Fußball: Oberliga Westfalen
Auf feine Klinge wird verzichtet: RW Ahlen zu Gast bei U21 des SC Paderborn

Ahlen -

Rot-Weiß Ahlen tritt am Freitag bei der U21 des SC Paderborn an. Die ist das drittbeste Team der Rückrunde. RWA-Trainer Christian Britscho sieht dennoch Ansätze, wo der SCP zu packen ist.

Donnerstag, 02.05.2019, 18:30 Uhr aktualisiert: 02.05.2019, 18:39 Uhr
Es könnte schmerzhaft werden, denn RW Ahlen möchte dem spielerischen Ansatz des SC Paderborn robust und rustikal entgegentreten. Das gilt allerdings nicht für Enes Güney. Er fehlt wegen einer Mandelentzündung.
Es könnte schmerzhaft werden, denn RW Ahlen möchte dem spielerischen Ansatz des SC Paderborn robust und rustikal entgegentreten. Das gilt allerdings nicht für Enes Güney. Er fehlt wegen einer Mandelentzündung. Foto: Lars Gummich

Acht Punkte hat Rot-Weiß Ahlen zwischen sich und die Abstiegsplätze verfrachtet. Bei noch fünf ausstehenden Partien einerseits ein einigermaßen beruhigendes Polster, andererseits aber auch kein sanftes Ruhekissen, um fortan die Arbeit sein zu lassen.

Der Oberligist ist vielmehr darauf aus, den Klassenerhalt auch rein rechnerisch schnellstmöglich fix zu machen. Am Freitagabend (19 Uhr) bei der U21 des SC Paderborn kann der nächste Schritt auf dem Weg dorthin gelingen. Das Match wird allerdings im Stadion Laumeskamp in Delbrück ausgetragen.

Leistungsexplosion in der Rückserie

Beim Blick auf die Tabelle scheinen die Hausherren aus Ostwestfalen mit nur einem Punkt mehr auf dem Konto der Kragenweite Ahlens zu entsprechen. Allerdings stellt der SCP gegenwärtig das drittbeste Rückrundenteam, sammelte bereits 24 Punkte in 13 Begegnungen. Nur der Tabellenzweite TuS Haltern (25) und Spitzenreiter Schalke 04 (27) waren erfolgreicher. „Es braucht eine gewisse Zeit, bis sich eine U21 im Seniorenbereich zurechtfindet. Wenn das geschehen ist, gibt es oft eine kleine Leistungsexplosion“, sagt Christian Britscho .

Die Duell-Bilanz zwischen Paderborn und Ahlen.

Die Duell-Bilanz zwischen Paderborn und Ahlen.

Der RWA-Trainer hat sich von den Fähigkeiten der Ostwestfalen selbst überzeugt, hat deren letzte Partie per Videoanalyse in Augenschein genommen. Zwar verloren die Paderborner mit 2:4 beim FC Gütersloh, dies aber sei nicht notwendig gewesen. „Paderborn hat die erste Hälfte komplett dominiert und hätte höher führen können“, sagt Britscho. Den 2:1-Pausenvorsprung ließ sich der SCP dann im zweiten Abschnitt noch entreißen.

Strategie: Den Spaß am Fußball nehmen

Nicht nur daraus leitet der RWA-Coach etwas für die Spielweise seiner Mannschaft ab. „Die Paderborner wollen alles spielerisch lösen, operieren kaum mit langen Bällen. Es ist ihr Vorteil, aber gleichzeitig kannst du sie da auch packen“, sagt Christian Britscho. Obwohl es eigentlich auch eher der eigenen Spielanlage entspricht, werden die Rot-Weißen die feine Klinge weglassen und lieber eine robust-rustikale Gangart anschlagen. Die Gastgeber dürfen sich auf einen Gegner einstellen, der ihnen permanent auf den Füßen stehen wird, um ihnen damit die Räume zur Entfaltung und den Spaß am Fußball zu nehmen.

Eine Aufgabe, die allerdings leichter formuliert, als tatsächlich ausgeführt ist. Insbesondere da weitere Leistungsträger ausfallen. Rene Lindner hat seine Gelbsperre zwar abgesessen, plagt sich aber noch mit Oberschenkelproblemen herum. Britscho taxiert die Einsatzchancen seines Innenverteidigers auf gerade mal „zehn Prozent“.

Drei Eigengewächse im Aufgebot

Mehmet Kara liegt mit einer Grippe flach und auch Enes Güney und Bernd Schipmann sind beide wegen einer Mandelentzündung außer Gefecht gesetzt. Hinzu kommt der Ausfall von Philipp Grodowski, für den die Saison nach einer Bänderverletzung im Knie voraussichtlich vorzeitig beendet ist. Dafür sind mit den Abwehrspielern Lukas Berger und Niklas Frede und Mittelfeldspieler Sebastian Mai wieder drei Eigengewächse aus der A-Jugend im Aufgebot.

Innenverteidiger Frede erhielt jetzt einen Vertrag für eine Saison, Rechtsverteidiger Berger sogar einen Kontrakt für zwei Jahre. Sebastian Mai wiederum, der ebenfalls künftig dem Oberliga-Kader angehört, kam zuletzt gegen Westfalia Herne (4:3) und Eintracht Rheine (2:1) bereits zu seinen ersten Einsätzen im Seniorenbereich. „Sebastian ist schon sehr weit für sein Alter. Er ist ein guter Junge und klar im Kopf. Es macht echt Spaß, mit ihm zu arbeiten“, lobt Britscho das Eigengewächs.

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