Fußball: Kreisliga A Beckum – Vorschau auf den 25. Spieltag
Derbyfieber wie bei Schalke gegen Dortmund: Enniger erwartet Vorhelm

Vorhelm -

In zwei Wochen trifft der BVB in der Bundesliga auf Königsblau. Ein paar Etagen tiefer elektrisiert bereits am Sonntag das Aufeinandertreffen zwischen SuS Enniger und Westfalia Vorhelm die Beteiligten.

Samstag, 13.04.2019, 11:00 Uhr
Im Hinspiel setzten sich Johannes Kraskes (links) und die TuS Westfalia erst in der Nachspielzeit gegen ihren Rivalen aus Enniger durch.
Im Hinspiel setzten sich Johannes Kraskes (links) und die TuS Westfalia erst in der Nachspielzeit gegen ihren Rivalen aus Enniger durch. Foto: Marc Kreisel

Von Derbys geht immer eine ganz besondere Faszination aus. In solchen Spielen brennen nicht nur die Akteure auf dem Platz noch mehr als sonst. In der Regel sind auch mehr Zuschauer mit ihren Emotionen dabei und fiebern stärker als gewöhnlich mit.

Das dürfte auch am Sonntag (15 Uhr) der Fall sein, wenn die beiden ewigen Rivalen SuS Enniger und Westfalia Vorhelm aufeinandertreffen.„Gegen Vorhelm ist es immer etwas Besonderes“, sagt Peter Rosendahl, der zusammen mit Michael Huer­kamp den SuS Enniger trainiert. Schließlich liegt das Wibbeltdorf ja gerade mal vier Kilometer entfernt.

Wachmacher benötigt

„Es kommt immer auf die Tagesform an. Die Tabellensituation zählt nicht. Die bessere Einstellung entscheidet“, weiß auch sein Gegenüber, TuS-Übungsleiter Oliver Glöden , um die besondere Brisanz dieser Duelle. „Man muss Derby-Charakter unter Beweis stellen. Da ist es egal, ob Schalke gegen Dortmund oder Vorhelm gegen Enniger spielt“, sagt Glöden.

Eingestimmt auf das Duell mit dem Rivalen haben sich die Vorhelmer jedenfalls bestens: Nach der 2:4-Pleite am Wochenende gegen TuS Wadersloh fertigte der Tabellenachte im Nachholspiel am Donnerstag den SV Benteler mit 6:2 (3:1) ab. „Am Ende war es eindeutig, wir brauchten aber einen kleinen Wachmacher“, gestand Glöden.

Punkteflaute in Enniger

Der kam in Form des Rückstandes durch Paul Schulte (17.). Danach drehten die Vorhelmer auf: Dominik Bergedieck glich aus (21.), Jan-Hendrik Schmitz drehte die Partie (23.) und Johannes Kraskes erhöhte auf 3:1 (25.). Nach dem Seitenwechsel schraubten Julian Halbe (48.), Christian Gerdhenrich (50.) und erneut Bergedieck (52.) das Ergebnis in die Höhe. Rouven Döring betrieb nur noch Ergebniskosmetik für den Tabellenvorletzten (77.).

Bei Enniger herrschte dagegen zuletzt Punkteflaute. Nur einen Zähler holte der Tabellenzwölfte aus den vergangenen fünf Partien. „Wir hatten extremes Pech und unglaublich viele verletzungsbedingte Ausfälle“, erklärt Rosendahl die Situation. Bei der jüngsten 1:2-Pleite in Vorwärts habe sein Team schon eine gute Leistung gezeigt. „Für das Derby sind wir noch mehr motiviert – gerade auch, wenn man sich den Hinspielverlauf in Erinnerung ruft“, ergänzt der Coach.

Beide Teams nicht vollständig

Damals gingen die Ennigeraner früh mit 2:0 in Führung, konnten verletzungsbedingt die Partie aber nur zu neunt beenden. Vorhelm gelang auch deshalb in der zweiten Minute der Nachspielzeit der Siegtreffer zum 3:2 . „Ich kann mich an den letzten Derbysieg von uns nicht mehr erinnern“, offenbart Rosendahl. Das soll sich am Sonntag auf eigenem Platzt endlich ändern.

Verzichten müssen wird der Trainer dabei aber auf Tobias Hanskötter und Patrick Aden. Dafür kehren Alexander Tierbach und Henrik Steltig zurück. Bei der Westfalia haben Julian Müller und Davin Wöstmann ihre Gelbsperren abgesessen. Allerdings wird Christian Schmidt aufgrund von Rückenproblemen wohl fehlen.  

