Fußball: Kreisliga A Beckum
Schmeichelhafter Kantersieg für Aramäer gegen Ahlener SG

Ahlen -

Okay, ein amtliches Ergebnis lügt nicht. Trotzdem sagt es nicht immer alles über den Spielverlauf. Die Trainer von Aramäer Ahlen und der Ahlener SG waren sich jedenfalls einig, dass der Kantersieg der Gastgeber ein schmeichelhafter war.

Sonntag, 05.05.2019, 19:40 Uhr aktualisiert: 07.05.2019, 17:24 Uhr
Auch wenn es hier anders aussehen mag: Kapitulieren musste am Ende nicht Gastgeber Aramäer Ahlen, sondern Schlusslicht Ahlener SG. Trotz anfänglicher Überlegenheit kassierten die Gäste eine happige 1:5-Niederlage.
Auch wenn es hier anders aussehen mag: Kapitulieren musste am Ende nicht Gastgeber Aramäer Ahlen, sondern Schlusslicht Ahlener SG. Trotz anfänglicher Überlegenheit kassierten die Gäste eine happige 1:5-Niederlage. Foto: Marc Kreisel

Christian Maschinski kennt seine Jungs und weiß, was in ihnen steckt. Beim 1:1 in Neubeckum brachte er ihnen grenzenloses Vertrauen entgegen – und wurde dafür belohnt. Gleichwohl vermutete der Aramäer-Coach vor dem Derby gegen die Ahlener SG aber auch, dass sich der Schlendrian einschleichen könne. Das tat er beim 5:1 (1:1)-Erfolg gegen das Schlusslicht zwar nur phasenweise, aber dennoch waren die Gäste nah dran am ersten Sieg in dieser Spielzeit – auch, wenn es das Ergebnis nicht gleich vermuten lässt.

„Wir haben die heutige Partie in der Offensive verloren, weil wir unsere Chancen nicht genutzt haben. Wir hätten bereits im ersten Durchgang mit 2:0 oder 3:0 führen müssen“, meinte Peter Kriesche, der sportliche Leiter des Tabellenletzten, der bislang nur einen Zähler in 27 Begegnungen holte. Am Ende sei es dann wieder das alte Lied gewesen: „Wir haben hinten zu viele Fehler – teilweise katastrophale Dinger – gemacht und standen uns mal wieder selbst im Weg.“

Maschinski kritisiert Leistung seines Teams

Maschinski sparte ebenfalls nicht an Kritik für seine Truppe. „In der ersten Halbzeit hat alles gefehlt, was man zum Fußballspielen braucht. Da war kein Einsatz, kein Kampf und kein Laufspiel“, ging der Übungsleiter des Elften mit seinem Team hart ins Gericht. „So eine Leistung wird uns eigentlich nicht gerecht. Das ging mehr Richtung Pflichtsieg.“

Die Gäste kamen besser in die Partie und machten es den Aramäer-Kickern schwer. Mike Julian Richter ließ früh eine aussichtsreiche Gelegenheit liegen (4.). Im Gegenzug besorgte Maik Fohrmann mit einem Distanzschuss aus gut 20 Metern, bei dem ASG-Keeper Darius Steinhorst der Ball unglücklich unter dem Körper durchrutschte, die Führung (5.). „Das ist ärgerlich, dass wir so wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten“, bemerkte Kriesche. Nur wenige Minuten später profitierte Richter von einem Fehlpass von Aramäer-Schlussmann Recep Tas und egalisierte (8.). „Danach haben wir abgeschaltet“, offenbarte Maschinski. Die ASG zog daraus aber keinen Nutzen: Richter traf nur Aluminium, und auch Spielertrainer Kemal Gemec verfehlte knapp das Gehäuse.

Schomaker trifft zum 2:1

In den ersten 15 Minuten nach dem Seitenwechsel bot sich das gleiche Bild. Erst als Fohrmann mit einem schönen Kopfball gegen die Laufrichtung des ASG-Torhüters nach einer Hereingabe von Pascal Schomaker das 2:1 für die Gastgeber erzielte (59.) war der Bann gebrochen. Reihenweise ließen Dennis Jeball, Murat Gündogdu, Maik Fohrmann und Michelle Heitkötter im Anschluss Möglichkeiten aus. Erst in den Schlussminuten schraubten Schomaker (89.), Jeball (90.+1) und Fohrmann (90.+2) das Ergebnis in die Höhe. Die ASG beendete die Partie nach einer Ampelkarte für Ismail Gemec wegen wiederholten Foulspiels nur zu zehnt (74.).

