Fußball: Kreisliga A Beckum - der 25. Spieltag
Viel Kampf, viel Krampf: Remis zwischen SuS Enniger und Westfalia Vorhelm

Ahlen -

Unterhaltsam war’s. Spannend noch dazu. Und viel Kampf hatte die Partie auch zu bieten. Das Derby zwischen SuS Enniger und Westfalia Vorhelm hatte also so ziemlich alle Zutaten für ein richtig gutes Derby beisammen. Nur eine fehlte.

Sonntag, 14.04.2019, 19:54 Uhr
Augen zu und durch? Das ist vielleicht die beste Strategie, wie sich Jan-Hendrik Schmitz womöglich gedacht haben wird. Das Derby zwischen Enniger und Vorhelm wurde den hohen Erwartungen insgesamt nicht gerecht.
Augen zu und durch? Das ist vielleicht die beste Strategie, wie sich Jan-Hendrik Schmitz womöglich gedacht haben wird. Das Derby zwischen Enniger und Vorhelm wurde den hohen Erwartungen insgesamt nicht gerecht. Foto: Lars Gummich

Beide Teams waren heiß, beide haben gefightet. Doch am Ende fehlten beim 0:0 im Derby zwischen dem SuS Enniger und Westfalia Vorhelm eben die Tore. Die zahlreichen Zuschauer sahen aber trotz des recht mager erscheinenden Ergebnisses ein unterhaltsames Spiel mit einigen gefährlichen Torraumszenen auf beiden Seiten. Letztendlich hatten die Offensivakteure der beiden Rivalen aber nicht genügend Zielwasser getrunken.

Beide Trainer mit Ergebnis einverstanden

„Das war ein typisches Derby heute. Im Vergleich zum Hinspiel fehlten nur die Tore“, bemerkte TuS-Trainer Oliver Glöden anschließend. „Das Unentschieden geht am Ende auch in Ordnung – es war viel Kampf, aber auch Krampf“, so der Übungsleiter des Tabellenachten weiter.

Rosendahl muss auf Derbysieg weiter warten

Sein Gegenüber, Peter Rosendahl, der gemeinsam mit Michael Huerkamp die Kicker vom SuS Enniger trainiert, war ebenfalls zufrieden. „Die Jungs haben heute super gekämpft und wir stehen nach einer ordentlichem Leistung mal nicht mit leeren Händen da“, freute er sich. Eine kleine Spitze in Richtung Vorhelm erlaubte er sich aber dennoch: „Heute hat es mit dem Derbysieg nicht geklappt, obwohl wir meiner Meinung nach fußballerisch und chancentechnisch im zweiten Durchgang etwas besser waren. Aber ich habe vor, noch ein bisschen in Enniger zu bleiben. Da wird der Derbysieg schon noch kommen.“

Fußball-Kreisliga-A-Beckum: SuS Enniger – Westfalia Vorhelm 0:0

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Gefahr vor allem über Standards

Nach einer verhaltenen Anfangsphase kamen die Gastgeber in der Mitte des ersten Durchgangs zu drei guten Möglichkeiten. Aber sowohl Marc Jüttemeier als auch Dennis Rinke und Maxim Reschetnik ließen die Chancen liegen. Auf der Gegenseite scheiterte dann Dominik Bergedieck nach einem Standard kurz vor dem Pausenpfiff mit einer aussichtsreichen Gelegenheit.

In der zweiten Halbzeit waren es dann wieder zwei Standardsituationen, bei denen es für die Gastgeber gefährlich wurde. Allerdings blieben die Möglichkeiten von Julian Müller (70.) und Christian Gerdhenrich (72.) ungenutzt. Zuvor verpasste es Maxim Reschetnik, seine Farben in Front zu schießen. Kurz vor dem Abpfiff hatte zudem Erik Muckermann noch einmal die Gelegenheit, den Lucky-Punch für Enniger zu setzen, verpasste diese Chance aber (90.).

Nach oben geht wohl nicht mehr viel für Westfalia

„Heute waren gute Möglichkeiten dabei, aber das Ding wollte einfach nicht reingehen. Hätten wir einen richtigen Torjäger, der 20 Tore in der Spielzeit macht, könnten wir auch weiter nach oben in der Tabelle schielen“, überlegte Rosendahl laut.

Die Vorhelmer sind als Achter mittlerweile im „Niemandsland“ (Glöden) der Tabelle angekommen. „Wir haben es versäumt, oben weiter ranzukommen. Unser Ziel – die Top Vier – rückt immer weiter in die Ferne. Wir müssen schauen, was das in dieser Saison noch wird.“

Bereits am Donnerstag haben die Fußballer aus dem Wibbeltdorf die Chance, im Nachholspiel gegen Walstedde Punkte zu sammeln, um eventuell doch noch den Anschluss an das obere Tabellenviertel herzustellen.

Enniger: Lohmann – Meier (43. Engelmeyer), Karl, C. Hanskötter (70. Kraskes), Tierbach, Hilgensloh, Florio, Muckermann, Reschetnik, Rinke (62. Kielhorn), Jüttemeier

Vorhelm: Reinke – Lüning, Kraskes, Schmitz, Halbe (62. Müller), Brehe (54. Pörschke), Paul, Gerdhenrich, Lökes, Wöstmann, Bergedieck

Die übrigen Spiele in der Kreisliga A

TuS Wadersloh – Germania Lette 6:4

Das war mal ein Spektakel! Satte zehn Tore schenkten sich der TuS Wadersloh und Germania Lette gegenseitig ein. Die Führung der Gastgeber durch Johannes Kleinediekmann (13.) glich Alexander Klinnert postwendend aus (15.). Patrick Gnibba schoss Wadersloh aber erneut in Front (41.). Klinnert gelang nach der Pause wiederum der Ausgleich (49.), bevor die Hausherren durch Kleinediekmann (55.) und zwei Mal Michael Kluba (69., 83.) davonzogen. Stefan Maibaum verkürzte zwar auf 3:5 (86.), doch erneut Kleinediekmann stellte den alten Abstand wieder her (90.). Mit dem Abpfiff traf Lette durch Maibaum per Strafstoß noch zum 4:6.

