Fußball: Kreistag des Fußballkreises Beckum
Peter Wiethaup verspricht: Mehr Nähe und mehr Dialog

Ahlen -

Peter Wiethaup ist kaum im Amt, da hat er bereits konkrete Vorstellungen für die Zukunft. Der neue Vorsitzende des Fußballkreises Beckum möchte gleich mehrere Themen anpacken – eines steht dabei ganz oben auf seiner Liste.

Montag, 18.03.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 18.03.2019, 17:10 Uhr
Er wolle nicht spucken und beißen, aber beim FLVW in Kaiserau doch sehr beharrlich für die Belange des Kreises Beckum einstehen: Peter Wiethaup. Der neue Kreisvorsitzende hat bereits sehr konkrete Vorstellungen für die Zukunft.
Er wolle nicht spucken und beißen, aber beim FLVW in Kaiserau doch sehr beharrlich für die Belange des Kreises Beckum einstehen: Peter Wiethaup. Der neue Kreisvorsitzende hat bereits sehr konkrete Vorstellungen für die Zukunft. Foto: Marc Kreisel

Eine Viertelstunde nach dem offiziellen Ende des Kreistags beginnen im Ratssaal der Stadt Ahlen die Aufräumarbeiten. Die Mitglieder des Kreisvorstandes packen ihre Brocken zusammen und rollen die Fahnen ein, die neben dem Schriftzug „Fußballkreis Beckum“ auch das Logo des FLVW zieren. Ein großes Banner ist am Ende noch übrig. „Das hängen wir jetzt bei Peter ans Haus“, sagt Manuel Wiesrecker.

„Ihr habt vom Kreisvorsitzenden gesprochen, nicht von einer Kleiderkammer“, kontert Peter Wiethaup. Seit einer knappen Stunde ist er nun Vorsitzender des Fußballkreises Beckum – und wird gleich mit der ersten Herausforderung konfrontiert. Wohin mit all den Bannern und Fahnen? Um eine Lösung muss sich der 47-Jährige in diesem Fall nicht kümmern. Ein Vorstandskollege verstaut die Flaggen kurzerhand im Kofferraum.

Mehr Kommunikation angestrebt

Künftig warten allerdings etwas kniffligere Aufgaben auf Wiethaup, dessen Nachname kein „t“ am Ende enthält. Dennoch nennen ihn manche an diesem Tag konsequent „Wiethaupt“. Aber auch das dürfte sich mit der Zeit legen, wenn sich der neue Boss des Fußballkreises bei den Vereinen bekannt gemacht hat.

Das ist eines seiner ersten Anliegen. „Wir werden als Kreisvorstand wieder näher an die Vereine heranrücken, ihre Wünschen und Interessen vertreten. Wir wollen den Dialog intensivieren. Wenn Kommunikation erst dann entsteht, wenn es Probleme gibt, dann ist sie falsch“, betont Wiethaup.

Späterer Saisonstart nicht vom Tisch

Der von der Mehrzahl der Kreisligisten gewünschte, aber vom alten Kreisvorstand abgeschmetterte, spätere Start in die Saison ist damit noch nicht vom Tisch. Ebenso wenig wie die Kreisstrukturreform. „Dieses Thema ist zuletzt eingeschlafen, aber wir wollen es wieder anpacken. Der demografische Wandel kommt. Wir brauchen den Zusammenschluss mit den Vereinen aus dem Kreis Warendorf, wenn wir als Kreis wettbewerbsfähig bleiben wollen“, unterstreicht Wiethaup.

Für ihn ist dieser Schritt alternativlos. „Wir können schließlich keine neuen Vereine aus dem Boden stampfen.“ Das zeige sich auch im Jugendbereich. Aktuell gebe es nur noch acht A-Jugend-Mannschaften im Kreis – für den Vorhelmer ein Unding. Ebenso das Soll im Schiedsrichterwesen.

Kreisstrukturreform oben auf der Agenda

Daher werde er das Thema Gebietsreform schleunigst wieder nach ganz oben auf die Agenda heben und beim Verband zur Sprache bringen. „Ich werde nicht kratzen und spucken, aber in Kaiserau ausloten, was für Möglichkeiten existieren“, sagt Wiethaup. Auch das öffentliche Erscheinungsbild des Kreises möchte er aufpolieren. „Ich bin der Auffassung, dass eine Homepage allein in der heutigen Zeit nicht mehr ausreicht. Wir wollen auch in den neuen Medien präsenter werden“, kündigt er an.

Bei allem, was er sich für die Zukunft vorgenommen hat, steht für Peter Wiethaup aber eines über allem – seinen Verein werde er als Vorsitzender nicht hängen lassen: „Mein Amt bei Westfalia Vorhelm will ich nicht aufgeben.“

Der neue Kreisvorstand

Peter Wiethaup, Günter Pröpper, Lukas Bickenkamp, Bernd Kruse, Eberhard Vollmer, Klaus Schwenner, Wolfgang Bergmeier, Franz Josef Goebel, Ertan Oguz, Heinz Ottomeyer, Friedhelm Schmidt, Manuel Wiesrecker, Hermann Kall, Erhard Richter, Sascha Bork, Friedrich-Horst Strehle und Manfred Mielczarek.

...
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6480844?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Pläne seit 15 Jahren in der Schublade
Hunderte Räder werden rund um das Parkhaus Bremer Platz abgestellt. Ab Ende August soll eine Radstation im Innern des Gebäudes zur Verfügung stehen. Diesen Plan gab es auch schon vor 15 Jahren.
Nachrichten-Ticker