Fußball: Kreisliga A Beckum – der 18. Spieltag
Topspiel im Angebot: Aramäer und ASK Ahlen wollen die Zuschauern verwöhnen

Ahlen -

Als Neulinge haben sie sich in der Liga längst ein ordentliches Standing erworben. Aramäer und ASK Ahlen treffen am Sonntag im direkten Duell aufeinander – und haben jeweils viel Respekt vor dem anderen.

Samstag, 16.02.2019, 13:51 Uhr aktualisiert: 21.02.2019, 16:26 Uhr
Nicht nur Stefan Wegmann (l.) und Lucas Tulgay (r.) von Aramäer Ahlen sind schon ganz heiß auf das Derby gegen Mitaufsteiger ASK. Auch die Trainer freuen sich schon auf das Duell und wollen den Zuschauern ein gutes Spiel liefern.
Nicht nur Stefan Wegmann (l.) und Lucas Tulgay (r.) von Aramäer Ahlen sind schon ganz heiß auf das Derby gegen Mitaufsteiger ASK. Auch die Trainer freuen sich schon auf das Duell und wollen den Zuschauern ein gutes Spiel liefern. Foto: Lars Gummich

Die Zeit des Testens ist vorbei. Ab Sonntag geht es in der zweiten Saisonhälfte wieder um Punkte – und gleich zum Auftakt der Kreisliga A kommt es im Sportpark Nord (15 Uhr) zum Aufeinandertreffen zweier Aufsteiger, die sich bislang gut geschlagen haben: Aramäer Ahlen empfängt als Siebter und mit Rückenwind aus dem Nachholspiel gegen den SV Benteler (3:1) das viertplatzierte ASK Ahlen.

„Bei so einem Derby, da ist jeder heiß. Da brauche ich als Trainer nicht viel zu motivieren. In so einem Spiel ist es auch egal, wer wo in der Tabelle steht oder wer welche Stärken und Schwächen hat. Da gibt jeder mindestens 100 Prozent“, sagt ASK-Coach Serkan Aldemir.

Viel körperliche Präsenz

Auch sein Gegenüber Christian Maschinski hat „schon richtig Bock“ auf das Duell. „Wir kennen uns in- und auswendig, so oft, wie wir schon aufeinandergetroffen sind“, sagt der Übungsleiter der Gastgeber. Im Hinspiel hatte ASK Ahlen nach Rückstand mit 2:1 das bessere Ende für sich. „Das war eigentlich ein offenes Spiel und in der zweiten Halbzeit waren wir am Drücker. Ein Remis wäre gerecht gewesen“, erinnert sich Maschinski.

Für den nun bevorstehenden Vergleich am Sonntag (15 Uhr) hofft er zwar auf eine Revanche, weiß aber auch, dass „ASK eine gute Mannschaft ist, die guten Fußball spielt. Wir werden aber versuchen, mit unserer körperlichen Präsenz und unserer Galligkeit gegenzuhalten und mit unserer Aggressivität die verlorenen Bälle schnell wiederzuholen“, verspricht der Aramäer-Trainer. Er sieht beide Mannschaften auf Augenhöhe: „Das wird ein packendes und schönes Spiel – vor allem für die Zuschauer.“

Rasche Integration der Neuen

In diesem Punkt stimmt ihm Aldemir zu: „Es werden viele Zuschauer da sein, die was geboten bekommen wollen.“ Der ASK-Trainer hat in der Vorbereitung auf die Rückrunde „sehr viel ausprobiert und Spieler auf ungewohnten Positionen eingesetzt, um zu schauen, wie sie reagieren. Wir wollten so unsere besten Optionen für Sonntag herausfinden“, berichtet der Übungsleiter.

In den drei Testspielen gab es neun Gegentore. Eine Schwäche sieht Aldemir darin nicht. „Das lag vornehmlich am vielen Experimentieren“, sagt er. Freudig überrascht ist er, wie schnell sich die sieben Neuzugänge in die Mannschaft integriert hätten: „Die Chemie hat sofort gestimmt. Das habe ich bisher nur selten so erlebt.“

Personell sind beide Mannschaften gut aufgestellt: Auf Seiten von ASK fehlen nur Ismail Colak (verletzt) sowie Engin und Serkan Bak (beide privat verhindert). Bei Aramäer steht lediglich hinter dem Einsatz von David Sari (Knieprobleme) ein Fragezeichen.

Von ASK zur ASG: Oktay Demir.