SpVg Oelde – Vorwärts Ahlen 2:2

„Ich weiß nicht, worüber ich mich mehr ärgern soll: Den Schiedsrichter, der das Wort unparteiisch nicht verdient hat, oder darüber, dass mein Team nicht das 3:1 nachgelegt hat“, musste sich Vorwärts-Trainer Volker Laabs nach dem Remis erstmal sammeln. „Der Schiri lässt gefühlt nachspielen, bis die den Ausgleich machen und pfeift vorher ganz kuriose Foulspiele“, ärgerte sich der Übungsleiter. Denn eigentlich hatten die Gäste die Partie nach einer kurzen Eingewöhnungsphase im Griff. Dennis Nüskens Führungstreffer für Oelde (6.) drehten Kevin Ortmann (26.) und Alexander Klockenbusch (58.) zum 2:1 für den Tabellenvierten. Danach gingen laut Laabs die Kuriositäten los. Kurz vor dem Abpfiff sah Nils Hahne wegen Meckerns die Rote Karte (90.+4), wenige Sekunden später besorgte Nüsken den Ausgleich.

RW Vellern – Germania Stromberg 2:3

In letzter Sekunde fuhren die auf Rang 13 liegenden Gäste durch einen verwandelten Elfmeter von Tobias Babik (90.+2) drei Punkte beim Aufsteiger und direkten Tabellennachbarn ein. Zuvor gingen die Stromberger zwei Mal durch Steven David James (20.) und Michael Konert (63.) in Führung. Die Gastgeber aus Vellern glichen allerdings jeweils durch Niklas Dulisch (58.) und Sascha Plachetka (70.) aus.

Fortuna Walstedde – Westfalen Liesborn 1:3

Der Spitzenreiter setzt sich weiter ab. Mit einem 3:1-Erfolg bei Fortuna Walstedde hat Westfalen Liesborn seinen Vorsprung auf Platz zwei, der nun vom SV Neubeckum belegt wird, auf zwölf Punkte ausgebaut. Überraschend schoss Joel Lange die Hausherren mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung (43.). Durch zwei Geschenke der Fortuna-Defensive, die Niclas Schramme dankend annahm (45., 64.) drehten die Gäste aber die Partie. Frederik Holtmann machte mit einem schönen Schlenzer dann alles klar (73.).

SV Benteler – Ahlener SG 4:2

Die Kicker der Ahlener SG waren ganz nah dran an ihrem ersten Sieg. Doch Dennis Laumeier (86.), Paul Schulte (90.+2) und Noah Döring (90.+3) hatten ein Wörtchen mitzureden und schossen den Vorletzten doch noch zum Erfolg. „Im Endeffekt wollte Benteler die drei Punkte mehr als wir. Die Enttäuschung darüber ist schon da – gerade weil wir schon am Sieg geschnuppert haben“, war Peter Kriesche, der sportliche Leiter bei den Gästen, etwas geknickt. „Wir haben uns zum Schluss nicht vernünftig gewehrt. Benteler hat die entscheidenden Zweikämpfe gewonnen.“ Vorher drehten die Ahlener einen Rückstand – Volker Trötzer traf für die Gastgeber (30.) – durch Jonas Wirz (44.) und Mike Julian Richter (85./Strafstoß). Am Ende blieben dem immer noch sieglosen Schlusslicht aber wieder keine Zähler für das Punktekonto.

ASK Ahlen – SV Neubeckum 3:3

Die Revanche aus der 0:4-Hinspielpleite ist den Gastgebern nicht geglückt. Aber dennoch verkaufte sich die Elf von Trainer Serkan Aldemir besser als noch beim ersten Aufeinandertreffen mit dem Tabellendritten. „Das war heute ein Spiel mit vielen Fehlern auf beiden Seiten“, offenbarte der Coach des Fünften nach der Begegnung. Drei Mal hatten die Hausherren durch Treffer von Ismail Colak (10.), Engin Bak (66.) und Samet Maskar (82.) geführt. Drei Mal glichen die Neubeckumer aber durch Luis Einhoff (26.), Nick Speckemeier (81.) und Agim Xhoxhaj (85.) wieder aus. Eine Vielzahl an Tormöglichkeiten ließen die ASK-Kicker in Person von Colak, Bak, Hasan Keskin und Sinan Okan liegen. „Die Chancenverwertung ist unsere große Schwachstelle momentan. Da müssen wir effektiver werden“, forderte Aldemir.

Fortuna Walstedde – Westfalen Liesborn 1:3

Im Spitzenspiel des Zweiten gegen den Tabellenführer behielt der Ligaprimus die Oberhand. Die Liesborner vergrößerten ihren Vorsprung auf den nun neuen Zweitplatzierten, den SV Neubeckum, auf zwölf Punkte. Überraschend schoss Joel Lange die Hausherren mit einem direkt verwandelten Freistoß in Führung (43.). Durch zwei Geschenke der Fortuna-Defensive, die Niclas Schramme dankend annahm (45., 64.) drehten die Gäste aber die Partie. Frederik Holtmann machte mit einem schönen Schlenzer dann alles klar (73.). Die Walstedder Schlussoffensive blieb aus.

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