweils in Führung geschossen. Roman Nölle (19., 70.) und Rene Wessels (28.) egalisierten aber immer wieder für den Tabellenführer, der nun auf sieben Punkte davon gezogen ist. „Im Fußball ist alles möglich. Klar, sind wir jetzt in einer unschönen Ausgangssituation, aber entschieden ist noch gar nichts“, gibt sich der Fortuna-Trainer Eddy Chart weiter kämpferisch.

SC Roland Beckum II – Aramäer Ahlen 4:5

Ein wahres Offensivspektakel lieferten die beiden Tabellennachbarn ab – mit einem besseren Ausgang für die stark kämpfenden Gäste, die nach zuletzt zwei Niederlagen gegen Lette und Vorhelm nun wieder jubeln durften. „Das war eine Achterbahnfahrt der Gefühle“, sagte Aramäer-Coach Christian Maschinski, dem insgesamt 13 Akteure fehlten. Patrick Oechtering hatte die Gastgeber in Front geschossen (20.), Stefan Wegmann (41./Strafstoß) und Pascal Schomaker (44.) drehten noch vor der Pause die Partie. Christoph Drube besorgte zwar nach dem Seitenwechsel den Ausgleich (56.), allerdings erzielte Schomaker die erneute Ahlener Führung (61.). Die hielt keine zehn Minuten: Vesko Hamidovic glich wieder für den Zwölften aus (72.). Die Ahlener setzten dann aber noch zwei Tore drauf und holten sich durch Mustan Mutlu (75./88.) den Sieg. Hamidovics erneuter Anschlusstreffer kam zu spät (90.+3).

Germania Lette – TuS Wadersloh 1:0

Lange sah es nach einem torlosen Remis zwischen den beiden tabellarischen Nachbarn aus. Doch Dennis Brinkhaus erlöste die Gastgeber mit seinem Treffer in der ersten Minute der Nachspielzeit und sorgte für den zweiten Sieg in Folge. Die Wadersloher haben nun seit drei Spielen nicht mehr gewonnen.

Vorwärts Ahlen – SpVg Oelde 1:4

„Das ist eine Katastrophe, dass man so ein Spiel verliert“, schimpfte Vorwärts-Coach Wolfgang Holtz nach der zweiten Niederlage in Folge. Der Trainer haderte vor allem mit den aus seiner Sicht sehr fragwürdigen Entscheidungen des Unparteiischen, die letztendlich zu allen Gegentreffern geführt hätten. „Die Mannschaft hat das nicht verdient. Eigentlich hatten wir das Geschehen voll im Griff“, so Holtz weiter. Petrus Tarambuskas hatte die Ahlener in Führung geschossen (53.). Der Ausgleich fiel nur vier Minuten später durch Jan Baum (57.). Baum legte unmittelbar vor Schluss noch zwei weitere Treffer drauf (89./ 90.). Zudem traf Julius Niebusch für die Gäste (79.). Chancen, um das Spiel vorher zugunsten der Gastgeber zu entscheiden, ließen Moritz Lüdemann, Tim Popil und Alexander Schmidt ungenutzt. Leo Maschke sah außerdem die Ampelkarte (90.).

Germania Stromberg – RW Vellern 3:0

Eine überraschend deutliche Niederlage musste der Aufsteiger aus Vellern in Stromberg hinnehmen. Daniel Swierczek (38.), Steven David James (56.) und Leon Spiekermann (87.) trafen für die Germania.

Ahlener SG – SV Benteler 1:4

Auch gegen den Vorletzten aus Benteler musste die Ahlener SG Federn lassen und kassierten ihre zehnte Pleite im zehnten Spiel. Peter Kaschel (5./34.) sorgte für eine 2:0-Pausenführung der Gäste. Nach dem Seitenwechsel waren dann noch Matthias Kaschel (47.) und Tobias Helmschrott (87.) erfolgreich. Jonas Wirz traf zwischenzeitlich zum 1:3 (61.) für die Ahlener, die die Partie nach einer Ampelkarte (73.) nur zu zehnt beendeten,. Zudem sah ein Gäste-Akteur ebenfalls die Gelb-Rot (68.).

SV Neubeckum – ASK Ahlen 4:0

Chancenlos war ASK beim Tabellendritten aus Neubeckum. „Wir waren gar nicht richtig auf dem Platz. Das Spiel ging dementsprechend die ganze Zeit in nur eine Richtung“, ärgerte sich ASK-Übungsleiter Serkan Aldemir. Nach dem Doppelschlag von Bengt Pfeiffer (18.) per Elfmeter und Daniel Schaschkewitz (22.) sei die Partie bereits entschieden gewesen. Nach der Pause schraubten Agim Xhoxhaj (48.) und Damian Piossek (55.) das Ergebnis in die Höhe. Kurz vor Schluss kam es dann noch bitterer für die Gäste: Sinan Okan sah wegen Meckerns die Gelb-Rote Karte (82.).

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