Fußball: Oberliga Westfalen
Angelo Daut und drei Punkte weg: RW Ahlen unterliegt FC Gütersloh

Ahlen -

Die Hoffnung auf ein baldiges Ende des Abstiegskampfs hat sich komplett zerstoben. Im Gegenteil: Rot-Weiß Ahlen steht dank einer Niederlage gegen Schlusslicht FC Gütersloh wieder mit beiden Beinen im Sumpf - und darf sich nun auch noch einen neuen Fußball-Abteilungsleiter suchen.

Sonntag, 31.03.2019, 18:38 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 17:18 Uhr
Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich.   Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich.Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich.
Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich.   Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich.Kein Bild der Freude: Für René Lindner und Rot-Weiß Ahlen war die 0:2-Pleite gegen den FC Gütersloh ziemlich verdrießlich. Foto: Marc Kreisel

Angelo Daut nahm nach der 0:2 (0:1)-Heimpleite offiziell seinen Hut. Mit der Niederlage hatte das allerdings nichts zu tun, sondern mit Kompetenzstreitigkeiten (siehe Bericht) . Ein Mann weniger waren die Ahlener schon zuvor auf dem Feld wegen eines Platzverweises gewesen. Es fügte sich irgendwie alles zu einem gebrauchten Tag zusammen.

Drei Szenen entscheiden Partie

Das schon mehr als unglückliche Eigentor zum 0:1 nach einer Freistoß-Flanke hatte den Weg zur Pleite geebnet (40.). Das stark gekonterte 0:2 durch Saban Kaptan (65.) hatte ihn betoniert. Und spätestens mit der (unberechtigten) Roten Karte gegen Sebastian Stroemer nach einer vermeintlichen Notbremse wurde die Partie zur Einbahnstraße. An der Niederlage war nichts mehr zu rütteln. Da konnten die Ahlener noch so sehr mit dem Mut der Verzweiflung alles nach vorne werfen. Die Rot-Weißen hatten sich gegen das bisherige Oberliga-Schlusslicht zu viele Hypotheken aufgeladen.

Eigentor ist der Anfang

Nach einer ordentlichen ersten Hälfte, in der die Ahlener mit zunehmender Dauer immer deutlicher überlegen wirkten, gingen sie trotzdem mit einem Rückstand in die Kabine. Der Gütersloher Führungstreffer (40.) war aus dem Nichts nach einem Standard gefallen. Tim Manstein brachte eine Freistoß-Flanke direkt vors Ahlener Tor und im Kuddelmuddel war nicht mehr auszumachen, ob Saban Kaptan den Fuß hinhielt oder es doch eher ein Eigentor war. War aber auch egal.

Fußball-Oberliga: Rot-Weiß Ahlen - FC Gütersloh

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RWA-Spiele kritisieren Schiedsrichter

Die Ahlener monierten bereits die Entscheidung für einen Freistoß. „Das war schon kein Foul da an der Außenlinie. Und dann kriegen wir durch so ein Ding auch noch das 0:1“, monierte beispielsweise Marco Fiore, der den Unparteiischen ebenso wie später Sebastian Stroemer eine ganz schwache Partie bescheinigte. Aber auch Fiore wusste natürlich: „Das müssen wir besser verteidigen – gar keine Frage.“

Ein direkter Freistoß von Ahlens Cihan Yilmaz, schön um die Mauer gezirkelt und dann ebenso schön von Berkay Yilmaz aus der Ecke gefischt (53.), schien kurz nach Wiederanpfiff eine Druckphase der Gastgeber anzukündigen. Aus der hatten sich die Ostwestfalen aber sehr bald wieder befreit und setzten nun ihrerseits immer stärker über Konter Nadelstiche. Ein Raunen ließ beispielsweise Marcel Rump durchs Rund gehen, als er einen solchen sehenswert abschloss (58.) und dabei nur knapp drüber zog.

Nach der Pause kontert FCG stark

Knapp zehn Minuten später durfte der Gütersloher Anhang dann aber jubeln. Erneut konterten die Gäste, und dieses Mal kam Rump zwar in Bedrängnis, aber doch noch frei genug zum Schuss. Den parierte Oberwahrenbrock zwar einerseits stark, andererseits konnte er nur in die Mitte abwehren. Da lauerte Kaptan, der aus nächster Nähe keine Probleme hatte, ins leere Tor zum 0:2 einzuschieben. „Eigentlich haben wir die Situation gut verteidigt, bis auf den Abpraller“, fand Britscho.

Vermeintliche Notbremse ist das Ende

Kurz darauf war dann alles zu spät: Bei einem weiteren Konter lief Sebastian Stroemer dem fast enteilten Eric Yahkem in die Hacken. Dafür sah er glatt Rot (72.). Das war zwar eine Fehlentscheidung, weil Lindner auf gleicher Höhe mitgelaufen war. Die Schlussviertelstunde mussten die Ahlener aber trotzdem mit einem Mann weniger dem Rückstand hinterherlaufen. Ein komplett aussichtsloses Unterfangen.

„Jetzt müssen wir am Mittwoch gegen Brünninghausen gewinnen. Was bleibt uns noch anderes übrig?“, stellte Fiore die ganz und gar rhetorische Frage. Denn durch die neuerliche Niederlage haben die Rot-Weißen nun wieder nur noch drei Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz. Den hat nun der FCG inne, der durch den Erfolg in Ahlen zum ersten Mal seit Monaten die Rote Laterne an Gievenbeck weiterreichte.

Statistik

RWA: Oberwahrenbrock - Witt, Lindner, Nieddu, Stroemer - Fiore, Budak (78. Schmitz) - Kara (66. Mützel), Yilmaz, Güney - Fuhsy (61. Onucka)

FCG: Yilmaz - Erdogmus, Beuckmann, Lücke, Widdecke -Yahkem, Manstein, Aygün (83. Benmbarek), Flock (90. Wieckowicz) - Rump (68. Aciz), Kaptan

Gelbe: Witt, Beuckmann

Rot: Stroemer (72. Notbremse)

Zuschauer: 457

Schiedsrichter: Jan Schubert

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