Fußball: Auf- und Abstiege
Fortuna Köln löst Kettenreaktion aus

Münster -

Langsam lichten sich die Reihen in den Ligen: Erste Aufstiegspartys sind in Planung, erste Abstiegstränen fließen. Damit klärt sich langsam, aber sicher auch die Frage nach den Relegations-Regularien quer durch die Spielklassen.

Donnerstag, 16.05.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 17.05.2019, 13:22 Uhr
Nach dem Abstieg von Fortuna Köln, hier mit Nico Brandenburger in der Partie gegen Preußen um René Klingenburg (l.), haben sich die Chancen, über die Relegation noch aufzusteigen, für Münsters überkreisliche Teams verringert.
Nach dem Abstieg von Fortuna Köln, hier mit Nico Brandenburger in der Partie gegen Preußen um René Klingenburg (l.), haben sich die Chancen, über die Relegation noch aufzusteigen, für Münsters überkreisliche Teams verringert. Foto: Jürgen Peperhowe

In Auf- und Abstiegsfragen wurden am Wochenende durch den verpassten Drittliga-Klassenerhalt von Fortuna Köln erste Fakten geschaffen. Zu Ungunsten vieler westfälischer Vereine. Denn klar ist, dass damit auch aus der Regionalliga vier Mannschaften runter müssen. Der SC Wiedenbrück und der 1. FC Kaan-Marienborn sind als FLVW-Teams nicht mehr zu retten. Damit ist auch klar: Ein Relegationsspiel der Westfalenliga-Vizemeister entfällt in diesem Jahr. Von den vier Landesliga-Zweiten steigen zudem maximal zwei nach der Relegation auf.

Ein paar Fragezeichen gibt es aber noch. Ob die SF Lotte noch in der 3. Liga bleiben, ist nicht von Bedeutung, da die Regionalliga West in diesem Fall mit 19 Mannschaften in die neue Serie gehen würde. Allerdings könnte der SV Straelen im direkten Duell noch die SG Wattenscheid 09 am letzten Spieltag auf einen Abstiegsplatz reißen, dazu muss allerdings noch der Bonner SC gleichzeitig gegen Kaan-Marienborn punkten. Erwischt es also auch noch die Lohrheider, würden drei Oberligisten absteigen, nur ein Landesliga-Vize aufrücken und zudem die Aufstiegsrunde der zwölf Bezirksliga-Zweiten komplett entfallen. Ausgeklammert sind wie immer mögliche Rückzüge. Bekannt ist nur der des Noch-Westfalenligisten TSV Marl-Hüls, der auf sein Landesliga-Spielrecht verzichtet. Noch nicht ganz sicher ist die Lizenz für den Regionalligisten Wuppertaler SV, der am vergangenen Freitag aber leichte Entwarnung gab – die unmittelbare Zukunft sei vorerst gesichert, im Bergischen überwiegt der Optimismus.

Bis zu drei Absteiger aus der Kreisliga B Beckum

Und wie sieht es auf Kreisebene aus? Auch dort droht sich die Ausgangslage zu verschlechtern. In der Bezirksliga 7 stehen aktuell BW Sünninghausen (14.) und SuS Ennigerloh (15.) als Teams aus dem Fußballkreis Beckum einen beziehungsweise fünf Punkte unter dem Strich. „Tritt dieser worst case nach dem Status quo ein, gäbe es drei Absteiger aus der Kreisliga A Beckum“, so der Kreisvorsitzende Peter Wiethaup . Stand jetzt müsste somit neben dem nicht mehr zu rettenden Schlusslicht Ahlener SG auch der SV Benteler (15./ 15 Punkte) und RW Vellern (14./26, sieben Punkte Rückstand auf Platz 13) die A-Liga Beckum gen Kreisliga B verlassen. Für jeden Absteiger weniger aus der Bezirksliga würde sich die Zahl der A-Liga-Absteiger entsprechend verringern. „Ganz sicher sein kann man aber nur als Viertletzter“, so Wiethaup. Diesen Rang kann Germania Stromberg bei noch zwei ausstehenden Spielen mit einem Sieben-Punkte-Polster nicht mehr nach unten abgeben.

Vorwärts 3 in der Kreisliga B noch nicht gerettet

Auch in der B-Liga Beckum steht bislang nur fest, dass zwei Mannschaften ins Kreisliga-Oberhaus aufsteigen werden. Bei zwei noch verbleibenden Spielen kann Spitzenreiter SuS Ennigerloh 2 mit aktuell fünf Punkten Vorsprung am kommenden Sonntag bereits Titel und Beförderung perfekt machen. Dahinter streiten sich noch die Ahlener Clubs SK Suryoye (2./57 Punkte) und FSG (3./54.), die am Sonntag im Derby aufeinandertreffen, um das zweite Versetzungsticket. Bei Punktgleichheit am Saisonende würden sie sich dann zu einem Entscheidungsspiel wiedersehen.

Wer dagegen die B-Liga nach unten verlassen muss, ist noch völlig offen. „Das hängt von verschiedenen Faktoren ab. Da gibt es viele Unwägbarkeiten“, sagt Wiethaup. So kann beispielsweise RW Ahlens Reserve, die wie der SV Neubeckum 2 in dieser Saison auf ihren Start in der A-Liga verzichtete, bis zum 30. Juni ihr Recht wahrnehmen, nach der Sommerpause eine Klasse tiefer wieder in den Meisterschaftsbetrieb einzugreifen. Sportlich auf jeden Fall absteigen müsste das B-Liga-Schlusslicht Fortuna Walstedde 2. Ob der vorletzte Platz Vorwärts Ahlen 3 zum Klassenerhalt reicht, steht aktuell dagegen in den Sternen.

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