Fußball-Kreisliga A Beckum. Ergebnisse des 12. Spieltags
Souverän rehabilitiert: Westfalia schlägt Verfolger Oelde mit 3:1

Vorhelm -

Da blitzte er wieder auf, dieser unbedingte Vorhelmer Siegeswille. Denn die Westfalia rehabilitierte sich mit einer engagierten Leistung gegen die SpVg Oelde von der 3:5-Klatsche gegen Vorwärts Ahlen und machte durch den 3:1-Erfolg (2:0) die zuletzt von Übungsleiter Oliver Glöden als „unterirdisch“ und „mutlos“ bezeichnete Vorstellung schnell wieder vergessen.

Sonntag, 28.10.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 28.10.2018, 21:00 Uhr
Das war wieder deutlich besser: Julian Müller (vorne links) und Westfalia Vorhelm rehabilitierten sich eine Woche nach der Schlappe gegen Vorwärts. Einem Tor aus dem Mittelkreis von Müller wurde jedoch die Anerkennung versagt.
Das war wieder deutlich besser: Julian Müller (vorne links) und Westfalia Vorhelm rehabilitierten sich eine Woche nach der Schlappe gegen Vorwärts. Einem Tor aus dem Mittelkreis von Müller wurde jedoch die Anerkennung versagt. Foto: Marc Kreisel

„Wir haben das Spiel heute souverän runtergespielt“, zeigte sich Glöden nach der Begegnung mit dem Tabellensechsten zufrieden. „Der Siegeswille und eine nötige Abgeklärtheit haben uns heute zum Erfolg geführt. Wir waren über 90 Minuten bemüht, zu gewinnen“, ergänzte der Coach.

Die Hausherren starteten ordentlich in die Partie, benötigten für die Führung aber doch etwas Schützenhilfe von den Gästen, die zuvor seit drei Spielen ungeschlagen waren. Als der Oelder Mathies Winkelmann dann aber den Ball in sein eigenes Gehäuse verfrachtet hatte (21.), legte Lennart Pörschke schnell mit dem zweiten Treffer nach (30.).

Ein weiteres Tor von Julian Müller, der aus dem Mittelkreis einfach mal drauf hielt, wurde von Schiedsrichter Maximilian Karsch zurückgepfiffen. „Meiner Ansicht nach war der drin und mein Trainerkollege Martin Hanskötter hat das auch so gesehen“, so Glöden. Sei´s drum: Nach dem Seitenwechsel erhöhte Davin Wöstmann per Strafstoß schnell auf 3:0. Danach versuchten die Vorhelmer weiter mutig nach vorne zu spielen.

Der Glöden-Elf mangelte es aber oft an der nötigen Durchschlagskraft. „Ein, zwei Mal sind wir bis zur Grundlinie gekommen. Etwas Zählbares ist bei den Versuchen allerdings nicht herausgesprungen“, so der TuS-Übungsleiter. Hinzu seien einige fragwürdige Abseitsentscheidungen gekommen. Eine gute Möglichkeit ließ außerdem Davin Wöstmann liegen, als ihm seine Nerven versagten und er einen weiteren Elfmeter verschoss.

Die Gäste kamen ihrerseits durch einen von Torjäger Jan Baum verwandelten Strafstoß zum Anschlusstreffer (71.), traten ansonsten aber kaum in Erscheinung. „Das Gegentor ärgert mich ein bisschen. Für mich war die Situation, die zum Elfmeter führte, eigentlich nur ein Pressball“, meinte Glöden. Nach einer Notbremse an Davin Wöstmann beendeten die Oelder die Partie zudem mit einem Akteur weniger (80.).

Westfalia Vorhelm: Reinke – Lökes, Kraskes, Kaldewei (77. Paul), Schmidt, Woestmann, Müller (83. Brehe), Strob (86. Papenfort), Pörschke, Gerdhenrich, Wöstmann

SC Roland Beckum II – SuS Enniger 3:2

Nach sechs Spielen ohne Erfolg verließ der Tabellenzwölfte das Spielfeld mal wieder als Sieger. Die frühe Führung der Gäste durch Lukas Baxheinrich (13.) drehten die Gastgeber durch Treffer von Niklas Szeleschus (30.) und Christoph Drube (37./Strafstoß) sowie ein Eigentor von Lysander Kraskes (34.) innerhalb von sieben Minuten zu einer 3:1-Pausenführung. Tristan Müller verkürzte zwar kurz nach Wiederanpfiff (47.). Am Ende reichte es für Enniger, das die Partie nur zu zehnt beendete (81.), aber nicht zum Punktgewinn.

