Handball: 3. Liga West
Der Meister gibt sich die Ehre: Ahlener SG empfängt HSG Krefeld

Ahlen -

Es gibt ganz sicher angenehmere Gegner als die HSG Krefeld. Es gibt aber ebenso sicher schlechtere Zeitpunkte, um gegen das Überflieger-Team zu spielen. Denn die Ahlener SG trifft auf die HSG im Spiel eins nach deren Gewinn der Meisterschaft und darf zumindest darauf hoffen, dass die Niederrheiner es mit dem Rest der Saison nicht mehr so genau nehmen.

Freitag, 12.04.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 12.04.2019, 15:09 Uhr
Jannis Fauteck war zuletzt bei der 32:27-Niederlage in Northeim mit neun Treffern bester Ahlener Schütze. Nun geht es für ihn und die ASG zu Hause gegen den Meister HSG Krefeld.
Jannis Fauteck war zuletzt bei der 32:27-Niederlage in Northeim mit neun Treffern bester Ahlener Schütze. Nun geht es für ihn und die ASG zu Hause gegen den Meister HSG Krefeld. Foto: René Penno

„Da kann man ruhig mal klatschen“ würde die Kanzlerin jetzt wohl sagen. Seit dem vergangenen Wochenende steht die HSG Krefeld endgültig als Gewinner der 3. Liga West fest. Nicht, dass daran noch irgendjemand gezweifelt hätte. . . Die Ehre, den neuen Meister als Erster in eigener Halle begrüßen zu dürfen, hat nun am Freitagabend die Ahlener SG . Die muss angesichts der überragenden Saison der Gäste hoffen, dass den Niederrheinern ihre Siegesfeier noch in den Knochen steckt.

Meisterstück gegen Menden war Machtdemonstration

Für deren Trainer Ronny Rogawska gilt das schon mal nicht. „Ich bin ja ein älterer Herr, da geht es nicht mehr so lange. Bei mir ist also alles in Ordnung“, scherzte er unter der Woche in einem launigen Interview für die Vereinsseite. Weniger zu lachen hatte da der letzte Gegner seiner Mannschaft, die mit den Ahlenern punktgleichen Handballer der SG Menden. Denn die wurden beim Krefelder Meisterstück nach allen Regeln der Kunst auseinandergenommen. 32:20 lautete das Endergebnis. Bei nur noch drei verbleibenden Partien und acht Punkten Vorsprung kann die Rogawska-Sieben seitdem nicht mehr vom Thron verdrängt werden.

HSG Krefeld hat erst drei Mal verloren

Nur zu Beginn des Jahres wirkte es kurz mal so, als hätten die erfolgsverwöhnten Krefelder plötzlich genug von ihren andauernden Siegen. Ziemlich überraschend unterlagen sie im Februar erst beim Abstiegskandidaten SG VTB/Altjührden (22:24) und ließen nur eine Woche später eine 27:30-Pleite beim Northeimer HC folgen.

Es waren die Niederlagen Nummer zwei und drei für die HSG, die ansonsten durch die Liga rauschte wie das heiße Messer durch die Butter und einen Gegner nach dem anderen unterpflügte. Momentan steht sie wieder bei sieben Siegen in Folge, während die Ahlener zuletzt gegen Gummersbachs Zweite, Schalksmühle und Northeim drei Niederlagen einstecken mussten.

Niederrheiner müssen noch Aufstiegsrelegation spielen

In der Friedrich-Ebert-Halle wird der Gast zwar wohl ohne Kreisläufer Marcel Görden auflaufen (Fußverletzung) sowie Damian Janus, Jonas Vonnahme und Stefan Nippes schonen. Genug Qualität ist aber natürlich trotzdem vorhanden. Zudem gibt es noch ein großes Ziel: den Aufstieg in die 2. Liga, der erst in der Relegation ausgespielt wird. „Wir probieren die Spannung dafür hochzuhalten. Ich möchte nicht, dass wir die restlichen Spiele zu locker nehmen“, sagt Rogawska mit Blick auf die wohl härteste Prüfung der Saison.

Läuft alles normal, dann geht es für die Hausherren also eigentlich nur darum, die Niederlage gegen die Übermannschaft der Liga in möglichst engen Grenzen zu halten und den eigenen Fans im vorletzten Heimspiel der Saison einen guten Fight zu liefern. Gelingt das der Mannschaft von Sascha Bertow, dann darf man es mit der Kanzlerin halten und ruhig mal klatschen.

Anwurf: Freitag, 20 Uhr

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

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