Fußball: Kreisliga A
Aramäer-Coach traut dem Braten vor dem Derby gegen die Ahlener SG nicht

Ahlen -

Wer hat noch nicht, wer will noch mal? Diesmal sind die Aramäer Ahlen an der Reihe, gegen das abgeschlagene Schlusslicht Ahlener SG einen Pflichtsieg zu feiern. Doch so ganz traut Gastgeber-Coach Christian Maschinski dem vermeintlich schon im Ofen steckenden Festtagsbraten nicht – und will nicht als Erster in die Röhre schauen.

Samstag, 04.05.2019, 14:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 17:54 Uhr
Sie haben die volle Absicht eine Mauer zu errichten – und das aus gutem Grund: Aramäer Ahlen möchte nicht die erste Mannschaft sein, die der Ahlener SG in dieser Saison unterliegt.
Sie haben die volle Absicht eine Mauer zu errichten – und das aus gutem Grund: Aramäer Ahlen möchte nicht die erste Mannschaft sein, die der Ahlener SG in dieser Saison unterliegt. Foto: Lars Gummich

Dass sich die Fußballer von Aramäer Ahlen vor keinem Gegner verstecken müssen, haben sie in der Vorwoche beim 1:1 gegen die zu diesem Zeitpunkt auf Platz zwei liegenden Neubeckumer einmal mehr eindrucksvoll bewiesen – und das trotz 60-minütiger Unterzahl. Am Sonntag (15 Uhr) geht es für die Mannschaft von Christian Maschinski nun mit der Ahlener SG gegen einen zwar aus rein tabellarischer Sicht vermeintlich einfacheren Gegner, der bislang in 26 Spielen erst einen Zähler sammelte. Aber einen Selbstläufer erwartet Maschinski im Stadtderby definitiv nicht.

Das wird ein ähnlicher Kampf wie gegen Neubeckum

Christian Maschinski

„Das wird ein ähnlicher Kampf wie gegen Neubeckum“, glaubt der Aramäer-Übungsleiter und schiebt hinterher: „Die ASG schleppt sich noch mit der schlechten Hinrunde rum. Die Ergebnisse in der Rückserie sind schon deutlich besser.“ Dennoch will der Trainer die Punkte auf heimischem Geläuf behalten – schon alleine, um am Ende der Spielzeit auf einem einstelligen Tabellenplatz abzuschließen. „Ich vertraue den Jungs. Wir wollen die zweite Halbserie hochkonzentriert zu Ende spielen, um jeden Punkt kämpfen und Temperament auf den Platz bringen“, sagt Maschinski.

Peter Kriesche will sich gerne überraschen lassen

Ein ähnliches Credo gibt Peter Kriesche vor. Denn der Sportliche Leiter der bereits als Absteiger feststehenden Ahlener SG möchte, dass das Team von Spielertrainer Kemal Gemec in den vier verbleibenden Partien in der Kreisliga A noch möglichst viele Zähler und Erfahrung sammelt. „Einen Punkt wollen wir gegen Aramäer mitnehmen“, lässt Kriesche durchblicken. Und was wäre mit dem ersten Saisonsieg? „Da lasse ich mich von den Jungs auch gerne überraschen. Das Zeug dazu haben sie, vor allem wenn sie ihre Leistung konstant über 90 Minuten bringen“, glaubt der Sportliche Leiter.

Optimistisch ist Kriesche auch, weil mit Kemal und Ismail Gemec gleich zwei Akteure, die viel Erfahrung besitzen, wieder zur Verfügung stehen. „Dadurch sollten wir auch vorne zu mehr Durchschlagskraft kommen“, erhofft er sich.

ASG beim 0:2 gegen ASK offensiv abgetaucht

Zuletzt bei der 0:2-Pleite gegen ASK war die ASG gerade in der Offensive über 90 Minuten abgetaucht. Anders die Aramäer-Sturmabteilung, die immer für einen Treffer gut ist. „Hinten fangen wir uns aber ebenso oft eine Kirsche“, bedauert Christian Maschinski. Seine größte Sorge vor dem Derby: „Wenn bei meinen Jungs das Spiel schon am Samstagabend gewonnen ist.“ Beide Mannschaften können fast aus dem Vollen schöpfen. Bei Aramäer fehlt nur der gesperrte Mustan Mutlu, bei der Ahlener SG der ebenfalls gesperrte Kaan Kodas.

► Die übrigen Spiele am Wochenende:

Vorwärts Ahlen – Germania Lette

Eine Drei-Tore-Führung haben die Vorwärtsler zuletzt in Vorhelm verspielt und am Ende noch mit 4:6 verloren. Zurückblicken möchte Übungsleiter Volker Laabs aber nicht mehr. „Wir schauen jetzt nach vorne und wollen gegen Lette wieder dreifach punkten“, erklärt der Coach des Tabellensechsten. „Wir müssen gucken, dass wir oben weiter dran kommen.“ Dazu muss seine Truppe aber wieder die nötige Sicherheit in ihr Spiel bekommen. „Zu Hause treten wir immer ganz anders auf“, setzt Laabs auf Besserung durch den Heimvorteil. Verzichten müssen die Gastgeber auf Leo Maschke, Nils Hahne, Petrus Tarambuskas, Sanel Mehovic, Patrick Huesmann und vermutlich Björn Weber. (Sonntag, 15 Uhr)

Leo Maschke (Vorwärts Ahlen)

Leo Maschke (Vorwärts Ahlen) Foto: Marc Kreisel

 

ASK Ahlen – Westfalen Liesborn

„Wir wollen die Meisterfeier von Liesborn bei uns auf dem Platz ganz klar verhindern. Wir gehen raus, um zu gewinnen – auch, wenn wir nicht der Favorit sind“, gibt sich ASK-Coach Serkan Aldemir vor dem Duell mit dem Tabellenführer gewohnt kämpferisch. Liesborn habe eine „super Truppe“. Doch auch im Hinspiel haben die Ahlener – derzeit Fünfter – bereits bewiesen, dass sie dem Spitzenreiter durchaus Paroli bieten können. Denn Ende Oktober schlug die Aldemir-Elf die Liesborner durch Treffer von Sinan Okan und Abdoulaye Ciss mit 2:1. „Wir freuen uns schon auf das zweite Aufeinandertreffen. Um gegen Liesborn zu bestehen, müssen wir taktisch richtig gut aufgestellt sein“, so Aldemir. Personell sieht es hervorragend aus: Alle Mann sind an Bord. (Sonntag, 15 Uhr)

Abdoulaye Ciss (ASK Ahlen)

Abdoulaye Ciss (ASK Ahlen) Foto: Marc Kreisel

► Bereits am Donnerstag spielten:

SV Benteler – Germania Stromberg 0:2

Lange mussten die Zuschauer des Kellerduells am Donnerstagabend auf Tore warten. Nach 90 Minuten hatte dann aber erwartungsgemäß der Viertletzte aus Stromberg durch Treffer von Steven David James (78.) und Niklas Spiekermann (88.) die Nase vorn. Die auf Rang 15 liegenden Gastgeber beendeten die Partie nach einer glatten Roten Karte nur zehnt (90.).

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