Alexander Klockenbusch von Vorwärts Ahlen

Alexander Klockenbusch von Vorwärts Ahlen Foto: Marc Kreisel

Germania Lette – Vorwärts Ahlen 1:4

So kann es weitergehen: Auch im zweiten Spiel unter der Regie von Interimscoach Michael Ross holten die Ahlener drei Punkte und sprangen auf den 13. Tabellenplatz. Dabei war die Partie nicht so deutlich, wie es das Ergebnis vermuten lässt. Die frühere Führung durch Alexander Klockenbusch (4.) egalisierte Dennis Brinkhaus nur sechs Minuten später. „Wir haben im ersten Durchgang keinen richtigen Zugriff im Mittelfeld bekommen und Lette kam durch Pässe in die Schnittstelle immer wieder gefährlich vor unser Tor“, erzählte Ross nach dem Abpfiff. Hinzu sei starker Gegenwind gekommen. Nach der Pause standen die Vorwärts-Kicker dann aber gestaffelter und machten durch Fabrizio Nieddu (48.) und erneut Alexander Klockenbusch (73., 82.) alles klar.

RW Vellern – Fortuna Walstedde 3:4

Die Walstedder bewiesen beim Aufsteiger mal wieder eine außerordentliche Moral und drehten einen 1:3-Rückstand innerhalb zwölf Minuten durch Treffer von Nicolas Rosendahl (78., 85.) und Kai Eckert (89.) noch zu einem Erfolg. Zuvor hatten Stefan Ahrens (17.), Niklas Dulisch (23.) und Alexander Ahrens (71.) für die Gastgeber getroffen. Der Fortune Danijel Livaja besorgte das zwischenzeitliche 1:2 (25.).

Germania Stromberg – SV Benteler 2:2

Rouven Döring brachte die Gäste mit seinem Treffer früh in Führung (9.). Mit einem Doppelschlag drehte Leon Spiekermann aber in nur zwei Minuten (36., 38.) die Partie. Nach dem Seitenwechsel besorgte Tobias Helmschrott den Ausgleich (74.) für den Tabellenvorletzten. Danach fielen auf beiden Seiten keine Tore mehr. Allerdings beendeten die Gäste das Spiel nach einer Ampelkarte nur zu zehnt.

Abdoulaye Ciss von ASK Ahlen

Abdoulaye Ciss von ASK Ahlen Foto: Marc Kreisel

Westfalen Liesborn – ASK Ahlen 1:2

„Im Fußball ist alles möglich. Man muss nur wollen.“ Diese Aussage tätigte ASK-Trainer Serkan Aldemir am Donnerstag vor dem Duell mit dem Spitzenreiter aus Liesborn. Am Ende nahm ihn seine hochmotivierte Truppe beim Wort und überrumpelte den Tabellenführer, der zuvor nur einmal verloren hatte, durch Treffer von Sinan Okan (54.) und Abdoulaye Ciss (59.) mit 2:1. Für Liesborn kam der Anschlusstreffer durch Rene Wessels zu spät (86.). „Alles, was wir vorher trainiert hatten, wurde eins zu eins umgesetzt“, lobte „ein total zufriedener“ Aldemir seine Mannschaft. Hinzu sei noch eine hervorragende taktische Umsetzung seines Teams gekommen. Nur die Torausbeute war angesichts mehrerer aussichtsreicher Chancen von Sinan Okan, Engin Bak, Hasan Keskin und Hakan Cetinkilic nicht optimal.

Habib Sasmaz von Aramäer Ahlen

Habib Sasmaz von Aramäer Ahlen Foto: Marc Kreisel

Ahlener SG – Aramäer Ahlen 0:9

„Im Großen und Ganzen bin ich mit der Leistung heute zufrieden. Nur ein paar mehr Tore hätten es am Ende sein können“, bilanzierte Aramäer-Co-Trainer Habib Sasmaz, der den im Krankenhaus weilenden Coach Christian Maschinski an der Seitenlinie vertrat. Pascal Schomaker (14.), Maik Fohrmann (28., 60.), Mustan Mutlu (44., 72., 83.), Dominik Gollnisch Garcia (71.) und Nicolas Karagün (73.) steuerten die Treffer zum Kantersieg gegen das weiterhin punktlose Schlusslicht bei. Hinzu kam noch ein Eigentor von Akin Demirci (21.). „Im Rahmen unserer Möglichkeiten war das heute in Ordnung“, resümierte ASG-Übungsleiter Peter Kriesche. Das Ergebnis sei zwar eindeutig gewesen, er habe aber phasenweise gute Ansätze gesehen. „Wir spielen aber immer noch eine Klasse zu hoch“, ergänzte der Trainer gewohnt ehrlich.

SV Neubeckum – TuS Wadersloh 4:1

Durch die Niederlage von Spitzenreiter Liesborn und durch den eigenen Erfolg gegen den Tabellenneunten verkürzten die Gastgeber den Abstand zum ersten Platz auf nur einen Zähler. Dabei bewiesen die Neubeckumer gute Moral und drehten den Rückstand – für Wadersloh traf Johannes Kleinediekmann (11.) – in der zweiten Hälfte durch Richard Beil (49.), Sean Barth (54.), Damian Piossek (85.) und Agim Xhoxhaj (88.) noch zu einem Erfolg.

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