Fußball: Oberliga Westfalen
Standortbestimmung Teil zwei: RW Ahlen beim TuS Ennepetal

Ahlen -

Gutes Mittelmaß oder auf dem Weg zur Top-Mannschaft? Wo RW Ahlen sich verorten darf, ist unklar. Gegen den TuS Haltern lieferte der Oberligist offensiv eine starke Leistung ab, leistete sich aber zu viele Fehler. Beim TuS Ennepetal folgt nun die nächste Standortbestimmung. Das aber ohne Peter Rios.

Freitag, 07.12.2018, 19:42 Uhr aktualisiert: 10.12.2018, 14:48 Uhr
Andre Witt (l.) und Rot-Weiß Ahlen haben gegen TuS Haltern bewiesen, dass sie auch einer Spitzenmannschaft ebenbürtig sein können. Der dicke Erfolg steht aber noch aus. Vielleicht gibt es den in Ennepetal?
Andre Witt (l.) und Rot-Weiß Ahlen haben gegen TuS Haltern bewiesen, dass sie auch einer Spitzenmannschaft ebenbürtig sein können. Der dicke Erfolg steht aber noch aus. Vielleicht gibt es den in Ennepetal? Foto: Marc Kreisel

Wo steht Rot-Weiß Ahlen eigentlich zurzeit? Aufmerksame Leser würden jetzt vielleicht so antworten: „Na, auf Platz sieben!“

Stimmt schon. Das sind die nackten Zahlen. Aber erstens sagt die Oberliga-Tabelle gerade nicht so viel aus. Schließlich trennen Rang sechs (Sportfreunde Siegen) und Rang 15 (TuS Erndtebrück) gerade einmal drei mickrige Pünktchen. Oberes Mittelfeld und die Niederungen der Liga waren wohl selten so nah beieinander. Zweitens haben die Ahlener die Hypothek aus ihrem Saisonstart.

Die Frage sei also noch einmal erlaubt: Wo steht RWA zurzeit leistungsmäßig? Gutes Mittelmaß oder schon wieder auf dem Weg zu einer Top-Mannschaft?

Sonderlob des gegnerischen Trainers

Magnus Niemöller, Coach des Tabellenzweiten TuS Haltern, beantworte die Frage nach dem 3:2-Sieg seiner Elf am vergangenen Sonntag mit einem Sonderlob: „Ihr seid eine der besten Mannschaften, die bisher gegen uns gespielt haben.“

Das ging so manchem runter wie Öl. Natürlich hat auch der neben ihm sitzende Christian Britscho die Worte vernommen. Hundertprozentig wollte er seinem Trainer-Kollegen aber nicht zustimmen. „Naja, das war sicher auch ein bisschen taktisches Geplänkel. Wir spielen als nächstes gegen ihren Verfolger Ennepetal. Da ist es nicht so ungeschickt, uns noch ein bisschen stärker zu reden“, sagt Britscho.

Britscho: „Ganze Ecke weiter als vor ein paar Wochen“

In Fundamentalopposition will er aber auch nicht gehen. „Es stimmt schon. Wir waren gegen eine der besten Mannschaften der Liga mindestens ebenbürtig. Auch dieses Spiel hat wieder gezeigt, dass wir eine ganze Ecke weiter als noch vor ein paar Wochen sind. Da muss ich meiner Mannschaft ein Lob aussprechen: Sie arbeitet akribisch, frisst alles in sich rein, was ich ihr beibringen will.“

Die Partie gegen Haltern, die für Britscho eine Standortbestimmung werden sollte, hat Stärken und Schwächen aufgezeigt. Das Positive: „In der Offensive sind wir schon sehr, sehr weit. Wir haben gegen Spitzenreiter Schalke unsere Chancen, ebenso gegen Haltern und machen daraus zwei Tore. In Ballbesitz war das ’ne gute Leistung“, stellt Britscho zufrieden fest.

Das Negative: „Wenn wir verteidigen, kommt der Gegner oft noch zu unbehelligt zum Schuss“, sagt der RWA-Coach. Die drei Gegentore gegen Haltern – alle aus der Kategorie vermeidbar – geben ihm da Recht. „Das sind aber Feinheiten. Wir sind auf einem guten Weg“, findet der Trainer und freut sich auch deshalb so sehr auf das Spiel am Sonntag gegen den TuS Ennepetal.

TuS Ennepetal seit zehn Spielen ungeschlagen

Der Gegner ist seit zehn Spielen ungeschlagen, stellt mit nur 15 Gegentoren die drittbeste Defensive der Liga und kebbelt sich mit den punktgleichen Halternern um Platz zwei. Als Standortbestimmung Teil zwei taugt der Tabellendritte also allemal.

Fehlen werden den Rot-Weißen weiterhin der an einer Rippenprellung laborierende Justin Perschmann und nun auch Peter Rios. Der Verteidiger blieb in den Schlussminuten der Partie gegen Haltern verletzt liegen und hat sich mindestens einen Bänderriss zugezogen. Ein MRT steht noch aus. Britscho weiß aber schon jetzt: „Das Fußballjahr 2018 ist für ihn leider beendet.“

Anstoß: Sonntag, 14.30 Uhr

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