Leichtathletik
Abschiedsbriefe an den Wintercitylauf

Ahlen -

Die 15. wird zugleich auch die letzte Auflage des Ahlener Wintercitylaufs sein. Das sorgt für Wehmut bei den Ahlener Leichtathleten. Einige von ihnen haben dem Wintercitylauf ein paar ganz persönliche Zeilen zum Abschied geschrieben. Unser Redakteur Cedric Gebhardt hat sich als Postbote betätigt und sie zusammengetragen.

Donnerstag, 13.12.2018, 05:00 Uhr
Sich zu trennen fällt oft schwer. So geht es auch den Athleten, die sich anlässlich der letzten Ausgabe des Ahlener Wintercitylaufs verabschieden.
Sich zu trennen fällt oft schwer. So geht es auch den Athleten, die sich anlässlich der letzten Ausgabe des Ahlener Wintercitylaufs verabschieden. Foto: Gunnar A. Pier

Lieber Wintercitylauf,

ich finde es schade, dass du bald verschwindest. Du warst immer ein fester Bestandteil in meinem Kalender. Bei dir herrschte immer eine außergewöhnliche Atmosphäre. Es war stets etwas Besonderes, bei dir in meiner Heimat mit den Besten zu laufen. - Amanuel Desale

Lieber Wintercitylauf,

du warst mal stürmisch, oft verregnet, immer dunkel, aber du hattest Flair. Du hattest Lichter und ganz viele freundliche Zuschauer. Du warst mein Lieblingslauf in meinem Wohnzimmer. Bei dir gewann Dennis Biederbick seine ersten großen Schülerwettkämpfe über 2,1 Kilometer und Felicitas Breer pulverisierte bei dir ihre Zehn-Kilometer- Bestzeit mit mir als Tempomacher an ihrer Seite unter 43 Minuten.

In den Köpfen der Ahlener Laufszene bleiben sehr viele schöne Erinnerungen mit dir verbunden, dem Home-Run im Herzen von Ahlen. - Ralf Gosda

Lieber Wintercitylauf,

es ist schade, dass es dich ein letztes Mal geben soll. Gerne würde ich noch ein paar Runden drehen wollen. Ich bin davon überzeugt, dass du auch weiterhin einen guten Werbeeffekt für Ahlen hättest. Dass in diesem Jahr deutlich mehr Helfer gibt, lässt hoffen, dass es nach einer Pause eine Neuauflage von dir gibt. Ich wäre dabei, ich würde laufen - und helfen. - Jürgen Pollmeier

Lieber Wintercitylauf,

du bist kein Lauf wie jeder andere. Deine Strecke über häufig nasses Kopfsteinpflaster und mit zahlreichen Kurven hat für jeden von uns schon so manche Herausforderung bereit gehalten. Aber nicht nur darin lagen deine Reize. Fünf Runden durch die Innenstadt bedeuten, dass man fünfmal immer wieder Flügel bekommt, wenn man all die Zuschauer, Freunde wie Familie, an der Strecke sieht. Auch besonders, weil mein Papa das wohl am schönsten beleuchtete Führungsrad fährt. Ich werde dich wirklich vermissen, denn du warst immer ein Highlight für mich. - Josefine Rusak

Lieber Wintercitylauf, ich finde es schade, dass du nun abgeschafft wirst. Vor allem, wenn man bedenkt, dass eigentlich jedes Dorf einen Lauf hat. Aber umso mehr freue ich mich auf meinen letzten richtigen Lauf im Trikot der LG Ahlen, da ich - was Leichtathletik angeht - zur DJK Gütersloh wechsle. - Jonas Barwinski

Lieber Wintercitylauf, jetzt kann ich es ja zugeben. Ich hatte lange ein gespaltenes Verhältnis zu dir. Früher hast du mich manchmal genervt, weil du häufig an einem Freitagabend stattgefunden hast. Damit war mein Abendplanung hinüber, weil ich dank dir bis in die späten Stunden im Dienst war. Und das so kurz vor Weihnachten, wo ohnehin immer viel zu tun ist. Ich erinnere mich auch gut daran, wie ich mir unzählige Male den Hintern abgefroren habe, während ich auf den Startschuss der Läufe gewartet habe, um davon noch ein aktuelles Bild für die Wochenendausgabe zu machen. Seit ich vor zwei Jahren aber erstmals selbst an dir teilgenommen habe, habe ich mein Bild von dir revidiert. Durch die adventlich geschmückte und beleuchtete Innenstadt zu flitzen, das hat richtig Charme. Umso trauriger macht es mich, dass wir jetzt schon wieder Abschied nehmen müssen, wo ich dich doch gerade erst lieb gewonnen habe.

- Cedric Gebhardt (WN-Sportredakteur & Triathlet ASC Ahlen)

Lieber Wintercitylauf,

viel erlebt habe ich mit dir in den letzten Jahren. Mit dir geht eine Veranstaltung, die die Innenstadt sportlich belebt hat und auch weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus renommiert war.

Auch für mich persönlich warst und bist du etwas ganz Besonderes. So war ich anfangs als Schüler zu meiner aktiven Zeit noch selbst auf deinem 2,1 Kilometer langen Rundkurs unterwegs. 2011 dann der Selbstversuch meines ersten ersten zehn Kilometer Rennens. Im Laufe der Jahre änderte sich dann meine Perspektive, war als Fotograf und Journalist aber weiterhin auf der Strecke und mittendrin im Geschehen. Durch dich erlebte ich so einige Läufer-Geschichten und interviewte die unterschiedlichsten Persönlichkeiten. Auch aus fotografischer Perspektive warst und bist du mit deinem adventlichen Charme und deiner Fackelbeleuchtung ein absolutes Highlight, locktest du doch stets – auch bei schlechtem Wetter – zahlreiche Zuschauer mit guter Stimmung an deinen Streckenrand. Lediglich meine erste eigene Spiegelreflexkamera fiel während der neunten Ausgabe im Jahr 2012 der Witterung zum Opfer.

Sportlich wird unserer Stadt mit dir eine Veranstaltung mit hohem Stellenwert fehlen. Du brachtest nicht nur Ahlen in Bewegung, sondern locktest auch viele ambitionierte Läufer aus ganz NRW in die Wersestadt. Von Jahr zu Jahr fülltest du zudem eine komplette Lokalsport-Seite in der Montagsausgabe. Auch hier wirst du eine Lücke hinterlassen. - Danny Schott (WN-Mitarbeiter)

Den Vorbericht zum Wintercitylauf finden Sie hier .

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