Leichtathletik: 17. Ahlener Stadtteil- und Haldenlauf
Dieses Duell der Rivalen ist der Renner

Ahlen -

Am Sonntag dürfte es beim Haldenlauf in Ahlen einmal mehr zum Duell zwischen Amanuel Desale und Philipp Kaldewei kommen. Im Hauptlauf über elf Kilometer machen sie den Sieger unter sich aus. Im Vorfeld haben beide gute Gründe, die Favoritenrolle dem jeweils anderen zuzuschieben.

Samstag, 04.05.2019, 10:00 Uhr
Sagen die Startnummern etwas über die spätere Platzierung aus? Falls ja, sind die Rollen zwischen Philipp Kaldewei (Nr. 2) und Amanuel Desale (Nr. 1) verteilt.
Sagen die Startnummern etwas über die spätere Platzierung aus? Falls ja, sind die Rollen zwischen Philipp Kaldewei (Nr. 2) und Amanuel Desale (Nr. 1) verteilt. Foto: Danny Schott

Stell dir vor, es ist Stadtteil- und Haldenlauf und keiner der üblichen Verdächtigen möchte die Favoritenrolle einnehmen. So jedenfalls ist die Ausgangssituation vor der 17. Auflage des Rennens am Sonntag im Ahlener Osten.

Im elf Kilometer langen Hauptlauf, der über die Halde führt, gab es in den beiden vergangenen Jahren einen Zweikampf zwischen Amanuel Desale (LG Ahlen) und Philipp Kaldewei (LV Oelde). Jahrelang war Kaldewei der Platzhirsch, den niemand zu verdrängen vermochte. Von 2010 bis 2016 war der Oelder unangefochtener Dauersieger, ehe ihm Desale 2017 und 2018 den Sprung ganz oben aufs Podest verwehrte und den (vordersten) Rang ablief. Aktuell aber steckt Desale beruflich im Prüfungsstress und kann nicht im gewohnten Umfang trainieren. Eine neue Bestzeit des Eritreers ist deshalb nicht unbedingt zu erwarten – genauso wenig wie die automatische Titelverteidigung.

Kaldewei hat den Hermann in den Knochen

Andererseits ist auch sein Rivale derzeit nicht auf dem absoluten Top-Level. Vor einer Woche absolvierte Kaldewei den Hermannslauf – er benötigte beeindruckende 2:02:38 Stunden für die anspruchsvolle 31-Kilometer-Distanz. Das aber hat ordentlich Körner gekostet.

„Sonntag dürfte es ein ambitionierter Tempo-Dauerlauf werden. Eine Woche nach dem Hermannslauf erwarte ich nicht allzu viel. Laufen möchte ich aber auf jeden Fall. Ich finde den Haldenlauf einfach klasse“, sagt Philipp Kaldewei.

Desale reklamiert Sieg für sich

In den vergangenen beiden Jahren hatte er gegenüber Lokalmatador Desale das Nachsehen. „Amanuel scheint recht gut drauf zu sein, ist Titelverteidiger und das ist sein Heimrennen. Vieles spricht für ihn“, sagt Kaldewei vor dem erneuten Duell. Automatisch alle Ambitionen fahren lassen, möchte der Oelder aber auch nicht. „Sollte Amanuel mir dir Tür öffnen und Geschenke verteilen, würde ich nicht Nein sagen“, bekennt Kaldewei.

Den Gefallen möchte ihm der Ahlener aber nicht tun. Prüfungen hin oder her: „Ich werde Erster“, sagt Desale selbstbewusst und übernimmt damit doch die Favoritenrolle. Im vergangenen Jahr stürmte er in 38:43 Minuten mit elf Sekunden Vorsprung vor Kaldewei ins Ziel. Sollte nicht etwas völlig Unvorhergesehenes geschehen, dürften die beiden auch diesmal den Sieger unter sich ausmachen.

Derweil dürfte beim Jedermannlauf über sieben Kilometer, der sich die Höhenmeter über die Halde spart und die Teilnehmer drum herum führt, ein anderer Kandidat vom obersten Treppchen grüßen. Denn Jonas Barwinski , seit 2015 ununterbrochener Abo-Gewinner, nimmt nicht teil, weil er für den ASC Ahlen mit der Liga-Mannschaft in der Triathlon-Verbandsliga Nord in Versmold startet. Hier gibt‘s den Bericht und die Bildergalerie vom 16. Stadtteil- und Haldenlauf 2018.

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