Handball: 3. Liga
Seriensieger muss zu „Serienkillern“: Ahlener SG bei HSG Bergische Panther

Ahlen -

Das unschöne Ende des Hinspiels ist nicht vergessen: Die Bergischen Panther haben mit ihrem 27:25-Erfolg eine lange Serie der Ahlener SG beendet. Fünf Spiele hatten die zuvor hintereinander gewonnen. Nun hat die Bertow-Truppe vier Siege am Stück eingefahren – und spielt wieder gegen die „Serienkiller“.

Donnerstag, 21.02.2019, 18:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 16:12 Uhr
Eine beeindruckende Serie von vier Siegen in Folge haben Philipp Lemke und die Ahlener SG hingelegt – wie in der Hinrunde. Damals spielten die Bergischen Panther den „Serienkiller“. Nun geht es für die Bertow-Truppe erneut zur HSG.
Eine beeindruckende Serie von vier Siegen in Folge haben Philipp Lemke und die Ahlener SG hingelegt – wie in der Hinrunde. Damals spielten die Bergischen Panther den „Serienkiller“. Nun geht es für die Bertow-Truppe erneut zur HSG. Foto: R. Penno

Passend zum nahenden Frühling herrscht auch bei der Ahlener SG eitel Sonnenschein. Verantwortlich dafür: natürlich die jüngste Erfolgsserie. „Vier Spiele, vier Siege. Besser geht’s ja gar nicht. Tip top!“, sagt Thomas Lammers dazu.

Der Sportliche Berater der Drittliga-Handballer hatte sich vor ein paar Wochen genau einen solchen guten Start ins neue Jahr erhofft, um möglichst schnell das Thema Klassenerhalt zu den Akten legen zu können. Jetzt sieht es danach aus, als könne dieser Deckel tatsächlich sehr bald geschlossen werden.

„Wir sind sofort unten raus gekommen und gucken jetzt nicht mehr nach unten“, stellt Lammers fest. „Natürlich müssen wir – um ganz sicher zu sein – noch ein, zwei Punkte mehr einfahren. Aber das werden wir auch, gar keine Frage“, sagt er.

ASG vor neuen Saisonzielen?

Restlos sicher macht ihn der Auftritt beim 24:21-Heimsieg gegen Lippe 2. Denn das war „sicher nicht unser bestes oder schönstes Spiel, aber am Ende trotzdem souverän“. Genau das sieht Lammers als sichtbarstes Zeichen, was sich bei der ASG in der mittlerweile dritten Saison in der 3. Liga verändert hat. „In der ersten nach dem Aufstieg haben wir diese ganzen engen Spiele noch verloren, was uns am Ende fast das Genick gebrochen hätte. Jetzt sind es genau diese Partien auf Augenhöhe, die wir gewinnen, weil die Mannschaft das Selbstvertrauen hat“, so Lammers.

Was das nun für die weitere Saison bedeutet? „Wenn wir auch gegen die Bergischen Panther gewinnen, werden wir uns sicher zusammensetzen und intern neue Ziele stecken. Wir sind alle Sportler und wollen uns jedes Jahr verbessern. Ohne jetzt konkret einen Platz nennen zu wollen, aber besser als Neunter wie in der vergangenen Saison darf es dann schon sein.“ Lammers’ Wunschziel Nummer zwei: Dass die ASG zu Hause mal eines der Top-Teams in die Schranken weist. „Das würde mich wirklich freuen, wenn wir einen der Großen richtig ärgern“, sagt er.

ASG arbeitet am Kaderumbruch

Die aktuelle Entwicklung der Ersten ist für den Sportlichen Berater der ASG-Handballer, Thomas Lammers, natürlich höchst erfreulich. Seine Hauptaufgabe ist aber, den spätestens im Sommer anstehenden Umbruch zu begleiten. Mit Björn Wiegers, Kevin Wiegers, Kim Voß-Fels, Andreas Tesch und Nick Steffen fehlen dann fünf starke Spieler, auf die die Ahlener teilweise schon jetzt schmerzhaft verzichten müssen. „Es ist klar, dass wir Handlungsbedarf haben“, sagt Lammers. Und natürlich will die ASG nicht erst im Sommer den Kader stehen haben. „Wir befinden uns derzeit in guten Gesprächen mit einem Kreisläufer und einem Linksaußen“, verrät der ehemalige Rückraum-Hüne. „Vielleicht können wir Ende der nächsten Woche Vollzug melden. Es kann alles ganz schnell gehen, kann aber auch noch etwas dauern“, so Lammers.

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Panther haben schon einmal Ahlener Serie beendet

Ganz ähnlich hatten das auch die ASG-Spieler selbst nach der ersten Siegesserie relativ am Anfang der Saison formuliert. Fünf Spiele hintereinander hatten sie damals gewonnen und das obere Tabellendrittel schon ins Auge gefasst. Es kamen: die schweren Verletzungen wichtiger Spieler und – ausgerechnet – die Bergischen Panther, die damals im Oktober mit einem 27:25-Erfolg in der Friedrich-Ebert-Halle die schöne Ahlener Serie „killten“. Am Sonntag (Anwurf: 17 Uhr) muss die ASG zum Rückspiel zur HSG.

Endet die Serie also wieder? Nicht, wenn es nach den Gästen geht. „Die Hinspiel-Niederlage war auch schon unnötig“, sagt Lammers. „Klar ist das eine Mannschaft, die richtig abgezockt ist. Die 60 Minuten ihren Stiefel konsequent durchzieht und durch nichts aus der Ruhe zu bringen ist. Aber sie spielen ja keinen irgendwie extravaganten Handball, sondern ziehen das, was sie stark macht, einfach ganz solide durch. Ich schätze unsere Chancen dort trotzdem recht hoch ein.“

Möglichst keine Fehler machen

In der Tat wirkte die homogene Truppe von Trainer Marcel Mutz auch im Hinspiel nicht unschlagbar, hatte sich aber viel weniger Fehler erlaubt und deshalb fast die gesamte Partie über geführt. Der Sieg musste also nicht zwingend sein, ging aber völlig in Ordnung. Für die ASG gilt es nun, die eigene Fehlerquote so niedrig wie möglich zu halten und Akteure wie Jens-Peter Reinarz auszuschalten. Gelingt das, ist die Serie diesmal nicht gegen die Bergischen beendet.

Anwurf: Sonntag, 17 Uhr

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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