Handball: Herren-Landesliga
Wut im Bauch, Mut im Herzen: Eintracht Dolberg gastiert bei ETG Recklinghausen

Dolberg -

Am Sonntag gastiert Eintracht Dolberg bei der ETG Recklinghausen. Ein halbes Dutzend Spieler fehlt. Deshalb wollte Trainer Andreas Schwartz das Spiel verlegen. Er stieß aber auf taube Ohren. Das macht ihn nun richtig sauer.

Freitag, 11.01.2019, 14:00 Uhr
Eintracht Dolbergs Trainer Andreas Schwartz hat sich vergeblich um eine Spielverlegung bemüht. Nun tritt seine dezimierte Truppe am Sonntag widerwillig, aber umso motivierter in Recklinghausen an.
Eintracht Dolbergs Trainer Andreas Schwartz hat sich vergeblich um eine Spielverlegung bemüht. Nun tritt seine dezimierte Truppe am Sonntag widerwillig, aber umso motivierter in Recklinghausen an. Foto: Lars Gummich

Wo kein Wille ist, da ist auch kein Weg. Daher hilft manchmal auch die größte Vorlaufzeit nichts. Und so kommt es am Sonntag „zur unchristlichen Zeit“ ( Schwartz ) von 11 Uhr zur Begegnung zwischen ETG Recklinghausen und Eintracht Dolberg.

„Seit 30. August habe ich versucht, dieses Spiel zu verlegen. Am 18. Dezember habe ich dann die lapidare Mitteilung erhalten, dass Recklinghausen diesem Antrag nicht zustimmen kann, weil die Hallenkapazitäten sehr beschränkt wären“, berichtet Andreas Schwartz. Der Trainer des SVE ist mehr als angefressen, hält die Begründung für vorgeschoben.

Viel Frust über wenig Entgegenkommen

„Das ist wirklich eine große Sauerei und einfach unsportlich“, findet Schwartz. Er hatte sich deshalb so (frühzeitig) um eine Spielverlegung bemüht, weil absehbar war, dass ihm ein halbes Dutzend Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen würde. Und genau so kommt es nun auch. Christoph Bußmann und Björn Johannwiemann weilen im Urlaub. Zudem sind Pascal und Marcel Weghake, Adrian Heißt sowie Malte Glaubitz privat verhindert.

Der Kader sei daher arg dezimiert, „wird aber topmotiviert sein. Wir versuchen, das sportlich zu beantworten“, verspricht Andreas Schwartz. Mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch und mindestens ebenso viel Mut im Herzen treten die Dolberger beim punktgleichen Tabellenletzten an. „Unsere Motivation wird 130 Prozent betragen. Wir müssen dieses Spiel unbedingt gewinnen. Inwieweit das mit der personellen Besetzung möglich ist, ist aber schwer zu sagen“, gesteht Schwartz. ETG steht ebenso wie die Eintracht unter Druck und läuft den eigenen Vorstellungen bislang hinterher.

Besinnung (nicht nur) zu Weihnachten

„Unsere Ansprüche sind andere, als nur den Klassenerhalt zu schaffen“, unterstreicht der SVE-Coach. Noch bleibt die halbe Saison, um das bisher enttäuschende Bild zu revidieren und mehr von dem eigentlich vorhandenen Potenzial abzurufen. Die spielfreie Zeit zwischen den Feiertagen haben Übungsleiter und Mannschaft genutzt, sich nicht nur weihnachtlich zu besinnen.

„Wir haben in der Zeit reflektiert, was gut und was schlecht gelaufen ist. Uns hat häufig vor allem die Konzentration gefehlt. Ich glaube, die Jungs haben das inzwischen begriffen. Sie ärgern sich am meisten, dass wir in der Tabelle so weit unten stehen“, sagt Andreas Schwartz. Daran möchte sein Team schleunigst etwas ändern und in angenehmere Gefilde vorrücken. Malte Glaubitz wird allerdings ab sofort kürzer treten. Dafür stößt Nils Rödelbronn nach einem Auslandssemester in den USA wieder zur Mannschaft.

 

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