Handball: 3. Liga West
So schnell kann’s gehen: Ahlener SG unterliegt Northeimer HC ganz am Ende

Ahlen -

Eine sehr starke erste Hälfte hat nicht gereicht: Die Ahlener SG hat den Sieg gegen den Northeimer HC in der Schlussphase der Partie aus der Hand gegeben. Die Gäste hatten sich erst ran geschlichen und dann in den letzten Minuten eiskalt den Sack zugemacht.

Sonntag, 18.11.2018, 18:28 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 17.11.2018, 23:29 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Sonntag, 18.11.2018, 18:28 Uhr
Thies Hülsbusch und die Ahlener SG sind von den Gästen vom Northeimer HC zu Fall gebracht worden. Diese Szene nach Foul von Paul-Marten Seekamp war ein kurzer Aufreger in einem weitgehend hochklassigen Handballspiel von beiden Seiten.
Thies Hülsbusch und die Ahlener SG sind von den Gästen vom Northeimer HC zu Fall gebracht worden. Diese Szene nach Foul von Paul-Marten Seekamp war ein kurzer Aufreger in einem weitgehend hochklassigen Handballspiel von beiden Seiten. Foto: Lars Gummich

Gegen Ende schien sich ein bisschen was von allem gegen die Wersestädter zusammenzubrauen: Eigene technische Unzulänglichkeiten, Wurfpech mit Pfostentreffern und auch die eine oder andere Entscheidung der Schiedsrichter, mit denen ASG-Coach Sascha Bertow haderte. „Ich bin fassungslos“, schimpfte der Ahlener Trainer, weil er sich am Ende stark benachteiligt fühlte.

So weit, den Unparteiischen den alleinigen Schwarzen Peter zuzuschieben, wollte er dann aber doch nicht gehen. „Da kam am Ende viel zusammen“, gestand er und zählte auch die oben genannten Mankos auf, die sein Team selbst verschuldet hatte. Und das in einem eigentlich über weite Strecken ziemlich guten, in der ersten Hälfte sogar sehr guten Spiel.

Das allerdings hatte auch der Northeimer HC hingelegt. Grob zusammengefasst gehörte den Niedersachsen der frühe Beginn und der Schluss. Die Ahlener hatten Mitte bis Ende der ersten Hälfte ihre beste Phase und hätten die Partie da auch schon zu ihren Gunsten entscheiden können.

Handball 3. Liga: Ahlener SG - Northeimer HC

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Beide Teams brennen früh ein Offensivfeuerwerk ab

Die Gäste aus Northeim erwischten den besseren Start, gingen mit zwei Treffern durch den sehr starken Jannes Meyer (10 Tore) mit 0:2 in Führung. Für den ersten eigenen Treffer brauchten die Ahlener einen Siebenmeter. Als Mattes Rogowski den aber verwandelt und der ebenfalls sehr gut aufgelegten Jannis Fauteck (7 Tore) schließlich zum 2:2 (5.) getroffen hatte, war die erste Unsicherheit bei der ASG vorbei.

Die Partie nahm nun deutlich Fahrt auf. Man könnte sogar sagen, die beiden Kontrahenten brannten in den nächsten Minuten ein Offensivfeuerwerk ab. Hin und her ging es auf dem Feld. Die Angriffsreihen leisteten sich kaum Fehler und so ging es über 5:4 (8.) – der ersten Ahlener Führung – über 7:7 (11.) und 9:7 (15.) schließlich bis auf 11:8 (17.) für die Hausherren. Der Spielstand zeigt es schon: Die ASG hatte – auch dank einiger starker Paraden des eingewechselten Sven Kroker – die Führung in einer hochklassigen Partie übernommen, die für den objektiven Beobachter kaum etwas zu wünschen übrig ließ.

ASG setzt sich in der stärksten Phase nicht weit genug ab

Erst gegen Ende der ersten Hälfte wurde das Spiel zerfahrener und verlor etwas an Fahrt. Bei den Northeimern waren es bis dahin die langen Kerle im Rückraum in Person von Jannes Meyer und Paul-Marten Seekamp, die die meiste Gefahr ausstrahlten. Die Bertow-Truppe dagegen hatte ihre Stärke gerade darin, keine besondere Stärke zu haben. Schön verteilt war das Trefferbild. Die einzige Fehlleistung: Ihre zwischenzeitliche Drei-Tore-Führung baute die Bertow-Truppe nicht noch weiter aus. „Dass wir zur Pause nicht höher geführt haben, ärgert mich am meisten. Da habe ich uns deutlich besser gesehen“, gestand Philipp Lemke und zählte dabei auch seinen eigenen Fehlwurf als Versäumnis auf.

In die Pause ging es mit einer verdienten, aber eben sehr knappen 14:12-Führung, die auch für die zweite Hälfte viel Spannung versprach.

Hausherren fallen kurz ins „Loch“

Und genau die kam schneller als erwartet. Denn vom 16:13 für die Ahlener (33.) knabberte der NHC zunächst Stück für Stück ab, glich durch Christian Stöpler in der 37. Minute zum 16:16 aus und ging keine Minute später durch eben diesen Stöpler mit 16:17 in Front. Das 16:18 durch Paul-Marten Seekamp (39.) war dann bereits der fünfte Gästetreffer in Folge und das binnen kürzester Zeit. Die ASG hatte Fokus uns Abgeklärtheit verloren, leistete sich vorne zu viele Fehler und wurde mit Gegenstößen bestraft.

„Da sind wir in ein Loch gefallen, aus dem wir aber wieder gut rausgekommen sind“, lobte Bertow. Denn seine Mannschaft glich zunächst zum 18:18 (41.) aus und ging durch Niklas Seifert (42.) wieder mit 19:18 in Führung.

Offener Schlagabtausch mit cleveren Gästen

Die Begegnung war nun völlig offen und umkämpft. Zunächst lagen meistens die Hausherren mit einem Treffer vorne. Northeim aber ließ sich nicht abschütteln und blieb insbesondere durch Meyer gefährlich. Zehn Minuten vor Schluss gingen die Gäste gar mit 22:23 in Führung und hatten nun bis kurz vor Ende ihrerseits den Vorteil des knappen Vorsprungs.

Und irgendwann schnappte die Falle dann zu: Ein missglückter Angriff der ASG und Northeims Christian Stöpler beendet den Gegenstoß zum 24:26, als nur noch rund anderthalb Minuten zu spielen sind. Auch der nächste – schon etwas verzweifelte – Versuch der Hausherren geht in die Hose und im Gegenzug trifft erneut Stöpler zum 24:27-Endstand. So schnell kann es manchmal gehen im Handball...

Statistik:

ASG: Tesch, Kroker - K. Wiegers (2), Fauteck (7), Hümmecke (3), Rogowski (4/2), Lemke (3), Hülsbusch (2) - Bekston, Harbaum, Lutze, Seifert (3), Voigt, Stukalin

Northeimer HC: Stammer, Wode - Wilken, Meyer (10), Hoppe (2), Hempel, Iliopoulos (1), Lange (3/1) - Seekamp (3), Stöpler (7/2), Schlüter, Wodarz (1)

2-Minuten-Strafen: Hümmecke, Bekston, Iliopoulos, Seekamp, Hoppe, Schlüter

7-Meter: ASG 2/4; NHC: 3/4

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