Handball: 3. Liga West
Nico Wunderlich kehrt zur Ahlener SG zurück

Gefahr erkannt, Gefahr gebannt: Die Drittliga-Handballer der Ahlener SG haben ihre Lücke auf der linken Außenbahn geschlossen – mit einem beim heimischen Publikum bestens bekannten Gesicht: Nico Wunderlich.

Dienstag, 08.01.2019, 14:48 Uhr aktualisiert: 09.01.2019, 00:02 Uhr
Er ist zurück: Nico Wunderlich spielt wieder für die ASG.
Er ist zurück: Nico Wunderlich spielt wieder für die ASG. Foto: -rp-

Grün, gelb, blau oder vielleicht sogar lachsfarben? Welche Farbe Nico Wunderlichs Kopfschmuck bei dessen Comeback haben wird, darüber dürfen ab sofort die Buchmacher spekulieren. Klar ist: Mister Stirnband ist zurück auf dem Ahlener Parkett. Bis zum Saisonende kommt der 34-Jährige aus der Handballer-Rente zurück und hilft seiner Ahlener SG als Backup auf der etwas verwaisten Linksaußen-Position aus.

Fest steht das seit Weihnachten . Da erhielt Wunderlich den finalen Anruf von seinem ehemaligen Teamkollegen Thomas Lammers , dem heutigen Koordinator Marketing und Sportlicher Berater bei den Drittliga-Handballern der ASG. Nach den Abgängen von Nick Steffen (Auslandssemester) und Kevin Wiegers (beruflich bedingt nach Hamburg) war bei der Mannschaft von Sascha Bertow die linke Seite schmal besetzt und der Kontakt zwischen Lammers und Wunderlich nie abgebrochen.

Nach dem Ausfall von Björn haben sie wohl wieder einen im Team gebraucht, der schon etwas älter ist.

Nico Wunderlich

Um Weihnachten kam der finale Anruf

„Als das mit Nick Steffen und Kevin Wiegers klar war, haben mich schon mehrere Leute angesprochen, ob ich zurückkomme. Das habe ich allerdings noch nicht ernst genommen“, erzählt der Neuzugang. „Aber irgendwann hab ich auch mit Thomas drüber gequatscht. Letztlich waren wir uns schnell einig.“

Vorher musste Wunderlich allerdings noch mal kurz in sich gehen und den Familienrat befragen. Denn bei allen Spielen und allen Trainingseinheiten dabei zu sein, sei schließlich auch eine zeitliche Frage. „Aber das ist alles geklärt. Ich hänge mich jetzt ein halbes Jahr voll rein“, sagt er und klingt dabei voller Tatendrang.

Wunderlich sieht sich nur als Backup

Den galt es in den vergangenen Wochen schon bei der Vorbereitung auf die neue, alte Aufgabe zu beweisen. Fit gehalten hatte sich Wunderlich zwar ohnehin auch in der „Rente“. Und selbst die Handball-Schuhe hatte er nach seinem Abschiedsspiel bei der ASG nicht vollends an den Nagel gehängt und noch fünf, sechs Spiele bei der SG Ruhrtal in der Bezirksliga absolviert. 3. Liga aber ist natürlich eine andere Nummer. „Seit einem Monat heißt es jeden Tag laufen und Krafttraining“, verrät er.

Das Ganze nur, um im Fall der Fälle bereitzustehen. Denn einen Anspruch auf einen Stammplatz stellt er nicht. „Es ist ganz klar, dass ich nur der Backup für Jens Hunkemöller bin und helfe, wo es geht. Für ihn ist das jetzt in der Rückrunde eine ganz neue Situation. Wenn ich da mit Rat und Tat zur Seite stehen kann, ist es super. Ich freu mich natürlich auch schon auf die Halle und die Jungs.“

Engagement gilt nur bis zum Saisonende

Auf beides bekam er am Dienstagabend einen Vorgeschmack beim Trainingsauftakt der Ahlener SG. Am 26. Januar folgt dann der Ernstfall mit dem Heimspiel gegen den MTV Großenheidorn. Ende Mai, mit dem Ende der Saison, ist dann die zweite Handball-Karriere für Wunderlich endgültig vorbei. Dass er wieder Blut leckt, glaubt er nicht. „Irgendwann ist ja auch mal gut“, sagt er und lacht.

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