Ahlener Jugend-Hallenstadtmeisterschaften
Ein Turnier teils ohne Sieger

Ahlen -

Die Großen haben ihre neuen Titelträger schon. Nun ist der Nachwuchs dran. TuS Westfalia Vorhelm richtet an diesem Wochenende die Jugend-Hallenstadtmeisterschaften aus. Dann kämpfen die jungen Fußballer in der Friedrich-Ebert-Halle um die Krone. Einen Stadtmeister der Minis und der F-Jugend wird es wegen einer Verbandsvorgabe aber nicht geben.

Freitag, 04.01.2019, 15:18 Uhr aktualisiert: 04.01.2019, 15:52 Uhr
Bei den Jugend-Hallenstadtmeisterschaften im vergangenen Jahr ist es den F-Junioren der Ahlener SG als einzigem Team gelungen, die Vorherrschaft von RW Ahlen aufzubrechen. 2019 wird es in dieser Altersklasse keinen Stadtmeister geben.
Bei den Jugend-Hallenstadtmeisterschaften im vergangenen Jahr ist es den F-Junioren der Ahlener SG als einzigem Team gelungen, die Vorherrschaft von RW Ahlen aufzubrechen. 2019 wird es in dieser Altersklasse keinen Stadtmeister geben. Foto: Lars Gummich

„Das ist Vorschrift von oberer Stelle. Es ist in den Statuten eindeutig verboten, in dieser Altersklasse einen Sieger auszuspielen. Und zwar überall“, sagt Thomas Lütkecosmann , den die neue Regel selbst überrascht und ärgert. „Wir haben auch noch mal explizit beim Kreisvorstand nachgefragt. Da ist nichts zu machen. Es ist uns unter Androhung eines Ordnungsgeldes verboten worden, einen Sieger auszuspielen“, so Westfalia Vorhelms Jugendleiter.

Der kann über die offenbar noch relativ neue Regel nur den Kopf schütteln. Im vergangenen Jahr gab es schließlich auch in diesen Klassen einen Stadtmeister. Bei der F-Jugend mit der Ahlener SG war es sogar der einzige, den nicht Rot-Weiß stellte. „Ich halte da gar nichts von. Und da sind sich auch alle einig – bis auf die vielleicht, die das verhackstückt haben. Die Kinder müssen es ja doch irgendwann lernen“, sagt Thomas Lütkecosmann. Sieg und Niederlage im Sport zu akzeptieren, sieht er als wesentlich an. „Im Zweifel müssen die Trainer entsprechend auf die Kinder einwirken.“

Die guten Argumente nützen allerdings nichts. Dem Ausrichter sind die Hände gebunden und will die Stadtmeisterschaften, die nun teils eher ein Freundschaftsturnier sind, trotzdem zu einem Erlebnis machen. Bei den F- und G-Junioren bedeutet das eben den Verzicht auf eine Endrunde.

F- und E-Junioren machen Samstag den Anfang

Erstere machen am heutigen Samstag mit neun Teams in zwei Gruppen den Anfang. Los geht es um 10 Uhr mit der Partie SG Enniger/Vorhelm 1 gegen die Ahlener SG 1. Das letzte Spiel der F-Junioren ist für 13 Uhr angesetzt.

Direkt danach, ab ca. 13.45 Uhr, sind die E-Junioren an der Reihe. Die spielen ebenfalls zunächst mit neun Teams in zwei Gruppen, in denen insgesamt drei Mal RW Ahlen vertreten ist. Neben den beiden Jungenteams sind nämlich auch die D-Mädchen eine Altersklasse tiefer mit dabei. Um 16.25 Uhr ist das erste Halbfinale angesetzt. Das Endspiel findet um 17.15 Uhr statt.

Minis und D-Junioren spielen Sonntag

Im Modus jeder gegen jeder – aber eben ohne Gesamtsieger – setzen die G-Junioren am Sonntag ab 10 Uhr den Turnierreigen fort. Weil die Spielvereinigung Dolberg kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt hat, sind nur noch fünf Teams am Start. Das führt zu mehr Luft im Spielplan, weshalb die vorgesehene Zeit von acht Minuten pro Partie wahrscheinlich verlängert wird.

Als Letztes sind dann ab 13 Uhr die D-Junioren an der Reihe, die mit acht Teams in zwei Gruppen die Halbfinalteilnehmer (ab 15.30 Uhr) ausspielen. Der Stadtmeister soll mit dem Finale um 16.30 Uhr feststehen.

Bei den D- und E-Junioren wird Westfalia Vorhelm übrigens junge Schiedsrichter aus dem eigenen Verein stellen. Bekanntermaßen ist die TuS bei der Ausbildung von neuen Unparteiischen erfolgreicher als die meisten anderen Vereine. Fair Play auf dem Feld und der Tribüne ist aber – ob mit richtigem Schiedsrichter oder ohne – weiterhin das oberste Gebot. „Ich hoffe, wir haben einfach gute Stimmung in der Halle“, sagt Thomas Lütkecosmann. Wenn es so kommt, dann sind am Ende tatsächlich alle Gewinner – ob mit Titel oder ohne.

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