Oktay Demir von der Ahlener SG Foto: Marc Kreisel

Die weiteren Partien mit Ahlener Beteiligung:

SC Roland Beckum 2 – Ahlener SG

Bis zum Winter liest sich die Bilanz der Ahlener SG alles andere als gut: 17 Spiele, 17 Niederlagen und ein Torverhältnis von 8:119. Jetzt wollen die Ahlener alles auf Anfang setzen. „Wir sind selbst gespannt, wo wir stehen“, offenbart der Sportliche Leiter Peter Kriesche vor dem Duell am Sonntag (12.30 Uhr) beim Tabellenelften. Personell hat sich beim Schlusslicht in der Winterpause einiges getan. Mit Ismail Gemec (Hammer SpVg 2), Mersad Trumic, Pascal Güttler (beide zuvor vereinslos), Murat Gökce, Enis Javor, Oktay Demir (alle ASK) und Ali Duman (Lohauserholz) verpflichteten die Ahlener gleich sieben neue Akteure. Hinzu kommt, dass Kriesche seinen bisherigen Posten an Kemal Gemec als Spielertrainer übergibt. Kriesche selbst fungiert als Sportlicher Leiter, musste aber auch Spieler ziehen lassen: Christoph Bambrowicz (SpVg Oelde), Kevin Kilian (Fortuna Walstedde 2), Dennis Lamers, Patrick Cieslak und Michele Gaetano Calabro (treten alle drei kürzer) stehen nicht mehr zur Verfügung. „Wegen der ganzen Wechsel und einiger ausgefallener Tests ist die Lagebeurteilung schwierig. Wir gehen aber mit neuem Mut an die Aufgabe“, sagt Kriesche.

Fehlt Vorwärts verletzungsbedingt: Nils Hahne.

Fehlt Vorwärts verletzungsbedingt: Nils Hahne. Foto: Marc Kreisel

Vorwärts Ahlen – RW Vellern

„Holprig“ nennt Vorwärts Ahlens Interimscoach Volker Laabs die Vorbereitung. Die Trainingsbeteiligung sei phasenweise „sehr miserabel“ gewesen. Dennoch ist der Übungsleiter, der das Amt vom zum Winter ausgeschiedenen Michael Ross übernommen hat, nicht ganz unzufrieden mit den zurückliegenden Wochen. „Die Leistung in den Testspielen stimmte größtenteils“, bilanziert Laabs. Gegen Sendenhorst (1:2) seien die ersten 60 Minuten ordentlich gewesen, danach habe sein Team abgebaut. Gegen Suryoye Ahlen (5:1), FSG Ahlen 3 (8:0) und die Beckumer 2 SpVg (3:1) habe die Leistung gestimmt. Trotzdem gelte es am Sonntag (15 Uhr) gegen RW Vellern, „erst einmal auf uns selbst zu schauen“, erklärt der Coach des seit sieben Spielen ungeschlagenen Tabellenachten. Personell kann er eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Nur Nils Hahne fehlt verletzungsbedingt. Im Hinspiel gewann Vellern gegen die Kicker vom Lindensportplatz zwar mit 2:0, rangiert mittlerweile aber nur noch auf dem 13. Platz.

Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen: Philipp Kaldewei.

Hinter seinem Einsatz steht noch ein Fragezeichen: Philipp Kaldewei. Foto: Marc Kreisel

Westfalia Vorhelm – Germania Stromberg

„Ich bin gespannt, wie wir jetzt aus der Winterpause kommen“, sagt Vorhelms Coach Oliver Glöden vor dem Duell mit Germania Stromberg am Sonntag (15 Uhr). Die drei Tests gegen Heessen (0:7), Hoetmar (6:2) und Sendenhorst (1:5) fand er eher durchwachsen. „Auch die Vorbereitung lief nicht ganz optimal. Einige Einheiten sind witterungsbedingt ausgefallen und die Trainingsbeteiligung war nicht ganz so hoch“, sagt er. Optimierungsbedarf sieht der Trainer des Tabellenfünften vor allem in der Defensive. „Wir kassieren zu viele Gegentore – da müssen wir wacher und in der Rückwärtsbewegung besser werden“, fordert er. Der Drittletzte Germania Stromberg stelle eine „körperlich robuste Truppe“. „Im Hinspiel hatten wir damit zu Beginn Schwierigkeiten, am Ende waren wir effizient“, so Glöden. Am Ende der Rückrunde, also zu seinem Abschied bei der Westfalia, hätte er gerne mindestens Platz vier in der Tasche. Verzichten muss der Coach morgen auf Christoph Lüning. Fragezeichen stehen hinter den Einsätzen von Dominik Bergedieck, Steffen Lohmann und Philipp Kaldewei.  

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