Fußball: Kreisliga A Beckum
Aramäer Ahlen gegen Westfalia Vorhelm in der Defensive zu gastfreundlich

Ahlen -

Gastfreundschaft ist ja eigentlich eine gute Sache. Doch Aramäer Ahlen übertrieb es am Sonntag zu Hause gegen Westfalia Vorhelm. In der Abwehr zeigten sich die Platzherren allzu großzügig.

Sonntag, 31.03.2019, 21:14 Uhr aktualisiert: 03.04.2019, 17:18 Uhr
Ratlosigkeit machte sich in Reihen der Aramäer breit: Gegen Westfalia Vorhelm zeigten sie sich in der Defensive allzu gastfreundlich und ließen sich fünf Gegentore einschenken.
Ratlosigkeit machte sich in Reihen der Aramäer breit: Gegen Westfalia Vorhelm zeigten sie sich in der Defensive allzu gastfreundlich und ließen sich fünf Gegentore einschenken. Foto: Lars Gummich

Die Fußballer von Aramäer Ahlen kommen über ihre Mentalität. „Wenn die stimmt, sind wir stark, gallig und giftig“, weiß Trainer Christian Maschinski . Gegen den Stadtrivalen aus Vorhelm passte die Einstellung nicht – zumindest nicht über die vollen 90 Minuten. Der Tabellensiebte verteidigte mit dem 5:3 (2:2)-Sieg erfolgreich seine Platzierung.

Das war ein wichtiger erster Schritt, um uns weiter nach oben zu orientieren.

Oliver Glöden

„Das war ein wichtiger erster Schritt, um uns weiter nach oben zu orientieren. Nach unten ist das alles ein wenig enger geworden, und im schlechtesten Fall wären wir heute weiter abgerutscht“, freute sich Vorhelms Coach Oliver Glöden über die drei Punkte.

Sein Gegenüber, Christian Maschinski, war dagegen enttäuscht. „Heute war viel mehr drin. Bis zur 75. Minute war ich der felsenfesten Überzeugung, dass wir das Ding noch drehen. Am Ende haben wir uns aber selbst geschlagen“, gestand er. Für ihn das Ärgerliche: „Vorhelm war heute zu knacken.“

Julian Müller und Simon Brehe drehen Rückstand

Vor allem im ersten Durchgang begegneten sich beide Teams auf Augenhöhe. Maik Fohrmann nutzte eine Vorlage von Mustan Mutlu zur Führung (9.). Wenige Zeigerumdrehungen weiter schlugen die Gäste aber eiskalt zurück. Erst gelang Julian Müller der Ausgleich (18.), danach drehte Simon Brehe die Partie (27.).

„Wir haben Geschenke verteilt bei den beiden Gegentreffern. Beim 1:1 ging ein Sch...-Pass von uns voraus, beim 1:2 stehen wir zu weit weg“, ärgerte sich Maschinski über die vermeidbaren Fehler. Noch vor dem Seitenwechsel meldeten sich die Gastgeber zurück. Murat Gündogdu tankte sich durch die Westfalia-Defensive und legte quer auf Kevin Wilmes, der aus zwölf Metern nur noch einschob (33.).

Fußball Kreisliga A Beckum: Aramäer Ahlen - Westfalia Vorhelm

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Nach der Pause kamen die Vorhelmer dann zu mehr Spielanteilen. „In der ersten Halbzeit war das immer ein Hin und Her. Im zweiten Durchgang hatten wir aber längere Phasen, wo wir es besser gemacht haben“, so Glöden. „Wir haben Ball und Gegner gut laufen lassen. Die waren hinterher offen wie ein Scheunentor.“

Davin Wöstmann gelingt Hattrick

In Tore münzte Davin Wöstmann diese Überlegenheit um. Erst besorgte er die erneute Führung (55.), markierte dann das 4:2 (63.) und legte abschließend das 5:2 nach (81.) – der Hattrick war perfekt. Weitere gute Möglichkeiten ließen Wöstmann und Steffen König aber ungenutzt. Stattdessen sorgte Kevin Wilmes auf der Gegenseite mit seinem zweiten Tor für Ergebniskosmetik (86.).

„Wenn Mustan und Maik ihre Chancen besser nutzen und wir zwei klare Strafstöße – das hat jeder gesehen – nach dem 2:3 bekommen, geht das heute anders aus“, meinte Maschinski, der die verlorenen Punkte nun in Lette zurückholen möchte.

