Handball: 3. Liga West
Muss ja irgendwie: Ahlener SG ersatzgeschwächt bei SG VTB/Altjührden

Ahlen -

Ein Blick auf das Punktekonto müsste ihn eigentlich zufriedenstellen. Nur leider folgt dem immer der Blick auf das Personaltableau. Und das verheißt für ASG-Trainer Sascha Bertow seit Wochen nichts Gutes. Die Verletztenmisere ist kein ganz neues Thema. Vor der Partie im hohen Norden, bei der SG VTB/Altjührden, schlägt der Coach aber kräftig Alarm. Ginge es nach ihm, würde die Begegnung am Samstag gar nicht stattfinden.

Donnerstag, 08.11.2018, 19:20 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 08.11.2018, 19:16 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Donnerstag, 08.11.2018, 19:20 Uhr
Philipp Lemke (rechts) gehört zu den angeschlagenen Spielern der Ahlener SG. Von denen gibt es derzeit so viele, dass Coach Sascha Bertow die Partie bei der SG VTB/Altjührden gerne verlegt hätte. Nun muss aber gespielt werden.
Philipp Lemke (rechts) gehört zu den angeschlagenen Spielern der Ahlener SG. Von denen gibt es derzeit so viele, dass Coach Sascha Bertow die Partie bei der SG VTB/Altjührden gerne verlegt hätte. Nun muss aber gespielt werden. Foto: René Penno

„Wir wollten das Spiel verlegen“, sagt Bertow. „Leider haben die uns mitgeteilt, dass sie dafür keine Hallenzeiten haben. Jetzt müssen wir halt. . .“ Der Grund für die Ahlener Bitte ist ein noch mal verschärftes Personalproblem: Zwar hat Kevin Wiegers zumindest wieder mit dem Training angefangen. Und auch der zuletzt angeschlagene Kai Bekston ist „soweit wieder fit“, sagt Bertow.

Dafür droht an anderer Stelle Ungemach: Dimitry Stukalin war die gesamte Woche krank, Ferdi Hümmecke plagt sich mit Hüftproblemen und Philipp Lemke musste sich einer Wurzelbehandlung unterziehen. Felix Harbaum, der zuletzt aussetzen musste, hat ebenfalls nicht trainiert und käme – wenn überhaupt – nur für die Abwehr in Frage. Bertow macht deshalb folgende Rechnung auf: „Ich habe zurzeit gerade mal drei Rückraumspieler. Natürlich muss man abwarten, wie es sich entwickelt. Aber wenn einer dazukommt, wird er krank oder verletzt sein. Das ist eigentlich nicht unser Anspruch, die Jungs so einzusetzen. Bei 80 bis 90 Prozent sollte die Fitness schon sein.“

Aufsteiger hat erst drei Punkte geholt

Mit seinem Vareler Kollegen Ivo Warnecke tauschen will Bertow aber wohl auch nicht. Denn Warneckes Aufsteigerteam, Meister der Oberliga Nordsee, hat eine Klasse höher erst drei Punkte gesammelt. Nur Mitte September beim 31:19 gegen TuS Volmetal gab es einen Sieg. Die Woche drauf gegen den Northeimer HC (31:31) dann noch ein Remis.

Unter anderen Voraussetzungen würde man das wohl einen Pflichtsieg für die Ahlener nennen, auch wenn Sascha Bertow selbst da nie zustimmen würde. „Das sage ich in dieser Liga gegen keine Mannschaft. Erst recht nicht bei so einer personellen Katastrophe wie jetzt“, bekräftigt er.

Ehemalige Zweitliga-Spieler im Kader

Auch beim Tabellenvorletzten sieht er Stärken. So zum Beispiel den erst zu Saisonbeginn zu den Varelern zurückgekehrten Zweitliga-Spieler Lukas Kalafut, der allerdings zuletzt gegen Spenge verletzt fehlte. „Gegen den habe ich noch gespielt. Da war er noch ganz jung“, so Bertow über den heute 31-Jährigen. Kalafut ist der Toptorschütze der SG. „Aber auch Linksaußen Patryk Adam sticht heraus“, weiß Bertow. Beide Außenpositionen sind bei den Varelern gut besetzt. Dazu kommt „ein erfahrener Kreisläufer“ (Bertow) und ein reaktivierter, ehemaliger Zweitliga-Keeper André Seefeldt, gegen den der ASG-Coach ebenfalls schon gespielt hat.

„Ich finde sie nicht so schlecht, wie sie dastehen. Sie haben öfter mal noch Schwächephasen im Spiel, die in der 3. Liga gnadenlos ausgenutzt werden“, meint Ahlens Trainer. Was am Ende mehr durchschlägt – die Vareler Unerfahrenheit oder die Verletztenmisere der ASG – wird sich am Samstag zeigen.  

Anwurf: Samstag, 19.30 Uhr

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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