Lange Gesichter zogen Recep Tas und die Aramäer-Fußballer nach ihrer 1:2-Niederlage gegen Rolands Reserve.

Lange Gesichter zogen Recep Tas und die Aramäer-Fußballer nach ihrer 1:2-Niederlage gegen Rolands Reserve. Foto: Lars Gummich

Aramäer Ahlen – SC Roland Beckum II 1:2

Die Personalsituation bei Aramäer war auch im vorgezogenen Meisterschaftsspiel gegen die Zweitvertretung von Roland Beckum angespannt. „Das ist ganz, ganz schlimm im Moment bei uns. Wir sind in einer schweren Phase“, gestand Coach Christian Maschinski, der selbst wieder über 90 Minuten ran musste. Eine Reihe guter Möglichkeiten ließ Dennis Jeball für die Gastgeber in der Anfangsphase liegen. Stattdessen gingen die Gäste durch Hovik Jalilyan in Führung (25.). Aus stark abseitsverdächtiger Position erhöhte Christoph Drube auf 2:0 (63.). Kevin Wilmes’ Anschlusstreffer kam zu spät (75.). In der Schlussminute holte sich Pascal Schomaker Gelb-Rot ab. „Die erste Hälfte passte – auch kämpferisch. Mit dem zweiten Durchgang bin ich nicht so zufrieden“, so Maschinski.

SpVg Oelde – Vorwärts Ahlen

Das Auftreten seines Teams beim 2:1-Erfolg über Enniger bezeichnete Vorwärts-Coach Volker Laabs als „katastrophal“. „Mit so einer Leistung brauchen wir gar nicht nach Oelde zu fahren. Das habe ich den Jungs auch so beim Training gesagt“, so Laabs vor der Begegnung beim Tabellenneunten. Insgesamt gibt es keinen Grund für Unzufriedenheit. Die Ahlener haben die letzten fünf Spiele gewonnen und in der Rückrunde insgesamt nur drei Gegentore kassiert. Oelde verlor dagegen zuletzt überraschend mit 0:1 gegen Germania Stromberg. Fehlen werden bei den Gastgeber Sanel Mehovic (Bänderriss) und Robert Kroll (gesperrt). Nils Hahne ist wieder im Training und Moritz Lüdemann zurück im Kader. Sonntag, 15 Uhr

SV Benteler – Ahlener SG

Der Abstand zwischen dem Vorletzten aus Benteler, der im Nachholspiel am Donnerstag mit 2:6 gegen Westfalia Vorhelm unterging, und dem Schlusslicht aus Ahlen beträgt mittlerweile elf Punkte. Dennoch will die Truppe von Spielertrainer Kemal Gemec keine Spazierfahrt nach Benteler absolvieren. „Wir fahren da hin, um punktetechnisch was zu holen. Das wird aber nicht so einfach – auch, weil uns einige Spieler fehlen. Die Erwartungshaltung sollte also nicht so hoch sein“, sagt der Sportliche Leiter Peter Kriesche. Neben Kemal Gemec sind Kaan Kodas und Wissam Baschar gesperrt. Torwart Darius Steinhorst wird ebenfalls verhindert sein. Der Einsatz von Oktay Aygör ist zudem fraglich. Akin Demirci sollte wahrscheinlich wieder fit sein. Sonntag, 15 Uhr

ASK Ahlen – SV Neubeckum

Im Hinspiel hatte sich ASK einiges gegen den Tabellendritten vorgenommen. Doch dann entschieden zu viele individuelle Fehler vorzeitig die Partie zu ungunsten der Ahlener. Am Ende musste sich das Team von Trainer Serkan Aldemir deutlich mit 0:4 geschlagen geben. Für das morgige Rückspiel pochen die Ahlener deswegen auf eine Revanche. „Wir wollen an die gute zweite Halbzeit, die wir gegen Rolands Reserve gezeigt haben, anknüpfen und gegen Neubeckum über 90 Minuten so auftreten“, sagt Aldemir. Ein Sieg wäre für den Tabellenfünften extrem wichtig. „Es ist eng geworden da oben in der Tabelle. Vorwärts hat uns überholt, und wir wollen am Ende mindestens unter den Top vier zu finden sein“, gibt sich der ASK-Coach weiterhin kämpferisch. Gegen den SVN muss er auf Samet Maskar und Savas Cirak verzichten. Sonntag, 15 Uhr

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