Fußball: Oberliga Westfalen
Gestatten, Grodowski! RW Ahlen gewinnt Duell in Hamm dank Jokertor

Ahlen -

Eine Wahnsinnsgeschichte und wahnsinnig wichtig auch noch: Geburtstagskind Philipp Grodowski ist erst ganz spät im Abstiegsduell mit der Hammer Spielvereinigung eingewechselt worden. Und dann erzielte der Ahlener wenig später auch noch das entscheidende Tor.

Mittwoch, 27.03.2019, 22:12 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 15:47 Uhr
Irgendwo da unten muss er sein: RW Ahlens Philipp Grodowski wurde nach seinem Siegtor gegen die Hammer Spielvereinigung in einer Jubeltraube begraben.
Irgendwo da unten muss er sein: RW Ahlens Philipp Grodowski wurde nach seinem Siegtor gegen die Hammer Spielvereinigung in einer Jubeltraube begraben. Foto: Marc Kreisel

Solche Geschichten kann auch echt nur der Fußball schreiben: 90 Minuten beharken sich Rot-Weiß Ahlen und die Hammer Spielvereinigung ergebnislos. Dann kommt kurz vor Schluss das Geburtstagskind Philipp Grodowski rein und schießt nur wenige Minuten später das Tor zum siegbringenden 1:0 – ausgerechnet im Abstiegskampf gegen und beim Club seines Bruders Joel.

Gerecht? Geht so. Aber zumindest bei den Gästen von Rot-Weiß Ahlen krähte nach einem nervenaufreibendem Duell am Abgrund kein Hahn mehr danach, ob diese drei Punkte vollends verdient waren. Zu wichtig ist das kurze Durchatmen im Kampf um den Verbleib in der Oberliga. Und dass es ein Kampf ist, bewies natürlich auch das Ortsderby, das gleichzeitig der Vergleich zweier Abstiegskandidaten war und schließlich noch ein Bruderduell wurde. Doch dazu später mehr.

Typisches Kampfspiel zweier Abstiegskandidaten

Das Nachholspiel am Mittwochabend lieferte insgesamt viel Kampf und wenig Feinkost. Etwas anderes wäre angesichts der brisanten Situation auch sehr erstaunlich gewesen. Die Gäste präsentierten zunächst die etwas bessere Spielanlage, waren die leicht tonangebende Mannschaft. Zu einem Chancenplus führte das in den ersten 45 Minuten aber nicht, weil sich beide Teams weitgehend neutralisierten.

Fußball-Oberliga: Hammer SpVg - Rot-Weiß Ahlen

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Beide Mannschaften haben Großchance vor der Pause

Dementsprechend datierte die erste echte Ahlener Möglichkeit auch erst aus der 30. Minute. Da fuhren die Rot-Weißen einen Konter über Sebastian Mützel. Der bediente in der Mitte Marko Onucka, der wiederum gleich zu Mehmet Kara auf die rechte Seite weiterleitete. Der Routinier startete zu einem sehenswerten Solo, tanzte die Hammer Hintermannschaft inklusive Keeper Jarno Peters aus. Dabei wurde er aber in die Nähe der Auslinie getragen. Von dort versuchte es Kara mit einer Rückgabe statt eines Torschusses, doch der eigentlich schon geschlagene Peters vereitelte in höchster Not die Hereingabe.

Quasi direkt vor dem Halbzeitpfiff hatten die Ahlener dann ihrerseits mächtig Glück, als Nils Kisker frei vor Tim Oberwahrenbrock auftauchte. Der Ahlener Schlussmann vereitelte glänzend per Fußabwehr und sicherte seiner Mannschaft so das 0:0 zur Pause.

Nölle kassiert Gelb-Rot, Hamm das 0:1

Weitere dicke Möglichkeiten blieben nach Wiederanpfiff Mangelware. Dafür gab es reichlich Gelbe Karten und schließlich – nach wiederholtem Foulspiel – Gelb-Rot für Hamms Niklas Nölle (81.). Doch auch aus ihrer Überzahl konnten die Rot-Weißen nicht wirklich Kapital schlagen.

Und dann kam er doch, dieser eine glückliche Moment, den es in höchster Not vielleicht manchmal braucht: In der 87. Minute schickte Christian Britscho nämlich Philipp Grodowski für den gelb-rot-gefährdeten Marko Onucka aufs Feld. Es lief die 90. Minute, eine konfuse Situation am Hammer Strafraum schien schon bereinigt, doch der Pressschlag landete am 16er bei Rene Lindner, der irgendwie den freien Grodowski fand. Und bevor die Zuschauer so richtig wussten, was da gerade passiert, war der Ball auch schon drin.

Gestatten, Grodowski! Philipp Grodowski. Ein besseres Geschenk zum 24. hätte sich der Mittelfeldmann kaum machen können.

Statistik

RWA: Oberwahrenbrock – Witt, Lindner, Nieddu, Stroemer – Fiore, Budak (79. Yilmaz), Kara, Schmitz, Mützel (74. Güney) – Onucka (87. Grodowski).

HSV: Peters – Nölle, Kurtovic, Kröner, Kljajic – Bezhaev – Yildirim, Kisker, J. Grodowski – Lubak (65. Tia), Dogan (75. Pihl).

Gelbe Karten: Kisker, Bezhaev, Fiore, Onucka, Tia

Gelb-Rot: Nölle

Zuschauer: 827

Sonntag geht es gleich weiter

Im Fernduell war natürlich auch noch interessant, wie sich der 1. FC Gievenbeck auswärts beim SV Schermbeck schlagen würde. Die Münsteraner verloren mit 1:2. Der FC Gütersloh kam zu einem 5:5 gegen die TSG Sprockhövel und hat nun wie Gievenbeck 21 Punkte auf dem Konto. RW Ahlen hat mit dem späten Sieg in Hamm also ordentlich Boden gut gemacht und hat nun sechs Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz (Gievenbeck). Am Sonntag geht es gleich weiter in der Liga. Die Rot-Weißen treffen dann zu Hause auf Gütersloh. Die Hammer haben eine ungleich schwerere Aufgabe, müssen sie doch beim Tabellenzweiten TuS Haltern ran.

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