Handball: HLZ-Teams beim größten Nachwuchsturnier der Welt
Nur der Pfosten verhindert das Finale

Ahlen -

Für die erste Halbfinal-Teilnahme eines Ahlener Teams überhaupt hat die männliche B1 des Handball-Leistungs-Zentrums beim Turnier im schwedischen Lund gesorgt. Bei dem größten Nachwuchsturnier der Welt wurde das Team vom Gastgeber – und dem Innenpfosten – gestoppt. Erst nach der zweiten Verlängerung stand das Ausscheiden fest.

Donnerstag, 03.01.2019, 17:34 Uhr
Für die B1-Jugend des HLZ gab es im schwedischen Lund viel zu bejubeln. Erst im Halbfinale war Schluss.
Für die B1-Jugend des HLZ gab es im schwedischen Lund viel zu bejubeln. Erst im Halbfinale war Schluss. Foto: HLZ Ahlen

Für junge Handballer ist es ein Wettbewerb der Superlative: Im südschwedischen Lund findet alljährlich das größte internationale Nachwuchs-Turnier der Welt statt. Um die Dimensionen zu verdeutlichen: Allein im Boys-16-Teilnehmerfeld (B-Junioren) kämpften 65 Mannschaften aus acht Nationen um den Sieg. Mittendrin auch die männliche B1 des Handball-Leistungs-Zentrums, die zugleich das aus Ahlener Sicht stärkste Ergebnis einfuhr: Erst im Penaltywerfen im Halbfinale gegen Gastgeber Lugi Lund wurde das Team vom Innenpfosten gestoppt.

Zuvor hatte die Mannschaft von Trainer Frederik Neuhaus ein spannendes Turnier mit hochkarätigen Begegnungen hinter sich gebracht. Die B1 startete in einer von zwei Elitegruppen, in der zehn leistungsstarke Teams versammelt waren. Alle anderen Teilnehmer wurden auf weitere zehn Gruppen aufgeteilt, von denen jeweils die ersten zwei später in den A-Playoffs auf die Elitegruppen stießen.

Die für die Ahlener bis zum Halbfinale einzigen Niederlagen gab es gleich in den ersten beiden Spielen gegen Rundersal Handboll und Hellerup 1 aus Dänemark. Vorrunden-Siege folgten gegen das schwedische Team von IK Bolton und Ajax Kobenhaven (Dänemark). In den K.o.-Runden gegen HC Zlinaus Tschechien (15:14) und TMS Ringsted aus Dänemark (15:12) sowie HK Aranäs (Schweden; 20:11) steigerten sich die Ahlener dann von Spiel zu Spiel und schafften es bis ins Halbfinale – als erstes Team des HLZ überhaupt.

Erst nach der zweiten Verlängerung ist Schluss

In der Runde der letzten Vier wartete Gastgeber Lugi Lund, gegen den sich ein Spiel auf Augenhöhe entwickelte. Die Hausherren zeigten sich extrem stark in den Eins-gegen-eins-Situationen, die Ahlener glänzten mit einer starken antizipativen Abwehr und überraschendem Spielwitz. Am Ende der regulären 30 Minuten stand es 13:13, was zu einem Penaltywerfen als Verlängerung führte. Doch auch dabei erwiesen sich die Teams als absolut ebenbürtig und verwandelten je vier von fünf Würfen. Es ging also so lange weiter, bis eine Seite nicht traf. Lugi Lund legte vor. Für Ahlen glich Til-Colin Schmidt aus, der im Anschluss sofort wieder vorlegen musste. Er entschied sich für die richtige Ecke, scheiterte aber denkbar knapp am Innenpfosten des Lattenkreuzes. Im Gegenzug versenkte Otto Blomgard seinen Wurf.

„Wir haben ein ganz starkes Turnier gespielt und uns als Mannschaft weiterentwickelt. So knapp vor dem Finale zu scheitern, ist natürlich sehr hart, aber wir können in jedem Fall stolz auf die Leistung in einem so stark besetzten Turnierfeld sein“, kommentierte Trainer Frederik Neuhaus, der gemeinsam mit Sabrina Obst das Teams leitete, das Abschneiden in Schweden.

Weitere HLZ-Teams schneiden gut ab

Die weibliche B-Jugend des HLZ erreichte in der Altersklasse über ihrer tatsächlichen (Girls 16 statt Girls 15) das Achtelfinale des B-Cups. Dort musste sie sich dem Team von Ledoje-Smorum Handbold mit 10:14 geschlagen geben.

Die männliche B2 kam noch eine Runde weiter. In der Kategorie Boys 15 mit 27 Mannschaften kam sie bis ins Viertelfinale. Im Achtelfinale-Finale des B-Cups setzten sich die Jungs gegen den TSV Gilching deutlich durch (29:10), mussten sich dann aber den starken Schweden von IK Sävehof 19:26 geschlagen geben.

Die männliche A1 schaffte es im B-Cup bis ins Achtelfinale. Das Team ging mit 30 anderen aus vier Nationen an den Start. Im Achtelfinale gegen Ankaret stand nach 30 Minuten eine knappe 10:13- Niederlage und das vorzeitige Turnierende zu Buche.

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