Aramäer: Tas – L. Tulgay (79. Erduvan), Erlei, Gündogdu (84. Karagün), Jeball, Fohrmann, Cicek, Heitkötter (90. Kapcak), Wegmann, Kreitinger, Schomaker

ASG: Steinhorst – Aygör, I. Gemec, Weber, Richter, Javor, Wirz (66. Huerkamp), K. Gemec, Demir, Baschar (52. Demirci), Cetin

Fußball Kreisliga A Beckum: Aramäer Ahlen - Ahlener SG

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SpVg Oelde – Westfalia Vorhelm 3:6

„Bei uns ist immer viel los“, gab ein gut gelaunter TuS-Coach Oliver Glöden nach dem Kantersieg über den Tabellenneunten lachend zum Besten. Johannes Kraskes (13., 40.), Patrick Lökes (17.) und Dominik Bergedieck (28.) hatten bereits zur Pause für klare Verhältnisse gesorgt. Nach dem Seitenwechsel legte Davin Wöstmann dann zwei Mal für den Siebten nach (62., 75.). Die Gastgeber betrieben durch Dennis Nüsken (71.), Jan Baum (81.) und Philipp Niemann (85.) noch etwas Ergebniskosmetik. „Die erste Halbzeit war genauso, wie ich mir das vorgestellt hatte. Da waren wir klar überlegen. Der zweite Durchgang spiegelte unseren Saisonverlauf wider“, bilanzierte Glöden.

Vorwärts Ahlen – Germania Lette  2:2

Vorwärts-Trainer Volker Laabs war nach dem 2:2 gegen den Zehnten verärgert. „Uns wurde die Führung heute vom Schiedsrichter genommen“, sagt er. „Wir bekommen wegen nichts indirekte Freistöße im Strafraum, kassieren Gelbe Karten für nichts, und dann wird uns in der 90. Minute noch ein reguläres Tor wegen Abseits genommen“, echauffierte sich Laabs. Dabei hatten die Ahlener im ersten Durchgang alles im Griff und führten nach Toren von Stefanos Dontsis (31./Strafstoß) und Alexander Schmidt (41.) komfortabel mit 2:0. Nach der Pause flog Dontsis mit der Ampelkarte vom Platz (65.). Lette schaffte durch Artur Sperle (80./Strafstoß) und Dennis Brinkhaus (83.) den Ausgleich. Danach pfiff der Schiedsrichter den vermeintlichen Siegtreffer der Hausherren durch Kevin Ortmann (90.) ab. Robert Kroll und ein Gäste-Akteur flogen mit Gelb-Rot vom Platz (90.).

ASK Ahlen – Westfalen Liesborn 3:4

Am Ende reichte eine dreimalige ASKFührung gegen den Tabellenführer nicht aus. Hasan Keskin (9., 80.) und Ismail Colak (38.) hatten die Truppe von Serkan Aldemir je in Front gebracht. Der Spitzenreiter kam drei Mal durch Frederik Holtmann (26.), Niclas Schramme (47.) und Roman Nölle (86./FE) zurück. Einen Fehler in der ASK-Defensive nutzte Schramme (88.), um Liesborn zum Meistertitel zu schießen. Bitter für die Gastgeber: Ahmet Taser sah die Ampelkarte (90.), seine Teamkollegen Hasan Keskin und Samet Maskar nach Abpfiff wegen Schiedsrichterkritik Rot.

SuS Enniger – Roland Beckum 2  4:4

Patrick Oechtering ließ die Gäste jubeln (42.). Nach dem Pausentee glich Christoph Hanskötter aus (50.). Die Roländer gingen aber per Doppelschlag von Christoph Drube (54.) und Hakan Cetinkilic (56./Elfmeter) erneut in Front. Marc Jüttemeier per Strafstoß (54.) und zwei Mal Maxim Reschetnik (75., 85.) drehten die Partie, ehe die Gäste durch ein Eigentor von Sean Karl (87.) noch zum Ausgleich kamen.

Fortuna Walstedde – RW Vellern 2:2

Die Gastgeber verspielten eine Zwei-Tore-Führung. Für die Walstedder trafen zunächst André Chart per Freistoß (9.) und Marcel Brillowski nach einem wunderschön vorgetragenen Angriff (43.). Dann ließen sie es schleifen. „Wenn man nach der Pause so wenig investiert, braucht man sich über das Ergebnis nicht mehr wundern“, fand Trainer Eddy Chart. Stefan Ahrens (65.) und Mike Maslowski (85.) egalisierten.

TuS Wadersloh – SV Neubeckum 4:1

Bereits zur Pause führte der Tabellenvierte nach drei Treffern von Felix Große Wienker (4., 26., 39.) mit 3:1. Für Neubeckum besorgte Luis Einhoff das zwischenzeitliche 1:2 (20.). Kurz vor dem Abpfiff stellte Rudi Milberger den alten Abstand wieder her (84.).

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