Handball: 3. Liga West
Mit geballter Faust in der Tasche: Ahlener SG erwartet MTV Großenheidorn

Ahlen -

Im Hinspiel gegen den MTV Großenheidorn verletzte sich Kim Voss-Fels schwer. Nun kommt es am Samstag zum Rückspiel. Die Ahlener SG hat angekündigt, das auszublenden. Sie hat ohnehin eine andere Baustelle.

Donnerstag, 24.01.2019, 16:08 Uhr aktualisiert: 24.01.2019, 17:18 Uhr
Dreieinhalb Minuten gegen den MTV Großenheidorn folgte eine monatelange Leidenszeit. Mittlerweile aber ist Kim Voss-Fels (links) wieder fit und möchte den Niedersachsen sportlich eine Antwort geben.
Dreieinhalb Minuten gegen den MTV Großenheidorn folgte eine monatelange Leidenszeit. Mittlerweile aber ist Kim Voss-Fels (links) wieder fit und möchte den Niedersachsen sportlich eine Antwort geben. Foto: Jörg Toppmöller

Der kollektive Blackout beim 23:35 in Langenfeld zum Jahresabschluss? Ist längst abgehakt. Obwohl die Ahlener SG es versäumte, ihre starke erste Saisonhälfte mit zwei (eingeplanten) Punkten bei den abstiegsbedrohten Rheinländern zu krönen, schleppt sie dieses Negativerlebnis nicht wie einen schweren Rucksack mit ins neue Jahr.

„Das Spiel in Langenfeld war eine Katastrophe, das kann man auch nicht schönreden. Aber wir haben danach richtig Tacheles geredet und den Jungs klar gemacht, dass wir noch nicht durch sind“, sagt Thomas Lammers. Der Marketingchef, der in diesen Wochen als eine Art Sportlicher Leiter gemeinsam mit Trainer Sascha Bertow die Kaderplanung vorantreibt, hat dem Personal die Sinne geschärft – und glaubt, dass die Botschaft angekommen ist.

Erinnerungen wirken nach

Der Grundstein für den abermaligen Klassenerhalt ist gelegt. „Aber wir werden sicher noch fünf, sechs Spiele brauchen, um nicht abzusteigen“, unterstreicht Sascha Bertow. Einen weiteren Schritt in diese Richtung möchte der Drittligist am Samstagabend (19 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle gegen den MTV Großenheidorn unternehmen.

Die Duell-Bilanz zwischen ASG und MTV.

Die Duell-Bilanz zwischen ASG und MTV.

Dabei werden die Ahlener mit einer geballten Faust in der Tasche antreten. Noch immer wirken die Erinnerungen an den 31:26-Sieg im Hinspiel nach, bei dem Maksym Byegal Ahlens Rückraum Kim Voss-Fels derart niederstreckte, dass dieser wegen eines Lendenwirbelbruchs monatelang pausieren musste . Eine Entschuldigung oder ein Wort des Bedauerns blieb seinerzeit aus, was bei der Ahlener SG gleichermaßen für Unverständnis wie für Verdruss sorgte.

Voss-Fels wechselt zu Eintracht Hagen

Kim Voss-Fels ist derweil wiedergenesen und dürfte besonders motiviert sein. In der kommenden Saison wird er es aller Voraussicht nach nicht mit dem MTV Großenheidorn zu tun bekommen, er wechselt im Sommer zu Zweitligist VfL Eintracht Hagen, den Niels Pfannenschmidt trainiert, mit dem der 21-Jährige bereits beim ASV Hamm erfolgreich zusammenarbeitete. Was damals war, „interessiert mich nicht, das ist ein Nebenschauplatz. Wichtig ist das Spiel und das wollen wir gewinnen“, stellt unterdessen Sascha Bertow klar.

Der ASG-Trainer muss sich auf Linksaußen mit einem veränderten Personaltableau arrangieren. Im Winter haben Kevin Wiegers und Nick Steffen den Verein verlassen. Dafür rückt Jens Hunkemöller auf und Nico Wunderlich wurde aus dem Ruhestand geholt . Auswirkungen auf die eigene Spielanlage habe dies laut Bertow nicht.

„Sowohl Jens als auch Nico kennen unser System und wissen, wie wir spielen“, versichert der ASG-Coach. Wobei der erfahrene und reaktivierte Wunderlich nur als Backup für Hunkemöller vorgesehen ist.

Ein Abenteuer wartet

Der 24-Jährige spielte bislang bei der SG Sendenhorst in der Landesliga, trainiert jedoch seit mehr als eineinhalb Jahren bei den Ahlenern mit. „Klar ist das für Jens jetzt ein Abenteuer, dass er plötzlich der erste Mann auf Linksaußen ist. Aber er kann wachsen, davon bin ich überzeugt. Wir werden ihm die Zeit geben, auch wenn es mal nicht so funktioniert. Er hat unsere Unterstützung“, betont Sascha Bertow, der an Hunkemöller dessen Sprungkraft und Schnelligkeit schätzt, die ihn zu Tempogegenstößen befähigen. Nico Wunderlich steht ebenfalls bereit. Er ist eine verlässliche Größe „und er bringt gute Stimmung ins Team“, sagt Thomas Lammers.

Seit Jahresbeginn arbeitet die Mannschaft an ihrer Verfassung. „Wir haben sehr hart trainiert und die Vorbereitungszeit voll ausgeschöpft“, berichtet Sascha Bertow. Am Samstag gegen Großenheidorn möchte er das Resultat sehen.

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