Fußball: Hallenkreismeisterschaften der Frauen 2018 in Ahlen
Underdogs und Überraschungssieger: Deswegen überzeugt die HKM der Frauen

Ahlen -

Viel Zuspruch erfuhren die Hallenkreismeisterschaften der Frauen in Ahlen. Ausrichter RWA erwies sich als guter Gastgeber. Sympathiepunkte sammelte die SpVg Dolberg. Der Titel ging derweil an einen Überraschungssieger.

Samstag, 29.12.2018, 13:14 Uhr aktualisiert: 31.12.2018, 12:56 Uhr
Da kommt Freude auf: Trotz einer eher durchwachsenen Turnierbilanz ließ sich RW Ahlen den Spaß nicht nehmen.
Da kommt Freude auf: Trotz einer eher durchwachsenen Turnierbilanz ließ sich RW Ahlen den Spaß nicht nehmen. Foto: Marc Kreisel

„Wir waren ein guter Gastgeber“, bilanzierte RW Ahlens Frauenfußball-Abteilungsleiter Martin Temme augenzwinkernd. Die Helfer des Vereins hatten eben nicht nur die Hallenkreismeisterschaften souverän auf die Beine gestellt, sondern ihren Gästen sportlich auch den Vortritt.

Rund 550 Besucher verfolgten bei freiem Eintritt, wie der TuS Wadersloh im Finale dem Dauersieger der letzten Jahre, der Spielvereinigung Oelde, den Pokal mit 3:1 aus den Händen riss.

Tor regelkonform – Protest abgewiesen

Zuvor gab es viele packende und vor allem emotionale Momente, wie etwa den 2:2-Ausgleichstreffer von RW Ahlens Celina Rehorn, deren Schuss gegen SuS Enniger nach der Sirene im Tor einschlug. Unter Prosteten der Ennigeranerinnen gab der Unparteiische den Treffer.

Hallenkreismeisterschaft der Fußballerinnen in Ahlen 2018

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Ein formaler Einspruch bei der Turnierleitung wurde abgelehnt. Denn die Regel besagt, dass ein Torschuss vor dem Ertönen der Sirene von der Wirkung her abgewartet werden muss. Die Aufregung legte sich daraufhin. Der guten Stimmung auf der Tribüne tat dies keinen Abbruch.

Beliebter Außenseiter

Besonders viel Applaus und Daumendrücken gab es während der Auftritte der Spielvereinigung Dolberg. Mehr Underdog geht kaum: Das Team steht in der Kreisliga mit 0:159 Toren da und trat in der Halle trotzdem tapfer gegen die vielen Bezirksligisten an.

In der ersten Begegnung setzte es gleich eine 0:10-Niederlage gegen Wadersloh. Doch eins taten die Dolbergerinnen nicht: aufgeben. Sie kämpften sich durch alle Partien. Das Publikum feuerte den Außenseiter an, auf dass dieser wenigstens ein Tor erziele. Charlene Gebauer war am nächsten dran, doch sie traf unter lautem Jubel der Zuschauer gegen RW Vellern nur den Innenpfosten.

Durchwachsene Bilanz des Gastgebers

Gegen Lette/Stromberg kämpften die Dolbergerinnen so aufopferungsvoll, dass sie dem ersten Punkt nahe waren. Sechs Sekunden vor Schluss musste die starke Keeperin Alina Wiesrecker doch noch hinter sich greifen. „Das, was Dolberg uns hier gezeigt hat, ist aller Ehren wert. Wir bitten um einen Sonderapplaus für die Spielerinnen nach 0:25 Toren“ rief Udo Zambo den Zuschauern über die Lautsprecheranlage zu.

Die Bilanz von Rot-Weiß Ahlen war mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage durchwachsen. „Wir haben nicht in der Halle trainiert und daher bin ich mit den Ergebnissen bedingt zufrieden. Natürlich hätte ich gerne ein Spiel mehr gewonnen, um Oelde mehr unter Druck zu setzen, aber so war es okay“, befand RWA-Trainer Marco Beyer. Im Endspiel gelang dem TuS Wadersloh dann eine Überraschung gegen den Titelverteidiger aus Oelde.

Turniersieg statt Absage

Nachdem dieser durch einen Neumeter in Führung gegangen war, drehten die Wadersloherinnen mit einer starken Leistung die Partie und holten sich mit einem 3:1-Sieg den Wanderpokal. Dazu stellten sie mit Vanessa Farwer (sieben Treffer) auch die Torschützenkönigin des Turniers.

„Wir wollten vor drei Wochen noch absagen, weil wir keine Spielerinnen hatten und dann gewinnen wir auch noch das Ding in einem Derby gegen Oelde. Besser geht es nicht“, freute sich Waderslohs Trainer Helio Manotas diebisch. Staffelleiter Sascha Bork bilanzierte: „Es gab keine Rote Karte, keine Zeitstrafe und noch nicht mal eine Gelbe Karte. Das ist Fair-Play, wie wir es uns wünschen. Dazu hat sich keine Spielerin ernsthaft verletzt. So muss das sein.“

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