Fußball: Oberliga Westfalen
Frischzellenkur dringend benötigt: RW Ahlen zu Gast bei Westfalia Rhynern

Ahlen -

Sechs Partien in zweieinhalb Wochen haben Kraft gekostet. Trotzdem braucht Rot-Weiß Ahlen noch mal neue Energie für den Auftritt bei Westfalia Rhynern. Damit allein ist es aber noch nicht getan.

Freitag, 12.04.2019, 15:09 Uhr
Können Marco Fiore (links), hier gegen Daniel Schaffer, und seine Teamkollegen nach harten Wochen noch Energiereserven anzapfen, um bei Westfalia Rhynern zu bestehen?
Können Marco Fiore (links), hier gegen Daniel Schaffer, und seine Teamkollegen nach harten Wochen noch Energiereserven anzapfen, um bei Westfalia Rhynern zu bestehen? Foto: Marc Kreisel

Sechs Partien binnen 17 Tagen und zuletzt vier Heimspiele sind nicht spurlos an Rot-Weiß Ahlen vorbeigegangen. Das Mammutprogramm hat Körner gekostet – und nicht immer die gewünschte Ernte gebracht.

Sei’s drum, zum Abschluss der Englischen Wochen tritt der Oberligist am Sonntag bei Westfalia Rhynern an. Der Tabellendritte speist sein Selbstvertrauen aus zuletzt drei Siegen am Stück. Allerdings steht er auch nur sechs Punkte besser da als die Gäste von der Werse. „Es ist gar nicht so verkehrt, jetzt gegen so ein Kaliber wie Rhynern zu spielen“, sagt Trainer Christian Britscho vor dem Auswärtsspiel am Sonntag (15 Uhr).

Mitunter entscheiden Nuancen

Im Gegensatz zu einigen Kontrahenten der jüngeren Vergangenheit, die einen destruktiven oder zumindest überwiegend defensiven Ansatz fahren, gilt die Westfalia als Team, das die Initiative ergreift, ein Spiel gestalten und nicht nur verwalten möchte.

Die Duell-Bilanz zwischen Rhynern und Ahlen.

Die Duell-Bilanz zwischen Rhynern und Ahlen.

Das kommt den Vorstellungen Britschos entgegen, der im Fußball auch lieber agiert statt reagiert. Ob das dann aber von Erfolg gekrönt ist, hängt von vielen Faktoren ab. „Die Oberliga ist brutal ausgeglichen. Es entscheiden nur Nuancen“, hat unlängst auch der Sportliche Leiter Joachim Krug festgestellt. Bei der 0:3-Niederlage gegen den ASC 09 Dortmund am vergangenen Mittwoch war es auf Ahlener Seite ein zu behäbiges Umschaltspiel und Nachlässigkeiten bei der Arbeit gegen den Ball, die die Waage zu Ungunsten der Ahlener kippen ließ.

Mangelnde Konzentration

„Hätten wir diese individuellen Kleinigkeiten abgestellt, wäre das Spiel wahrscheinlich 0:0 ausgegangen“, sagt Britscho. Ein Stück weit führt der Übungsleiter diese Mängel auf nachlassende Konzentrationsfähigkeit zurück, die mit der Vielzahl an Spielen einhergehen dürfte. „Aber wir können nun mal nicht beantragen, keine Englischen Wochen mehr zu spielen. Also müssen wir das einfach besser lösen“, unterstreicht Britscho.

Offensiv geht seiner Mannschaft aktuell zudem das Selbstverständnis ab. Trotz mitunter vorhandener Schussposition suchen die Spieler lieber den Pass zum Nebenmann, sind zu zögerlich und lassen damit manche Gelegenheit ungenutzt verstreichen. „Generell wünsche ich mir, dass wir wieder mehr Abschlüsse ziehen“, sagt Britscho.

Dazu benötigt er in Rhynern eine Frischzellenkur. „Wir brauchen läuferische Energie auf dem Platz, denn es wird richtig intensiv“, ahnt der RWA-Coach. Vor diesem Hintergrund könnte er die Startformation auf gleich mehreren Positionen verändern. Gut möglich, dass er Justin Perschmann, Timon Schmitz und Enes Güney in die erste Elf befördert. Weiterhin fehlen wird dagegen Philipp Grodowski in der Mittelfeldzentrale. Der Sechser hat Probleme am Sprunggelenk.

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