Fußball: Oberliga Westfalen
Nur der Wille zählt: RW Ahlen im Abstiegsduell beim Holzwickeder SC

Ahlen -

Realität kann so brutal sein: Vor wenigen Wochen sah es noch so aus, als hätten sich die RWA-Fußballer für diese Saison aller Sorgen entledigt. Der Oberligist hatte sich bis auf Platz sechs katapultiert. Nun ist er zurück im Abstiegskampf. Mittendrin sogar.

Freitag, 22.03.2019, 16:34 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 16:33 Uhr
Kratzen, beißen, kämpfen heißt das neue Motto für Giuliano Nieddu (beim Kopfball) und Rot-Weiß Ahlen. Der Oberligist befindet sich wieder mitten im Abstiegskampf und trifft auf den ebenfalls bedrohten Holzwickeder SC.
Kratzen, beißen, kämpfen heißt das neue Motto für Giuliano Nieddu (beim Kopfball) und Rot-Weiß Ahlen. Der Oberligist befindet sich wieder mitten im Abstiegskampf und trifft auf den ebenfalls bedrohten Holzwickeder SC. Foto: Marc Kreisel

Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist das Polster des Tabellenelften auf den ersten Abstiegsplatz, den derzeit der 1. FC Gievenbeck hält, auf nur noch drei mickrige Punkte zusammengeschnurrt. Noch ein bisschen brisanter ist die Lage für den nächsten Gastgeber der Ahlener, den Holzwickeder SC. Der stand am 13. Spieltag noch auf Rang fünf und findet sich nun nach einer schleichenden Talfahrt direkt vor der roten Zone wieder. Der Vorsprung des Tabellen-16. auf Gievenbeck beträgt gerade mal einen Zähler.

Kein Spiel für fußballerische Feingeister

Feine Zuckerpässe braucht man in dieser Situation von beiden Teams nicht zu erwarten. „Das wird NUR ein Kampfspiel“, sagt RWA-Coach Christian Britscho mit der deutlichen Betonung auf nur. „Die Mannschaft, die es mehr will und die der anderen mehr Schmerzen zufügt, gewinnt am Ende“, lautet seine simple wie einleuchtende Prognose.

Nur drei Punkte bis nach unten

Als die Ahlener noch deutlich weiter oben in der Tabelle standen, hatte Britscho zwar gehofft, nun eine regelrechte Euphorie lostreten zu können. Schon damals hatte er aber davor gewarnt, sich nur vom Tabellenplatz blenden zu lassen. Nun sieht er sich zu seinem Leidwesen bestätigt und hat seiner Mannschaft während der zurückliegenden Zwangspause noch einmal deutlich eingebläut, worauf es ankommt: „Schönzureden gibt es da nichts. Wir befinden uns im Abstiegskampf und müssen das annehmen“, sagt er.

Was die Jungs die letzten zwei Wochen im Training hingeknallt haben, gibt mir das gute Gefühl, dass es auch der Letzte verstanden hat.

Christian Britscho

Ob die Botschaft angekommen ist? Das kann erst die Partie in Holzwickede ehrlich beantworten. Britscho ist aber guter Hoffnung: „Was die Jungs die letzten zwei Wochen im Training hingeknallt haben, gibt mir das gute Gefühl, dass es auch der Letzte verstanden hat.“ Als „alles andere als nervös“, sondern stattdessen „sehr fokussiert“ und „mit dem nötigen Ernst bei der Sache“ beschreibt er die jüngsten Eindrücke von seiner Elf.

Holzwickeder SC liebt das Kontern

Die muss nun auf dem Platz abliefern und wird im östlichen Ruhrgebiet wohl auf eine Mannschaft treffen, die sich „kratzen, beißen, kämpfen“ ebenso auf die Fahnen geschrieben hat.

Taktisch erwartet Britscho die Hausherren sehr defensiv. „Die werden sich hinten rein stellen und sagen: ,Macht mal!‘“, vermutet er. Dass der Sportclub gerne kontert, ist kein Geheimnis mehr. „Wichtig ist deshalb, dass wir keine Fehler machen“, so der Ahlener Übungsleiter. Der muss bei dieser Aufgabe nur auf den grippeerkrankten Peter Rios und auf Justin Perschmann verzichten.

Anstoß: Sonntag, 15 Uhr

Das Duell im Überblick

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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