Taekwondo
Marc Lenkewitz gibt alles für den Olympia-Traum von Paris 2024

Ahlen -

Marc Lenkewitz hat einen Traum. Er möchte zu den Olympischen Spielen 2024. Sechs Jahre bleiben dem Ahlener Kampfsportler, um sein Ziel zu erreichen. Der Weg dahin ist steinig. Aber jetzt geht der 19-Jährige endgültig in die Offensive.

Donnerstag, 18.10.2018, 14:40 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 18.10.2018, 14:33 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 18.10.2018, 14:40 Uhr
Für sein Ziel, die Olympischen Spiele 2024 in Paris, muss sich Marc Lenkewitz in jeder Form strecken.
Für sein Ziel, die Olympischen Spiele 2024 in Paris, muss sich Marc Lenkewitz in jeder Form strecken. Foto: René Penno

Taekwondo betreibt er schon eine ganze Weile. Und das sehr erfolgreich. Längst ist die koreanische Kampfkunst mehr als nur ein Hobby. Für Marc Lenkewitz ist sie mindestens Passion, auf jeden Fall Lebensinhalt Nummer eins.

Nun möchte der 19-jährige Ahlener den nächsten Schritt gehen. Er möchte Taekwondo so professionell wie nur irgendmöglich betreiben. „Ich habe gemerkt: Du hast das Potenzial, du kannst das“, sagt der Blondschopf selbstbewusst. Dazu hat er einige Veränderungen angestoßen.

Neuer Trainer mit ganzheitlichem Ansatz

Er ist von seinem Heimatverein Satori Ahlen zum AC Ückerath gewechselt. Obendrein hat er seine gesamte Trainingskonzeption auf den Prüfstand gestellt – und entsprechend optimiert. Sein bisheriger Trainer Jörg Krieter ist künftig sein persönlicher Manager. Sein neuer Trainer ist Meinolf Lüttecken, der einen ganzheitlichen Ansatz verfolgt.

Von Meinolf Lüttecken (rechts) kann Marc Lenkewitz noch viel lernen.

Von Meinolf Lüttecken (rechts) kann Marc Lenkewitz noch viel lernen. Foto: Satori Ahlen

Lüttecken, mit seinen 70 Lenzen und WM-Silber aus Seoul von 1975, ist ein Routinier, von dem Lenkewitz auf vielfältige Weise profitieren kann. Er tüftelt die Trainingspläne des Ahleners aus, verpasst ihm neuerdings auch Mentaltraining und geht mit ihm in die Videoanalyse. „Früher habe ich das alles in Eigenregie gemacht“, berichtet Lenkewitz. Nun hat er genaue Vorgaben, an die er sich halten muss. „Man quält sich ganz anders durch, wenn man weiß, was und wofür man es machen muss“, sagt Lenkewitz.

Nur noch eine Stufe bis zum Olympiakader

Das Ziel ist klar: Er möchte das nächste (Leistungs-)Level erreichen. Dabei unterstützt ihn auch sein Arbeitgeber, der den Zimmermann bis zu dreimal pro Woche vormittags fürs Training freistellt. Beruf, Alltag, Ernährung, Sport – alles wird einem festen Ziel untergeordnet: Den Olympischen Spielen 2024 in Paris.

Momentan zählt Lenkewitz zum Perspektivkader der Deutschen Nationalmannschaft von Bundestrainer Marco Scheiterbauer. Damit ist es nur noch eine Stufe bis zum Olympiakader. „Das heißt schon was, da kommt nicht jeder Hans und Franz rein“, stellt Lenkewitz klar.

Zwischenziel: WM in Manchester

Sechs Jahre bleiben ihm bis Paris. Den Weg dorthin möchte er mit Zwischenzielen pflastern. Bereits Ende Oktober warten die Serbian Open, Mitte November dann die U21-EM in Warschau. Die wichtigste Zwischenetappe aber ist die Weltmeisterschaft 2019 in Manchester. Dafür muss er sich mittels eines Punktesystems qualifizieren. Jede Teilnahme an einem internationalen Wettkampf und jeder Sieg bringen ihm wertvolle Credits, die in dieses Punktesystem einfließen.

Also muss der Ahlener in den nächsten Monaten wieder viel reisen. „All das geht nicht ohne Sponsoren. Ich kann das nicht alles selbst finanzieren“, gesteht der Dan-Träger. Flüge, Unterkünfte, Startgebühren, Materialverschleiß – der Weg zum Profi kostet nicht nur viel Schweiß, sondern auch eine ordentliche Stange Geld.

Offensive Sponsorensuche

Zu seinem Glück unterstützt ihn die Sportstiftung NRW in Köln mit Fördermitteln. Die allein jedoch reichen für die geplanten Maßnahmen nicht aus. Deshalb macht es Lenkewitz wie im Wettkampf – er geht in die Offensive. Um seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen hat der Taekwondoin nun jeweils ein offizielles Profil bei Facebook und einen Account bei Instagram. Darüber hinaus hat er knapp 50 Betriebe in Ahlen persönlich, zudem 80 bis 90 weitere in der Region per E-Mail angeschrieben.

In einer Mappe hat Lenkewitz seine Vita und seine sportlichen Erfolge zusammengefasst und wirbt bei den Unternehmern seiner Heimatstadt um finanzielle Unterstützung für sein Olympia-Projekt. Im Gegenzug bietet er ihnen an, auf den Social-Media-Kanälen für die Betriebe zu werben und auf Turnieren Outfits seiner Sponsoren zu tragen. Das soll wiederum deren Bekanntheitsgrad erhöhen. Auch ein gemeinsames Training könne er sich vorstellen. „Ich bin für jeden Vorschlag offen“, sagt Lenkewitz. Erste positive Rückmeldungen sind inzwischen eingegangen. Doch es braucht noch etwas mehr Unterstützung, damit der Traum von Paris auch Wirklichkeit werden kann.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6130099?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung
Die fristlose Kündigung des früheren Verwaltungsleiters des NRW-Landgestüts in Warendorf ist rechtmäßig. Der Ex-Verwaltungschef verliert alle Ansprüche auf eine Abfindung.
Nachrichten-Ticker