Handball: 3. Liga
Abwehrmann auf Abschiedstour: Ahlener SG empfängt SG VTB/Altjührden

Ahlen -

Die Nachricht kam für viele überraschend: Kai Bekston wird nach sechs Jahren kommende Saison nicht mehr für die Ahlener SG spielen. Der Abwehrrecke ist darüber naturgemäß traurig, hat in den kommenden Monaten aber noch Ziele mit seiner Mannschaft. Eines schon an diesem Wochenende.

Donnerstag, 07.03.2019, 17:38 Uhr aktualisiert: 09.03.2019, 18:38 Uhr
Zupacken, festhalten, vom Tore werfen abhalten – das ist derzeit der Job von Abwehrspieler Kai Bekston (links) bei der Ahlener SG. Sein Vertrag wird aber nicht für die kommende Saison verlängert. Bis dahin will Bekston trotzdem noch einiges mit seinem Team reißen.
Zupacken, festhalten, vom Tore werfen abhalten – das ist derzeit der Job von Abwehrspieler Kai Bekston (links) bei der Ahlener SG. Sein Vertrag wird aber nicht für die kommende Saison verlängert. Bis dahin will Bekston trotzdem noch einiges mit seinem Team reißen. Foto: R. Penno

Der Umbruch bei der Ahlener SG geht weiter mit großen Schritten voran. Gleich drei Personalien für die kommende Saison hatten die Drittliga-Handballer in dieser Woche zu vermelden. Darunter allerdings nicht nur die Verpflichtung von Philipp Dommermuth am Kreis, sondern auch zwei prominente „Opfer“ des Umbruchs: Die Verträge von Dimitry Stukalin und Kai Bekston werden nicht verlängert. Beide werden den Verein am Ende dieser Spielzeit in rund zwei Monaten verlassen.

Bekston: „Nach sechs Jahren ist man da schon traurig“

„Nach sechs Jahren ist man da schon traurig“, verrät Kai Bekston. Zwei Tage, nachdem die für ihn natürlich enttäuschende Entscheidung verkündet wurde, klingt der Abwehrrecke gefasst und positiv, aber auch noch ein bisschen angefasst. „Es war komisch, es der Mannschaft zu sagen, weil viele damit nicht gerechnet haben – und ich ehrlich gesagt auch nicht“, so der angehende Grundschullehrer.

Wobei das endgültige Aus dann doch nicht mehr überraschend kam. „Die Gespräche der letzten Wochen gingen schon eher in diese Richtung. Also konnten sich beide Seiten darauf einstellen.“ Die Option zur Verlängerung hat es offenbar gegeben, aber nicht zu den für beide Seiten passenden Konditionen. Die Gründe, warum die ASG nun lieber anderweitig sucht, wurden dem 28-Jährigen mitgeteilt. Er möchte sie aber nicht öffentlich kommentieren.

Platz sieben soll es bis Saisonende noch werden

Lieber – und an dieser Stelle ist er tatsächlich gleich wieder Feuer und Flamme –, spricht er über die Zeit, die er in Ahlen hatte und noch zu haben gedenkt. Bekstons Abschiedstour soll erfolgreich sein, damit sich beide Seiten mit einem guten Gefühl trennen.

„Ich würde jetzt niemals einen Gang zurückschalten. Ich habe der ASG viel zu verdanken und ich denke, die ASG auch mir. Wir haben zusammen den Aufstieg geschafft, uns jedes Jahr peu à peu gesteigert“, sagt er. „Als Mannschaft wollen wir uns jetzt nicht auf dem Klassenerhalt ausruhen, sondern weiter Gas geben. Dafür braucht man aber ein kleines Ziel – und das ist Platz sieben und die direkte Qualifikation für den DHB-Pokal. Das wäre eine schöne Sache“, so Bekston.

ASG hat gegen VTB/Altjührden Rechnung offen

Bei diesem Ziel stellt sich als Nächstes die SG VTB/Altjührden in den Weg. Der Drittletzte muss sich mit aller Macht gegen den Abstieg stemmen und ist schon deshalb brandgefährlich. Außerdem hat die ASG noch „eine Rechnung offen“, wie Bekston sagt. „Das Hinspiel mit der 17:18-Niederlage war unbefriedigend, unsere 17 Tore schon arg wenig. Jetzt sind alle heiß, das wieder gut zu machen. Alles andere als ein Sieg wäre eine Enttäuschung“, verrät der das Nahziel.

Das Fernziel, wie es in ein paar Monaten mit seiner Karriere weitergeht, kennt er selbst noch nicht genau. „Ich habe derzeit Angebote aus der 3. Liga, der Oberliga und der Verbandsliga. Ich weiß noch nicht, ob ich studienbedingt etwas kürzer treten will. Mein Anspruch ist es aber nicht, ganz tief zu spielen“, sagt er. Diesen Anspruch will er in seinen letzten Monaten in Ahlen untermauern.

Anwurf: Samstag, 19 Uhr

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Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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