Fußball: Kreisliga A Beckum
Westfalia Vorhelm siegt nach 0:3-Rückstand gegen Vorwärts Ahlen

Ahlen -

Nein, es wurde nicht Eishockey gespielt. Tatsächlich war das 6:4 zwischen Westfalia Vorhelm und Vorwärts Ahlen das Ergebnis eines Fußballspiels. Ungewöhnlich war allerdings der Verlauf.

Sonntag, 28.04.2019, 19:45 Uhr aktualisiert: 28.04.2019, 20:09 Uhr
Da konnten sich die Vorwärtsler noch so strecken – nach ihrer 3:0-Führung gaben nur noch die Vorhelmer den Ton an.
Da konnten sich die Vorwärtsler noch so strecken – nach ihrer 3:0-Führung gaben nur noch die Vorhelmer den Ton an. Foto: Lars Gummich

Schlangenlinienförmig kurvten die Fußballer von Westfalia Vorhelm bislang eher gemütlich durch die Saison, zeigten oft auch über 90 Minuten nicht die nötige Konstanz und dümpelten im „Niemandsland“ der Tabelle herum. Im Derby gegen Vorwärts Ahlen bewies die Truppe von Coach Oliver Glöden allerdings Moral, drehte einen Drei-Tore-Rückstand und gewann am Ende mit 6:4 (1:3).

Nur noch ein Punkt trennt Westfalia von Vorwärts

Erfreulich aus Sicht der Gastgeber: Der Abstand zum auf Platz sechs liegenden Stadtrivalen beträgt nun nur noch einen Zähler, und die Differenz von vier Punkten zum Vierten, TuS Wadersloh , konnte ebenfalls gleich gehalten werden.

Wir haben uns durch den Sieg alle Chancen offen gehalten und können jetzt noch ein Wörtchen um Platz vier mitreden.

Oliver Glöden

„Wir haben uns durch den Sieg alle Chancen offen gehalten und können jetzt noch ein Wörtchen um Platz vier mitreden“, freute sich Glöden, um hinterherzuschieben: „Die erste Halbzeit erinnerte an die ersten 45 Minuten gegen Walstedde in der Vorwoche. Nach der Pause haben wir dann im Gegensatz zum letzten Spiel endlich mal die Tore gemacht.“ Zudem habe sein Team mehr Biss und mehr Leidenschaft an den Tag gelegt als der Rivale vom Lindensportplatz.

Ich bin maßlos enttäuscht von meiner Mannschaft.

Volker Laabs

Sein Gegenüber, Vorwärts-Coach Volker Laabs, wollte sich nach dem Abpfiff nicht zur Partie äußern. „Ich bin maßlos enttäuscht von meiner Mannschaft“, waren die einzigen Worte, die er sich entlocken ließ. Verständlich, kassierte seine Mannschaft doch in dieser Begegnung mehr Gegentore als in den vorherigen zehn Matches der Rückrunde zusammen (5).

3:0 nach 38 Minuten

Zu Beginn schien es allerdings fast so, als wollten die Hausherren nicht aus ihren alten Mustern ausbrechen und die Gäste in ihren gewohnten Verhaltensweisen bleiben. Björn Weber (18.), Alexander Klockenbusch (20.) und Stefanos Dontsis (38.) schossen für die Vorwärts-Kicker eine komfortable 3:0 Führung heraus. Dabei profitierten die Gäste von ihrer kompakten Defensive und setzten vorne über Nadelstiche die nötigen Duftmarken. „Wir wurden immer wieder ausgekontert, standen schlecht und kamen mit dem schnellen Umschaltspiel nicht klar“, analysierte Glöden. Ein Kraftakt brachte den Vorhelmern aber noch vor der Pause den Anschlusstreffer durch Dominik Bergedieck (41.).

Gerdhenrich verwandelt zwei Strafstöße

Nach dem Seitenwechsel spielten die Hausherren dann groß auf. „Wir haben bärenstark als Team agiert“, lobte der Ex-Profi. Simon Brehe (56.) und Davin Wöstmann (60.) stellten das 3:3 her. Danach holten erst Bergedieck und wenige Minuten später Wöstmann zwei Strafstöße heraus, die beide souverän von Christian Gerdhenrich verwandelt wurden (64., 76.). In Unterzahl – Leo Maschke sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte (76.) – verkürzte Dontsis für Vorwärts per Elfmeter auf 4:5 (80.). Vorausgegangen war ein Foul von Tristan Paul an Alexander Klockenbusch. Kurz vor dem Abpfiff stellte Bergedieck, der mit zwei Treffern und zwei Vorlagen einen Sahnetag erwischte, aber den alten Abstand wieder her (89.).

