Interview mit Eintracht Dolbergs Coach Andreas Schwartz
„Ich beantrage, ohne Pause zu spielen“

Ahlen -

Mit Wut im Bauch waren die Dolberger Handballer früh am Sonntagmorgen nach Recklinghausen gefahren, weil der Gegner nicht verlegen wollte. Der Sieg war dem Trainer des Landesligisten, Andreas Schwartz, deshalb eine besondere Genugtuung. Der beobachtete bei seinem Team allerdings auch altbekannte Schwächen.

Montag, 14.01.2019, 20:00 Uhr
Eintracht Dolbergs Coach freute sich über den Sieg in Recklinghausen, nicht aber über die Startschwierigkeiten nach der Pause.
Eintracht Dolbergs Coach freute sich über den Sieg in Recklinghausen, nicht aber über die Startschwierigkeiten nach der Pause. Foto: Gummich

Mit dem 24:20-Erfolg bei der ETG Recklinghausen haben sich die Landesliga-Handballer von Eintracht Dolberg etwas Luft im Abstiegskampf verschafft. Außerdem revanchierte sich das Team von Andreas Schwartz beim Gastgeber für die Nichtverlegung der Partie. Mit dem SVE-Coach sprach Henning Tillmann.

Glückwunsch zum Sieg! Sie hatten die Partie wegen der abzusehenden Ausfälle komplett verlegen wollen. Recklinghausen hat da nicht mitgespielt. Sind Sie nun froh, dass die Revanche geklappt hat?

Andreas Schwartz: Ja, auf jeden Fall. Das war sportlich die absolut richtige Antwort, die wir durch eine mannschaftlich geschlossene Leistung gegeben haben. Wir haben das vor allem in der zweiten Hälfte taktisch sehr gut gemacht.

Die erste verlief dagegen mit 11:11 noch komplett ausgeglichen, obwohl es gegen das Schlusslicht ging. Woran lag das?

Schwartz: Weil wir die gleichen Probleme wie in der Hinrunde hatten: Wir haben einfach zu viele Hundertprozentige ausgelassen. Eigentlich waren wir schon in der ersten Hälfte die bessere Mannschaft. Aber wenn man die Tore nicht macht, kann man auch keinen Vorsprung herausholen.

Der Start in die zweite Hälfte verlief nicht wirklich besser. Sie mussten sogar einem Rückstand hinterherlaufen.

Schwartz: Es ist mittlerweile schon „gute“ Tradition bei uns, dass wir wahnsinnig schwer aus der Kabine kommen. Ich beantrage demnächst, dass wir komplett ohne Pause spielen. lacht Zum Glück lief es dann nach unserem Timeout besser. Als wir deren Linkshänder in Manndeckung genommen haben, haben sie darauf nicht mehr die passende Antwort gefunden. Und unser Jüngster im Team, Simon Krabus, war überragend. Das freut mich für ihn besonders.

Mitgespielt haben auch Pascal und Marcel Weghake und Adrian Heißt, wegen denen Sie eigentlich verlegen wollten. Wie kam es dazu?

Schwartz: Körperlich waren sie anwesend, das stimmt. Ob geistig auch, weiß ich nicht so genau. lacht Sie waren den Abend vorher beim Eishockey. Das war von langer Hand geplant. Die Nacht war lang. Ich weiß gar nicht, ob sie überhaupt im Bett waren. Aber ich fand es klasse, dass sie die Mannschaft auf keinen Fall hängen lassen wollten. Ich hab ihnen vor dem Spiel noch mitgegeben: Wenn ihr mehrere Bälle seht, nehmt den in der Mitte. . . lacht

Der Start nach der Winterpause ist nun geglückt. Aber jetzt hat Ihre Mannschaft gleich wieder eine zweiwöchige Pause. Zufrieden damit?

Schwartz: Nein, das ist total ätzend. Die Jungs müssen im Rhythmus bleiben. Nicht umsonst habe ich in der Winterpause extra noch so viele Testspiele organisiert. Jetzt gilt es wieder eine Woche zu überbrücken. Mal schauen, was mir dazu einfällt. Vielleicht spielen wir gegen die Zweite. Die Mannschaft darf nicht merken, dass sie eigentlich frei hat.

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