Handball: 3. Liga West
Ohne Abwehr chancenlos: Ahlener SG verliert beim VfL Gummersbach 2

Ahlen -

Für die Ahlener SG war beim VfL Gummersbach 2 nichts zu holen. Der Drittligist kassierte eine herbe Schlappe, weil er in der Deckung nicht stattfand. Das war auch taktischen und personellen Experimenten geschuldet.

Sonntag, 24.03.2019, 16:28 Uhr aktualisiert: 25.03.2019, 16:32 Uhr
Vergeblich mühten sich Jannis Fauteck (Mitte) und die Ahlener SG in Gummersbach ab. Gegen die Bundesliga-Reserve des VfL war nichts zu holen.
Vergeblich mühten sich Jannis Fauteck (Mitte) und die Ahlener SG in Gummersbach ab. Gegen die Bundesliga-Reserve des VfL war nichts zu holen. Foto: René Penno

Nach bereits sechs Siegen in diesem Jahr, setzte es für die Ahlener SG am Samstagabend beim VfL Gummersbach 2 die zweite Niederlage. Mit 32:41 (17:22) verlor die Mannschaft von Sascha Bertow deutlich im Rheinland.

„Wir haben auswärts zwar viele Tore geworfen, aber in der Abwehr überhaupt nicht zu unserem Spiel gefunden“, hielt Bertow fest. Nach anfänglicher 2:1-Führung geriet seine Sieben dauerhaft in Rückstand. Zwar verkürzte Mattes Rogowski per Siebenmeter noch mal auf 5:4 (7.), doch danach zog der VfL über 9:5 (13.), 12:8 (17.) und 16:10 (22.) davon. Auch die beiden zwischenzeitlich genommenen Auszeit von Sascha Bertow änderten daran nichts.

Taktische Veränderungen

Das war auch ein Stück weit den personellen und taktischen Veränderungen geschuldet, die der ASG-Trainer vornahm. Auf Rechtsaußen gab er Niklas Seifert gegenüber Thies Hülsbusch den Vorzug genauso wie Dimitry Stukalin auf Halblinks gegenüber Jannis Fauteck . Kreisläufer Torben Voigt musste zudem vorne und hinten in der 6:0-Deckung auf der Halbposition ran. „Wenn ich jetzt nicht Dinge ausprobiere, wann dann?“, so Bertow.

Doch die Umstellungen hätten nur „halb gut funktioniert. Wir haben die Kreuzungen des Gegners nicht unterbinden können. Dadurch war oft eine Position frei zum Werfen und der Ball war gleich drin. Wir waren auch häufig einen Schritt zu spät“, gestand Sascha Bertow. Erst mit der Umstellung auf eine 5:1-Deckung mit einem vorgezogenen Felix Harbaum ab der 20. Minute gewann die ASG etwas mehr Stabilität. Der Durchbruch war aber auch das nicht.

Kurzzeitiger Hoffnungsschimmer

Die Gummersbacher waren stets etwas mehr auf Zack und bauten ihren 22:17-Pausenvorsprung auch im zweiten Durchgang aus – 26:21 (37.). Zwar gelang es den Gästen nochmals, sich mühevoll per Doppelschlag von Jannis Fauteck bis auf 28:26 (43.) heranzukämpfen, weil sie nun im Angriff effektiver spielten. Doch kurz darauf ging der ASG diese Kompromisslosigkeit wieder abhanden, was dem VfL den Weg ebnete, die Führung wieder komfortabler zu gestalten.

So machten die Hausherren per Vier-Tore-Lauf zum 32:26 (47.) rasch klar, wer als Gewinner von der Platte gehen würde. Die ASG ließ sich zwar nicht hängen, hatte aber auch keine Mittel mehr, daran etwas zu ändern. Über 36:29 (51.) und 37:31 (55.) musste sie schließlich in diese verdiente Niederlage einwilligen.

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