Fußball: Kreisliga A Beckum - Vorschau
Der falsche Zeitpunkt: Westfalia Vorhelm erwartet Fortuna Walstedde

Ahlen -

Wenn die zweitbeste Offensive auf den drittbesten Angriff trifft, dann können die Zuschauer ein furioses Feuerwerk erwarten – zumindest auf dem Papier. Allerdings haben sowohl die Fußballer von Westfalia Vorhelm als auch ihre morgigen Gäste von Fortuna Walstedde vermehrt mit Ladehemmungen zu kämpfen. Jetzt kommen bei der Elf von TuS-Übungsleiter Oliver Glöden auch noch starke personelle Probleme dazu.

Samstag, 09.03.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 09.03.2019, 10:29 Uhr
Christian Gerdhenrich (Mitte) und die TuS Westfalia haben derzeit vorne Ladehemmung und leisten sich hinten immer wieder unnötige Fehler.
Christian Gerdhenrich (Mitte) und die TuS Westfalia haben derzeit vorne Ladehemmung und leisten sich hinten immer wieder unnötige Fehler. Foto: Lars Gummich

Update: Der Platz in Vorhelm ist kurzfristig für den Spielbetrieb gesperrt worden. Die Partie wird verschoben.

„Bis jetzt habe ich nur zwölf Spieler für Sonntag“, sagte Glöden am Donnerstagabend, um danach gleich mit der ellenlangen Liste loszulegen. Philipp Woestmann und Jörn Papenfort fehlen, Jan-Hendrik Schmitz und Steffen Lohmann weilen im Urlaub. Christoph Lüning ist immer noch verletzt. Zudem ist Patrick Lökes krankheitsbedingt angeschlagen. Lennart Pörschke quälen derweil Leistenprobleme. „Wahrscheinlich kommt das Duell mit Walstedde zu einem falschen Zeitpunkt für uns“, offenbart der Trainer des Tabellenfünften.

Dabei denkt Glöden nicht nur an das Lazarett, sondern auch an das ärgerliche 1:1-Remis gegen RW Vellern vor zwei Wochen. „Da haben wir in der Innenverteidigung einmal nicht aufgepasst und lassen wieder Punkte liegen, obwohl wir das Spiel im Griff haben. Das zieht sich schon durch die ganze Saison. Wir haben durch viele kleine Fehler viele unnötige Remis gesammelt – und das spiegelt sich nun auch in der Tabelle wieder“, bilanziert der Coach.

Nach oben gehe dementsprechend nicht mehr viel, dafür würden sich die unteren Mannschaften immer weiter annähern. Trotz der 62 selbst erzielten Treffer möchte Glöden gegen den Tabellendritten das Hauptaugenmerk auf die eigene Defensive legen: „Hinten müssen wir den Laden dicht machen. Walstedde hat gute Offensivspieler. Wir haben Respekt vor denen, aber keine Angst.“

Sein Gegenüber, Eddy Chart, hofft unterdessen, dass der 1:0-Erfolg über Vorwärts Ahlen seinen Akteuren nun den nötigen Aufwind verschafft hat. „Das, was wir zuletzt gespielt haben, war nicht optimal. Wir müssen uns jetzt von Woche zu Woche steigern, damit wir bald wieder den Fußball spielen, den wir mal gespielt haben“, erklärt der Fortuna-Übungsleiter. Die Walstedder haben selbst 65 Mal ins gegnerische Gehäuse eingenetzt, wollen gegen die Vorhelmer aber erst einmal auf eine kompakte Defensive setzen und disziplinierten Fußball spielen. „Wir müssen konzentriert an die Sache rangehen und uns aus einer gesteigerten Defensivarbeit vorne Chancen kreieren“, sagt Chart.

Ausfallen wird bei den Fortunen Kevin Northoff. Hinter dem Einsatz von Torjäger Marcel Brillowski steht ein Fragezeichen.

Update: Der Platz in Vorhelm ist kurzfristig für den Spielbetrieb gesperrt worden. Die Partie wird verschoben.

