Fußball: Oberliga Westfalen
Nimmt RW Ahlen Westfalia Herne den Nimbus der Unbesiegbarkeit?

Ahlen -

Zur Winterpause noch Vorletzter, aber seither ungeschlagen. Westfalia Herne hat in der Rückserie eine rasante Aufholjagd hingelegt. Die soll an Ostermontag gegen RW Ahlen enden.

Freitag, 19.04.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 19.04.2019, 10:12 Uhr
Timon Schmitz (links) und RW Ahlen sammelten zuletzt einen wichtigen Punkt in Rhynern. Acht weitere Zähler braucht es wohl noch, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern – glaubt jedenfalls Manager Joachim Krug.
Timon Schmitz (links) und RW Ahlen sammelten zuletzt einen wichtigen Punkt in Rhynern. Acht weitere Zähler braucht es wohl noch, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern – glaubt jedenfalls Manager Joachim Krug. Foto: Marc Kreisel

Nach strapaziösen Englischen Wochen mit sieben Spielen binnen 22 Tagen hatten die Oberliga-Fußballer von Rot-Weiß Ahlen mal wieder etwas Zeit zum Verschnaufen. Trainer Christian Britscho spendierte seinen kickenden Angestellten nach dem 1:1-Remis bei Westfalia Rhynern gar zwei freie Tage am Stück. Am Donnerstag, an Karfreitag und Ostersonntag aber scharrt er die Seinen um sich, um sie auf das Auswärtsspiel am Ostermontag (15.15 Uhr) bei Westfalia Herne vorzubereiten.

„Nur weil das Puschelhäschen mit den Ostereiern vorbeikommt, stellen wir die Arbeit ja nicht ein“, bekennt Britscho. Besser ist es wohl, denn auf die Ahlener wartet eine richtig knackige Aufgabe. Zum Jahreswechsel überwinterte die Westfalia noch auf dem vorletzten Platz.

Kometenhafte Aufholjagd

Seither aber hat die Mannschaft des Ex-Ahleners Christian Knappmann keine Partie mehr verloren. Seit Jahresbeginn sammelte Herne kräftig Zähler, gewann fünfmal und spielte dreimal unentschieden. Damit hat sich die Truppe vom Schloss Strünkede inzwischen sogar an den Ahlenern vorbeigeschoben. Gelingt es RWA, den Hernern den Nimbus der Unbesiegbarkeit zu nehmen?

Acht Zähler benötigen die Rot-Weißen aus Sicht ihres Sportlichen Leiters Joachim Krug noch, um ganz sicher die Klasse zu halten. Dann hätten sie die 40-Punkte-Marke erreicht. „Das wird noch ein hartes Ringen, sollte aber machbar sein“, erklärte Krug bereits vor einer guten Woche. Das Remis in Rhynern dürfte Auftrieb geben.

Stiefel länger nicht geschnürt als der Gegner

Von Vorteil sein könnte für die Ahlener auch, dass sie im Gegensatz zu ihren Gastgebern aus Herne am gestrigen Gründonnerstag nicht noch die Stiefel schnüren mussten. Die Westfalia musste gegen den FC Gütersloh ran (Ergebnis nach Redaktionsschluss), während die Ahlener „nur“ eine Trainingseinheit absolvierten.

Beim 5:3-Sieg im Hinspiel Ende Oktober ging es munter zu. Damals hatte RWA nach turbulenten 90 Minuten das bessere Ende für sich. Es war der erste Heimsieg nach einer halbjährigen Nulldiät. „Wir haben vieles richtig gemacht und vieles liegt noch im Argen. Wir müssen weiter an unserer Defensive arbeiten, denn die hat mich an den Rand eines Herzinfarkts gebracht“, urteilte Trainer Britscho seinerzeit. Ein halbes Jahr später treffen diese Worte noch immer auf einige Auftritte seines Teams zu.

Britscho vertraut auf „Obi“

Dem fehlt mit Marco Fiore wegen dessen Oberschenkelverletzung womöglich auch am Montag ein wichtiger Stabilisator im Mittelfeld. Unterdessen bereitet die Torhüter-Position keine akuten Sorgen mehr. Nach der 2:3-Niederlage beim Holzwickeder SC, bei der Bernd Schipmann einmal mehr nicht gerade viel Sicherheit ausgestrahlt hatte, hat Christian Britscho reagiert.

Seit dem 1:0-Sieg bei der Hammer Spielvereinigung vertraut er auf Tim Oberwahrenbrock. „Obi hat sich im Training durch Leistung gezeigt und seine Chance genutzt“, urteilt Britscho. Er baut in der entscheidenden Phase der Saison auf den 29-Jährigen. Oberwahrenbrock ist damit neben Cihan Yilmaz, Peter Rios, Sebastian Mützel und Marko Onucka einer von fünf Ahlenern, die am Montag gegen ihren Ex-Club Herne auf dem Rasen stehen.

Duellgrafik

Duellgrafik Foto: Manfred Krieg

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6552322?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57550%2F
Nach der Europawahl beginnt in Brüssel der Personalpoker
Manfred Weber, Spitzenkandidat der Europäischen Volkspartei, kommt nach der Europawahl zu einer Wahlveranstaltung.
Nachrichten-Ticker