Westfalia Vorhelm: Reinke – Lökes, Lüning, Kraskes, Lohmann (46. Kaldewei), Gerdhenrich, Paul, Brehe, Pörschke (89. Kraskes), Wöstmann, Bergedieck

Vorwärts Ahlen: Splett – Kühlmann, Maschke, Lüdemann, Klockenbusch, Weber (68. Schmidt), Dontsis, Ortmann, N. Uhlenbrock (76. Barea), Kroll, Nieddu (72. Ghanbari)

Fußball-Kreisliga-A-Beckum: Westfalia Vorhelm – Vorwärts Ahlen 6:4

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SV Neubeckum – Aramäer Ahlen 1:1

Sein gutes Gefühl hat Aramäer-Coach Christian Maschinski nicht getäuscht, sein Vertrauen in sein Team wurde belohnt. „Die Jungs haben sich voll reingehauen und 60 Minuten in Unterzahl gekämpft ohne Ende. Man hat nicht gesehen, dass wir einer weniger waren. Hut ab“, lobte er seine Truppe. Ein Tor der Gäste wurde im ersten Durchgang aufgrund eines vermeintlichen Handspiels nicht anerkannt. Mustan Mutlu „bedankte“ sich lautstark beim Unparteiischen und flog deshalb vom Platz (30.). Nach einem Abstimmungsfehler gingen die Hausherren dann durch Philip Klüter in Führung (52.). Die Ahlener kamen aber durch Kevin Wilmes zurück (78.). Weitere hochkarätige Möglichkeiten ließen Wilmes, Murat Gündogdu und Philip Erlei liegen. „Vor dem Spiel hätte ich einen Punkt unterschrieben, am Ende war es etwas bitter, dass wir nicht gewonnen haben“, meinte Maschinski.

Westfalen Liesborn – SV Benteler 7:1

Bereits im ersten Durchgang ließ der Tabellenführer keine Zweifel aufkommen, wer den Platz als Sieger verlassen würde. Stefan Henke (9./15.), Moritz Erdelt (39.), Sebastian Kampmann (42.) und Niclas Schramme (43.) trafen bereits vor der Pause fünf Mal für Liesborn. Paul Schulte verkürzte für den abstiegsbedrohten Vorletzten mit dem Pausenpfiff auf 1:5. Nach dem Seitenwechsel schraubten allerdings Yannic Mönikes (67.) und erneut Erdelt (69.) das Ergebnis weiter in die Höhe.

SC Roland Beckum II – TuS Wadersloh 1:3

Einen wichtigen Sieg im Kampf um den vierten Platz sicherte sich der TuS Wadersloh in Roland Beckum. Albin Hajradini schoss die Gäste in Front (40.). Robert Mainka besorgte nach dem Seitenwechsel zwar den Ausgleich für den SCR (67.), doch Rudi Milberger (83.) und Felix Große Wienker (90.+3) entschieden mit ihren Treffern die Partie zugunsten der Elf von Trainer Stefan Hollenhorst.

RW Vellern – SpVg Oelde 2:3

Die Führung der Gäste durch Dennis Nüsken (9.) hielt nicht lange. Durch zwei Eigentore der Oelder – Christian Fortströer (13.) und Mathies Winkelmann (15.) netzten ins eigene Gehäuse ein – drehte Vellern das Spiel. Der 2:2-Ausgleich von Niklas Neitemeier ließ aber nicht lange auf sich warten (29.). Nach dem Seitenwechsel besorgte dann Jens Hörster (79.) den Sieg für Oelde.

Germania Stromberg – Fort. Walstedde 3:4

„Für die Zuschauer war es ein spannendes und ereignisreiches Spiel“, fasste Fortuna-Coach Eddy Chart die Partie in Stromberg zusammen. Nicolas Rosendahl hatte die Walstedder nach zwei Torwartfehlern in Führung geschossen (8./13.). Daniel Swierczek verkürzte aus abseitsverdächtiger Position auf 1:2 (25.). Nach dem Pausentee erhöhte Jonah Scheffler in einer Drangphase der Fortunen auf 3:1 (54.), ehe die Germania durch Tobias Babik (67./Handelfmeter) und Niklas Spiekermann (73.) egalisierte. Kurz vor dem Abpfiff gelang Rosendahl der viel umjubelte Siegtreffer für den neuen Tabellenzweiten (87.).

Germania Lette – SuS Enniger 2:1

Die Ennigeraner müssen weiter auf ihren ersten Sieg seit Ende Februar warten. Beim Tabellennachbarn hatten sie durch die Treffer von Marc-Rene Witte (40.) und Dennis Brinkhaus (70.) das Nachsehen. Der zwischenzeitliche Ausgleich des Tabellenzwölften durch Matthias Hilgensloh (60.) ließ nur kurz Hoffnung aufkeimen.

Ahlener SG – ASK Ahlen 0:2

Aussichtsreiche Torchancen in Hülle und Fülle ließ ASK durch Ismail Colak, Hasan Keskin, Ercan Kayacan, Vesko Hamidovic, Alper Yildirim und Savas Cirak im Derby liegen. Erst nach der Pause schoss Hasan Keskin seine Farben in Front (47.). „Danach war die Luft raus“, berichtete ASK-Trainer Serkan Aldemir. Ismail Colak machte mit seinem Treffer kurz vor dem Abpfiff den Deckel drauf (84.). „Wichtig sind nur die drei Punkte. Die Höhe des Sieges ist zweitrangig“, so Aldemir. „Wir haben versucht, ASK das Spiel so schwer wie möglich zu machen. Im Endeffekt waren wir mit einem Torabschluss in 90 Minuten vorne aber zu harmlos“, bilanzierte Peter Kriesche, Sportlicher Leiter der ASG. Das Schlusslicht muss also weiterhin auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit warten.

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