Handball: 3. Liga West
Neue Funktion: Björn Wiegers bleibt Ahlener SG nach Karriereende erhalten

Ahlen -

Langsam wird die Zeit knapp. Noch immer hofft Kreisläufer Björn Wiegers auf ein Comeback in dieser Saison. Ob das klappt? Fest steht aber schon jetzt: Der 37-Jährige wird der ASG die Treue halten – in neuer Funktion.

Freitag, 29.03.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 29.03.2019, 15:47 Uhr
Rudel-Jubel: Björn Wiegers ist trotz seiner Knieverletzung Teil der Mannschaft. „Ich genieße es, die Jungs anzufeuern“, sagt der Kreisläufer. Auch nach seiner aktiven Karriere wird er seiner Ahlener SG voraussichtlich in neuer Funktion erhalten bleiben.
Rudel-Jubel: Björn Wiegers ist trotz seiner Knieverletzung Teil der Mannschaft. „Ich genieße es, die Jungs anzufeuern“, sagt der Kreisläufer. Auch nach seiner aktiven Karriere wird er seiner Ahlener SG voraussichtlich in neuer Funktion erhalten bleiben. Foto: René Penno

Dann und wann im Leben muss man ein paar alte Zöpfe abschneiden. Björn Wiegers hat das gemacht. In den vergangenen Wochen hat sich der dauerverletzte Kreisläufer von seiner blonden Mähne getrennt. Sein Haupt ziert nun ein rotbrauner Bürstenschnitt.

Seit seinem im September erlittenen Kreuzband- und Innenbandriss und Außenmeniskusriss im rechten Knie hat er die Hoffnung auf ein Comeback noch nicht aufgegeben. Bis zu dreimal wöchentlich absolviert er Physiotherapie bei Dennis Kreul . Obendrein arbeitet er im Fitnessstudio daran, „dass ich meinen athletischen Körper behalte, damit meine Frau zufrieden ist“.

Comeback nicht auf Biegen und Brechen

Immer wieder probiert es „Otzi“ auch mit moderatem Lauftraining. „Aber nach einer Dreiviertelstunde merke ich, dass mein Knie anschwillt“, berichtet Wiegers. Auch im Alltag macht es sich noch immer schmerzhaft bemerkbar. Dennoch arbeitet er weiter an seiner Rückkehr. „Man wird mich noch mal auf der Platte sehen. So werde ich nicht aufhören“, verspricht Wiegers. Ob es allerdings bis zum 26. April – dem letzten Heimspiel der Ahlener SG in dieser Saison gegen den Leichlinger TV – reichen wird, darf bezweifelt werden.

Die Duell-Bilanz zwischen ASG und Schalksmühle-Halver.

Die Duell-Bilanz zwischen ASG und Schalksmühle-Halver.

„Eventuell gebe ich meine Abschiedsvorstellung auch erst in der nächsten Saison. Ich möchte jetzt nicht auf Biegen und Brechen auf der Platte stehen, damit ich noch einmal Tschüss sagen kann. Dafür ist mir meine Gesundheit zu wichtig“, betont der 37-Jährige. Ein letzter Auftritt für seine ASG – es soll ein Ansporn für die Rekonvaleszenz sein, aber kein extra Druck.

Anfeuern ein Genuss

Bis zu diesem ersehnten Moment begleitet Wiegers seine Mannschaftskollegen bei Spielen von der Bank aus. Er streift sich dann wie das übrige Trainer- und Betreuerteam ein schwarzes Poloshirt über, gibt Tipps, fiebert mit. „Ich genieße es, die Jungs anzufeuern“, sagt Wiegers.

So auch am Samstag, wenn die SG Schalksmühle-Halver Dragons (19 Uhr) in der Friedrich-Ebert-Halle vorstellig werden. „Respekt, dass wir trotz der Verletztenmisere so frühzeitig den Klassenerhalt klar gemacht haben und den Rest der Saison entspannt angehen können. Da sieht man, wie stark Teamspirit und Qualität bei uns sind“, lobt Wiegers.

Neue Funktion nach Karriereende

In den vergangenen Monaten sind nicht nur bei ihm, sondern auch den Verantwortlichen Ideen gereift, ihn auch künftig in anderer Funktion im Verein einzubinden. „Eine Trainertätigkeit kann ich mir nicht vorstellen, aber über alles andere werden wir in den nächsten Wochen Gespräche führen. Anfragen von anderen Vereinen habe ich alle abgelehnt. Wenn ich nach meinem Karriereende noch etwas mache, dann bei der Ahlener SG. Der Verein liegt mir zu sehr am Herzen.“

Das gilt auch für Mattes Rogowski. Der ASG-Kapitän hat seinen Vertrag am Donnerstag bis 2020 verlängert und geht ab Sommer in sein zwölftes Jahr in Ahlen.

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