Mike Richter von der Ahlener SG

Mike Richter von der Ahlener SG Foto: Simon Beckmann

Ahlener SG – SpVg Oelde

Es war die Überraschung des vergangenen Spieltages: Die bis zu diesem Zeitpunkt punktlose Ahlener SG holte dank eines Treffers von Mike Richter beim 1:1 gegen Neubeckum ihren ersten Zähler. „Diese Leistung wollen wir jetzt wiederholen“, hat Peter Kriesche, Sportlicher Leiter bei den Gastgebern, ein klares Ziel für die Begegnung mit dem Tabellenachten vor Augen. „Das müssen wir uns aber hart erarbeiten und uns nicht auf dem Punkt ausruhen“, weiß Kriesche. Ebenso vermutet er, dass Oelde nun vorgewarnt sei und nicht so „blauäugig“ wie Neubeckum zuletzt auftreten wird. „Unser Überraschungseffekt wird weg sein.“ Oelde gewann beide Partien nach der Winterpause und hat sich bei dem 4:0-Erfolg über Aramäer Ahlen zuletzt warm geschossen. „Wir müssen deren Offensive in Schach halten“, erklärt deswegen auch der Sportliche Leiter der Gastgeber. Personell können die Ahlener bis auf die Langzeitverletzten aus dem Vollen schöpfen.

Sonntag, 15 Uhr

Senad Colic von Aramäer Ahlen

Senad Colic von Aramäer Ahlen Foto: Marc Kreisel

TuS Wadersloh – Aramäer Ahlen

Als „unterirdisch und blutleer“ bezeichnete Christian Maschinski, Coach bei den Aramäer-Kickern, die Leistung seiner Truppe beim 0:4 in Oelde. Vor der Begegnung in Wadersloh fordert der Gäste-Übungsleiter deswegen von seinem Team eine 180-Grad-Drehung. „Wir haben von der Mentalität und von der Art und Weise einiges wieder gut zu machen“, hat Maschinski klare Vorstellungen. „Die Jungs haben hoffentlich Wut im Bauch und wollen das nicht so auf sich sitzen lassen“, fügt er noch hinzu. Dennoch erwartet er beim Tabellensechsten ein „sehr, sehr schweres Spiel“. „Die sind körperlich robust und offensiv gut aufgestellt“, weiß der Trainer des Zehnten. Verzichten muss er auf Senad Colic, Lucas Tulgay, David Sari sowie Robert und Martin Cicek. Der Einsatz von Stefan Wegmann ist fraglich.

Sonntag, 15 Uhr

Görkem Özgür von ASK Ahlen

Görkem Özgür von ASK Ahlen Foto: Marc Kreisel

SuS Enniger – ASK Ahlen

Das freie Wochenende haben die Fußballer von ASK genutzt, um ihre Wunden nach der derben 1:5-Niederlage gegen den TuS Wadersloh zu lecken. Nur Görkem Özgür hatte für die Ahlener getroffen. „Bei uns war Fehlerkorrektur angesagt. Jetzt sind wir aber alle heiß auf eine Wiedergutmachung am Sonntag“, berichtet ASK-Trainer Serkan Aldemir vor dem Spiel beim Tabellensiebten. Enniger ist im Gegensatz zu den auf Platz vier liegenden Ahlenern doppelt erfolgreich in die zweite Saisonhälfte gestartet und feierte zwei Siege in Folge. Das weiß auch Aldemir, der aber dennoch mit viel Zuversicht auf die Aufgabe schaut: „Uns liegen die spielerisch starken Gegner mehr als die robust auftretenden. Da können wir unsere Stärken besser ausspielen.“ Personell hat der ASK-Coach alle Akteure an Bord.

Sonntag, 15 Uhr

Tim Popil von Vorwärts Ahlen

Tim Popil von Vorwärts Ahlen Foto: Marc Kreisel

Vorwärts Ahlen – SV Benteler

Die Serie von acht ungeschlagenen Partien fand bei der 0:1-Pleite bei Fortuna Walstedde ein jähes Ende für die Fußballer vom Lindensportplatz. Und nun plagen Vorwärts-Coach Volker Laabs vor dem Duell mit Benteler auch noch einige Personalsorgen. „Die Liste ist lang. Wir sind krankheitsgebeutelt und es ist fraglich, wer am Sonntag wieder fit ist“, sagt der Trainer, der unter anderem wahrscheinlich ohne Stefanos Dontsis, Leon Kühlmann und Tim Popil planen muss. „Wir müssen schauen, wie wir das kompensieren können“, so Laabs. Gleichzeitig warnt er vor dem Vorletzten: „Wir nehmen Benteler Ernst. Die brauchen jeden Zähler und werden versuchen, uns über den Kampf Punkte abzuknüpfen.“ Er prognostiziert deswegen ein „heißes Duell“, das seine Truppe versuchen wird, spielerisch zu gestalten.

Sonntag, 15 Uhr

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