Handball: 3. Liga West
Architekt als tragende Säule: Lukas Hinterding erfüllt sich Kindheitstraum

Ahlen -

Ein Architektur-Student hat der wackelnden Ahlener SG wichtige Stabilität verliehen. Dabei empfahl sich Lukas Hinterding gegen die SG VTB/Altjührden als echte Option am Kreis. Genau an dieser Stelle brauchen die Ahlener nach einem weiteren Ausfall Ersatz.

Montag, 11.03.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 11.03.2019, 12:30 Uhr
Lass dich drücken: Gelöste Stimmung herrschte nach der Schlusssirene nicht nur bei Niklas Seifert (links) und Philipp Lemke.
Lass dich drücken: Gelöste Stimmung herrschte nach der Schlusssirene nicht nur bei Niklas Seifert (links) und Philipp Lemke. Foto: René Penno

Der Name Lukas Hinterding dürfte im Vorfeld des Heimspiels gegen die SG VTB/Altjührden vor allem den Zuschauern bei der Ahlener SG vertraut gewesen sein, die auch das Geschehen der Zweitvertretung in der Verbandsliga verfolgen. Dort gehört das 1,80 Meter große Kraftpaket zu den tragenden Säulen.

Am Wochenende steht er regelmäßig als Kreisläufer für die Zweite auf der Platte, unter der Woche studiert der 22-Jährige dagegen Architektur in Mainz. Am Samstag war Hinterding einer der Architekten des 28:24 (10:6)-Erfolgs gegen die SG VTB/Altjührden , mit dem die ASG bereits frühzeitig den Klassenerhalt perfekt gemacht hat.

Dickes Lob für Lukas Hinterding

Nach einer furiosen Leistung und fünf Treffern dürfte Hinterding nun sämtlichen ASG-Anhängern ein Begriff sein. „Lukas hat es überragend gemacht“, lobte Trainer Sascha Bertow . Der musste mit Hinterding und Torben Voigt gleich zwei Greenhorns am Kreis aufbieten, weil sich neben dem langzeitverletzten Björn Wiegers nun auch noch Ferdi Hümmecke für mindestens sechs Wochen verletzungsbedingt abmeldet.

Handball 3. Liga West: Ahlener SG – SG VTB/Altjührden

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  • Handball 3. Liga West: Ahlener SG – SG VTB/Altjührden Foto: René Penno
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Das aber fiel gegen die Gäste aus Varel nicht ins Gewicht, weil die Ahlener zum einen eine Deckung stellten, an der die Hoffnungen des Gegners regelmäßig zerschellten, und zum anderen vorne mit Lukas Hinterding einen Kreisläufer postierten, der mit großer Selbstverständlichkeit und noch größerem Einsatz seinen Dienst versah, als wäre er schon jahrelang Drittliga-Spieler. „Für mich ist ein Kindheitstraum in Erfüllung gegangen, hier vor diesem Publikum in der 3. Liga zu spielen“, gestand Hinterding.

Konditionell ans Limit gegangen

Dabei war er nur eineinhalb Stunden zuvor noch beim Heimspiel der zweiten Mannschaft gegen Steinhagen im Einsatz gewesen. „Ich sollte eigentlich geschont werden, aber weil die Partie so eng war, ging das nicht“, berichtete Hinterding. Er hatte vorausschauend zwei Trikotsätze eingepackt. Beide waren nach getaner Arbeit klatschnass.

Hinterding war rasch auf Betriebstemperatur und bereits nach einer Viertelstunde kräftig am Pumpen. „Zum Glück trainieren wir viel, daher hat es mit der Kondition geklappt. Aber ich war schon an der Grenze“, gestand der 22-Jährige.

Mehr Spaß als in der Verbandsliga

Gegenüber der Verbandsliga laufe es zwei Klassen höher deutlich körperbetonter. „Aber es macht auch deutlich mehr Spaß, weil ich mehr mit den Armen arbeiten kann. Das würde in der Verbandsliga viel eher abgepfiffen“, so Hinterding. Dass er in den kommenden Wochen als erster Stellvertreter von Ferdi Hümmecke noch häufiger zum Einsatz kommen dürfte, sieht er gelassen. Drittliga-Tauglichkeit stellte er jedenfalls unter Beweis. Dabei profitierte Hinterding wie die gesamte ASG allerdings von phasenweise hilf- und ratlosen Friesen.

Mit Schmackes: Lukas Hinterding legte sich mächtig ins Zeug.

Mit Schmackes: Lukas Hinterding legte sich mächtig ins Zeug. Foto: René Penno

Nach ausgeglichenem Beginn (4:4/10.) gestatteten die Ahlener den Gästen 13 (!) Minuten kein Tor, versäumten es allerdings, sich deutlicher als mit 10:5 (25.) abzusetzen. In den letzten fünf Minuten vor der Pause hatten dann auch die Hausherren Ladehemmung, so dass es zur Halbzeit im Duell der Minimalisten gerade mal 10:6 stand.

Klinisch tote Gäste wiederbelebt

In Durchgang zwei machte es die ASG sogar noch unnötig spannend, als sie beim Stand von 13:8 klinisch tote Gäste wiederbelebte und sie bis auf 13:12 (39.) herankommen ließ. In der 47. Minute trafen die gar zum 16:16-Ausgleich, und einem regulären Treffer der Gäste verweigerten die Schiedsrichter die Anerkennung.

Damit kippte die Partie endgültig zugunsten der Ahlener, die nun per Wiencek-Dreierpack auf 19:16 enteilten und alle Zweifel beseitigten. Nach Abpfiff feierte das Team mit dem Publikum auf den Rängen – mittendrin Lukas Hinterding. Dessen Trikot mit der Nummer 30 trägt noch nicht seinen Nachnamen. Es ist eine der wenigen Baustellen, um die sich die Ahlener SG in dieser Saison noch kümmern muss.

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