Aramäer: Tas – Erlei, Wilmes, Fohrmann, Mutlu, R. Cicek, Gündogdu, Wegmann (70. Kapcak), Kreitinger, Colic, Dakin (60. Heitkötter)

Vorhelm: Reinke – Kraskes, König, Braun, Kaldewei (74. Lohmann), Brehe, Müller, Gerdhenrich, Lökes (17. Kühling), Wöstmann, Bergedieck

► Die weiteren Spiele:

ASK Ahlen – Germania Lette 4:2

Zwischenzeitlich hätte es knapp werden können für die Truppe von Serkan Aldemir, doch am Ende behielt sie im Aufsteigerduell die Nase vorn. In einer überlegenen ersten Hälfte schoss Anil Ikikardesler ASK mit seinen beiden Treffern in Führung (5/30.). Weitere Möglichkeiten ließen im Anschluss Ismail Colak, Sinan Okan und erneut Ikikardesler liegen. Dennis Brinkhaus besorgte kurz nach der Pause den Anschlusstreffer für die Gäste (51.). „Wir haben Lette kurzzeitig unterschätzt und selbst nachgelassen“, ärgerte sich Aldemir über den Schlendrian. Nach einem verschossenen Elfmeter des Tabellenelften wurden die Gastgeber aber wieder wacher und erhöhten durch Sinan Okan (85.) und Görkem Özgür (87.) auf 4:1. Das 2:4 durch Alexander Klinnert kam für die Gäste zu spät.

RW Vellern – Ahlener SG 5:1

Auch in Vellern war die ASG chancenlos. Spielertrainer Kemal Gemec schoss die Ahlener zwar in Front (16.), doch keine zehn Minuten später egalisierte Kevin Moya-Alcaide für den Drittletzten (25.). „Das war der Bruch. Danach haben die Jungs ihre Aufgaben nicht mehr ordnungsgemäß erfüllt“, so Peter Kriesche, der sportliche Leiter der Gäste. Nach der Pause schraubten erneut Moya-Alcaide (50.), Stefan Ahrens (58.), Mike Maslowski (78.) und Christoph Ottlips (79.) das Ergebnis in die Höhe. Noch bitterer für das Schlusslicht: Kemal Gemec flog noch wegen Meckerns mit Rot vom Platz (90.).

Kemal Gemec (li.)

Kemal Gemec (li.) Foto: Lars Gummich

TuS Wadersloh – Vorwärts Ahlen 0:2

Das Ziel ist Platz fünf – und das konnten die Kicker vom Lindensportplatz am Sonntag mit dem 2:0 über den Tabellennachbarn erreichen. „Wir wollten um jeden Preis gewinnen. Die Jungs haben meine Vorgaben gut umgesetzt und mal wieder eine super Mannschaftsleistung gezeigt“, berichtete Vorwärts-Übungsleiter Volker Laabs. Hinzugekommen sei mit Christian Splett ein „Weltklasse-Keeper“, wie der Coach euphorisch sagte. „Der hält drei unhaltbare innerhalb von zwölf Sekunden“, gab es auch Sonderlob vom Vorwärts-Vorsitzenden Martin Metzner. Nach einer guten Möglichkeit der Gastgeber (5.) war es dann auf der Gegenseite Fabrizio Nieddu, der die Ahlener in Führung schoss (10.). In der zweiten Halbzeit legte der Torschütze dann per Freistoß einen weiteren Treffer nach (59.) – und Wadersloh war geschlagen.

Fortuna Walstedde – SV Neubeckum 3:2

Joel Lange (13.) und Nicolas Rosendahl (20.) besorgten im Topspiel für die Fortunen eine 2:0-Führung. Die Gäste wachten erst im zweiten Durchgang auf und machten es durch Leon Schmidt (52.) noch einmal spannend. Spät gelang Walstedde die Vorentscheidung durch Nicolas Rosendahl (90.). Der Schlusspunkt durch Richard Beil blieb Ergebniskosmetik.

SV Benteler – Roland Beckum 2  0:3

Roland 2 bleibt gut in Form. Auch der Tabellenvorletzte war kein Stolperstein für das „Team der Stunde“ und unterlag mit 0:3. Felix Lukas (45.) und Hakan Cetinkilic (70., 81./FE) trafen für die Gäste, die in der Rückrunde sechs Siege, ein Remis und eine Niederlage eingefahren haben. Nach einem Platzverweises (76.) beendeten die Roländer die Partie zu zehnt.

SpVg Oelde – SuS Enniger 3:1

Ihre dritte Niederlage in Folge kassierten die Gäste beim Tabellenzehnten. Nils Bollmers erzielte mit dem Pausenpfiff die Führung für Oelde. Die konnte Marc Jüttemeier kurz nach dem Seitenwechsel zwar noch egalisieren (53.), doch Jörn Kleinelanghorst brachte seine Farben per Strafstoß erneut in Front (72.). Das 3:1 durch Nils Bollmers war die Entscheidung.

Germania Stromberg – Westfalen Liesborn 1:1

Überraschend kam der Spitzenreiter, der die letzten fünf Ligapartien gewann, beim Viertletzten nicht über ein 1:1 hinaus. Moritz Erdelt hatte die Gäste zwar schon früh in Führung geschossen (5.), doch danach verpasste es Stromberg nachzulegen. Stattdessen besorgte Steven David James den Ausgleich für die Gastgeber (25). Nach der Pause fielen keine Tore.

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